Fußgängerzone

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Fußgängerzone zur Mittagszeit.

Eine Fußgängerzone ist eine für menschliche Geher vorgesehene Pflasterstraße in der Innenstadt. Fahrradfahrer dürfen diese Zone zu Unzeiten mit Höchstgeschwindigkeit befahren, Autofahrer dagegen nur, wenn sie dem zuständigen Bürgermeister genug Geld für Ausnahmegenemigung geboten haben. Stehgeiger gleich jeden Alters dürfen ganztägig die Fußgängerzone beschallen, da diese Tätigkeit vielerorts als kulturelle Betätigung gilt.

Idee[Bearbeiten]

Fußgängerzonen sind ein Bestandteil der autogerechten Stadt. Architekten, Kaufleute und Investoren entwickelten gemeinsam ein tragfähiges Konzept, um im Sinne der notwendigen Gegebenheiten des Fortschritts steigende Umsätze, anwachsende Verkehre und eine adäquate Mineralölvernichtung zu generieren. Sie werden vielerorts auch als Fuzo bezeichnet.

Ausführung[Bearbeiten]

Des Nachts noch in französischen Fußgängerzonen anzutreffen: seltsame Wesen.

Da in der Fußgängerzone aufgrund unsinniger Springbrunnen und teurer Bepflanzungen oft nicht genug Parkplätze für alle Mercedes, BMWs und Brutschs der Kaufleute zur Verfügung stehen, werden häufig preisunwerte Parkhäuser rund um Fußgängerzonen in zwei Kilometer Entfernung angelegt.

Um die Laufkundschaft nicht zu verwirren, gibt es in jeder Innenstadt die gleiche Fußgängerzone. Am Portal steht Karstadt, gefolgt von H&M, KiK und McDonalds. Daran schließen sich fünf Schuhgeschäfte und ein Tuckentoaster an, dazwischen mindestens vier Handyshops. Der Geldautomat steht meist am anderen Ende der Zone, damit der Kunde sich in Ruhe das gesamte Sortiment der Zone ansehen kann.

Sinnvolle Ergänzungen[Bearbeiten]

Taschendiebe erwarten ihre Kundschaft meist im Gewühl der Reste-Rampen während der Hauptgeschäftszeit. Drogenkuriere passieren unauffällig das Geschehen und militante Skater benutzen Fußgänger als Slalomstangen, was die ungeteilte Anerkennung der Passanten hervorruft. In den integrierten Bahnhofsportalen widmen sich spielsüchtige Kids dem beliebten Hütchenspiel.

Kritik[Bearbeiten]

Viele Geschäftsleute bemängeln die fehlende Erweiterbarkeit von Fußzonen und den stagnierenden Umsatz pro Minute. Außerdem sei es, wenn es so bliebe, so gut wie unmöglich, die Stadt mit einem Autokorso zu queren. Kunden hingegen ziehen die Megamärkte auf der grünen Wiese den Fußgängerzonen vor. Viele fühlen sich durch den unerträglichen Anblick von Punkern, Kranken und Pennern in ihrem Einkaufserlebnis gestört.

Krise[Bearbeiten]

Meldet ein Global Player der Fußzone Konkurs an, so sucht auch ein Großteil der Laufkundschaft das Weite. In der Folgezeit fallen die Immobilienpreise ins Bodenlose, und die Einkaufstraße wird von Kebab-Buden und Wett-Geschäften heimgesucht. Nachts rasen Rockerbanden mit schweren Mopeds durch die Fußgängerzone und schlagen mit Ketten alles kaputt, was noch nicht ganz kaputt ist. Im Winter scharen sich ehemals stolze Ladeninhaber und Verkäuferinnen um brennende Ölfässer, um ihre Hände zu wärmen. Das ist der Anfang vom Ende.

Literatur[Bearbeiten]

  • Kirsten Hotler: Der Niedergang deutscher Fußgängerzonen Spanische Welle Köln, 28. Juni 2005
  • Stefan August: Der Tote in der Resterampe. Trikont 2001.
  • Theo Lingen: Aufbruch nach Arkadien. Königsverlag.
  • Sch. Norrer: Kostenlos Parken in der Fußgängerzone fernab jedes Parkautomaten. Der Ducato als Familienlimousine. Krankfurz, 2001