GOTO
GOTO ist der ultimative Programmierbefehl, der in diversen Sprachen Verwendung findet. Aus diesem Grund wird er auch von allen gefürchtet. Er kommt meist - jedoch nicht ausschließlich - in Universitäten zum Einsatz.
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Bearbeiten Effekt
GOTO wird nicht umsonst auch "absoluter Sprung" genannt, da er es dem Anwender erlaubt, spontan in jede x-beliebige Stelle in seinem Programm zu wechseln und dabei auf sämtliche Schleifen und Strukturen zu scheißen. So spart man erheblich viel Arbeit. Theoretisch könnte man ein ganzes Programm allein mit diesem Befehl und ein paar Vergleichen betreiben, allerdings haben die meisten Programmierer viel zu viel Angst vor dem Befehl, da er ganze Festplatten zerstören und Netzwerke lahmlegen kann.
Bearbeiten Allgemeine Meinung
Während GOTO besonders von Informatikstudiumsanfängern gern und inflationär benutzt wird, blicken ältere Semester oft nur geringschätzig auf Leute herab, die mit diesem Befehl beweisen, dass sie nicht mit einer WHILE-Schleife umgehen können. Allerdings wird der Befehl hier noch weitestgehend toleriert.
Für alle anderen ist GOTO jedoch mit einem Sakrileg gleichzusetzen. Wer es in seiner Bachelorarbeit einsetzt oder - noch schlimmer - damit vor den Augen seines Professors hantiert, muss mit harten Konsequenzen rechnen.
Im harmlosesten Fall tobt der Professor durch den Raum, zerschlägt willkürlich wertvolle physikalische Geräte und beruhigt sich erst wieder, wenn der Student das GOTO gelöscht hat oder schnell den Raum verlässt. Im schlimmsten Fall droht dem Studenten die Exmatrikulation - insbesondere, wenn der Professor gleichzeitig der Leiter des jeweiligen Studiengangs ist.
Außerhalb der Universitäten wird dem Sprungbefehl mit derselben tiefen Verachtung begegnet. Wenn irgendein Informatiker eine bahnbrechende Revolution auf den Markt bringt und sich später herausstellt, dass er auch nur ein GOTO benutzt hat, benachrichtigt der Finder sofort per Twitter seine Kollegen, die sich auf der Stelle daran werfen, das GOTO durch ein äquivalentes Konstrukt zu ersetzen. Dabei nehmen es die meisten auch in Kauf, sich in den kompletten, oft mehrere zehntausend Zeilen langen Quelltext einlesen zu müssen, der bei GOTO-Verwendern oft zudem extrem verschachtelt ist (es heißt nicht umsonst "Spaghetticode"!).
Die Informatiker kontaktieren im Notfall Freunde in Übersee und schwänzen ihre Arbeit. Das hört sich seltsam an, doch tatsächlich hat es sich jeder Informatiker mit seinem Studienabschluss verpflichtend zur Lebensaufgabe gemacht, das GOTO auszurotten. Wenn das GOTO jedoch zu fest im Programm verankert oder der Quelltext derart kompliziert ist, dass die sich abmühenden Programmierer ihn auch nach mehreren Monaten nicht verstehen, stellen sich nach und nach Depressionsgefühle ein, die mit zunehmender Arbeitsdauer in blanke Verzweiflung umschlagen. Über Selbstmorde ist nichts bekannt, was bei Informatikern allerdings nicht viel heißt. Belegt ist jedoch, dass sich eine wundersame Heilung einstellt, wenn das Problem schließlich doch noch gelöst wird und man mit einem gereinigten Gewissen nach Hause gehen kann.
Bearbeiten Syntax
GOTO, beliebiger Ort, //Begründung und Entschuldigung
Bearbeiten Verbreitung
- Assembler: Da man während Assemblerprogrammierung in der Regel zum Einsatz von GOTO gezwungen ist, meiden die meisten Informatiker diese Sprache verzweifelt und tippen Assemblercode höchstens mit Gummihandschuhen ein.
- BASIC: Da man nicht einmal mehr gesondert irgendwelche Markierungen setzen muss, ist besonders hier der Sprungbefehl sehr beliebt. Auch Windows wurde mit BASIC programmiert, was die Abneigung mancher Programmierer zu GOTO zusätzlich erklären dürfte.
- C++: Für C++ und seine Cousins muss man zwar besondere Marker setzen, aber der Befehl ist im Gegensatz zu Java auch hier prinzipiell verfügbar. Um die User als Ausgleich für ihre Unfähigkeit, ein Programm nur mit Schleifen zu programmieren, wenigstens ein bisschen zu schikanieren, rufen Semikola hinter dem Marker allerdings Fehlermeldungen hervor.
- Java: Java wehrt sich als einzige Sprache verzweifelt gegen die Kraft des Sprungbefehls, indem es den Code dafür gar nicht erst implementiert hat. Zu Recht, da Java zwanghaft objektorientiert ist und alle Compiler bisher zu blöd sind, einen Klassenwechsel hinzukriegen. (Kein Wunder, da die Teile ja schon an falsch geschriebenen Deklarationen scheitern.) Außerdem müssen die Informatikstudenten ja auch irgendwie dazu gezwungen werden, sich mit Schleifen und Rekursionen (pfui!) zu beschäftigen.
- Dieses Leck umgehen Informatikstudenten weltweit jedoch, indem sie den Befehl extern einführen. Zahlreiche Professoren setzen daher unter PC-Klausuren mittlerweile Sätze wie "Das manuelle Hinzufügen von Sprungbefehlen durch extern eingebundene oder intern programmierte Bibliotheken ist nicht gestattet und wird bestraft!". Selbst Schummeln wird mehr toleriert als das Verwenden von GOTO.