Frevel

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Ein Frevel ist ein kleines süßes mäuseartiges Tier mit Kuschelfell und großen Augen. Er ist sehr menschenscheu und lebt daher bevorzugt in Gotteshäusern und Parlamentssälen. Daher sagt der Volksmund auch zu Menschen, die (meist irrtümlich oder nur ausnahmsweise) solche Räumlichkeiten betreten: "Sie freveln." Der Begriff leitet sich vom berühmten Horrorfilm "Frevel der Mauswanderer" ab.

Ein Frevel hat sich an die nachtaktive Lebensweise erfolgreich angepasst.

Merkmale[Bearbeiten]

Frevel (auch Frevler genannt) werden häufig mit Mäusen oder Hamstern verwechselt, denen sie in Größe und Aussehen sehr ähnlich sind. Sie werden im Durchschnitt 13 cm lang (ohne Schwanz) und 31,41592 Gramm schwer. Auffallend ist, dass sie auf großem Fuße leben: Ihre Tarsus-Länge beträgt bei einem ausgewachsenen männlichen Exemplar mehr als 6 cm. Ihr bräunliches oder auch graues Fell ist seidenweich und wäre höchst begehrt, wenn es nicht einen widerlichen Verwesungsgestank ausströmen würde, der Freund wie Feind abhält. An der Kehle besitzen sie einen rötlichen länglichen Fleck, der seltsame Assoziationen von Strangulation und Lynchjustiz weckt.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Der Frevler hat mit dem Menschen zusammen nahezu jeden Lebensraum der Erde und vor einigen Jahrzehnten sogar den Weltraum erobert. Ursprünglich scheinen sie aus Afrika zu stammen, von wo aus sie sich in mehreren Schüben über alle Kontinente ausbreiteten. Der Lebensraum deckt (ähnlich wie der des Menschen) eine große Bandbreite ab: von der Tundra über den tropischen Regenwald und von Gebirgsregionen bis zu den Wüsten.

Lebensweise[Bearbeiten]

Wie bei vielen kleinen Säugetieren ist eine eindeutige Zuordnung als tag- oder nachtaktiv nicht möglich. Dies liegt zum einen daran, dass sie durch ihren hohen Energieverbrauch gezwungen sind, mehr oder weniger ununterbrochen zu fressen. Zum anderen müssen sie, um möglichen Feinden zuvorzu- oder zu entkommen, jederzeit wachsam und zur Flucht bereit sein. Häufig schaffen sie es, sich gut getarnt in ein funktionierendes Sozialgefüge einer anderen Säugetierart einzuschleusen und sich an deren Lebensweise anzupassen. Sie sind daher ungeheuer flexibel, aber durch die Angst vor Entdeckung oftmals auch hochgradig nervös. Eine Ausnahme bilden die Frevler, die in ihrem Sozialverband eine hohe Stellung innehaben: Diese benehmen sich umgekehrt oftmals geradezu kaltblütig und gelassen, denn eine Entdeckung ihres Schmarotzertums scheint in ihren Augen geradezu unmöglich zu sein.

Frevler nach einem Nahrungsentzug von mehr als drei Stunden.

Nahrung[Bearbeiten]

Frevler sind Allesfresser. Das hilft ihnen sehr bei der Eingewöhnung in neue Gemeinschaften: Sie bewahren ihre äußere Unauffälligkeit durch totale Anpassung an den mainstream. Tatsächlich vermuten Biologen, dass ein Individuum, welches sich vollkommen den gesellschaftlichen Normen unterwirft, sich quasi genau dadurch als Frevler zu erkennen gibt.

Dennoch gibt es eine Auffälligkeit an Frevlern: ihren unstillbaren Hunger. Dieser scheint mit jeder Mahlzeit zu wachsen, eine Sättigung ist nicht möglich, sein Leben besteht allenfalls aus den Pausen zwischen den einzelnen Gängen. Der Frevler lebt für das Ausleben seiner maßlosen Bedürfnisse, dies macht seinen Daseinszweck aus.

Fortpflanzung und Lebenserwartung[Bearbeiten]

Frevler neigen dazu, sich nur mit ihresgleichen fortzupflanzen. Da dies jedoch häufig mangels Partner nicht möglich ist, wird als Geschlechtspartner gewöhnlich das genaue Gegenteil eines Frevlers gewählt - ein gottesfürchtiges demütiges graues Mäuschen, dessen ethischer Glanz auf den Frevler abfällt. Umgekehrt scheinen fromme Nagetiere ein intuitives Gespür zu haben für Partner, deren äußeres Auftreten nicht hält, was es verspricht. Deshalb erhalten gläubige Kleinsäuger genau das, was sie auch verdienen: eine leidvolle Prüfung, die ihnen das Himmelreich im Jenseits einbringen wird.

Frevel und Mensch[Bearbeiten]

Der Frevler und der Mensch leben eng beieinander, haben jedoch ansonsten keinerlei Gemeinsamkeiten. Wo der Frevler Naturgesetze missachtet, erforscht der Mensch eben diese, um sie dann mit Inbrunst zu befolgen. Während der Frevler seine Begierden über alles stellt, unterwirft sich der Mensch gerne und froh dem engen Korsett von strikten Regeln und heiligen Verboten. Ein Tabu ist für einen Menschen der Inbegriff von Sittsamkeit - für einen Frevler hingegen nur ein Spiel, dessen Zweck darin besteht, die Einschränkung formal einzuhalten, aber dem Sinn nach zu brechen. Am besten, ohne dass man ihm etwas nachweisen kann.

Sonstiges[Bearbeiten]

Während Frevler früher überall gejagt und verfolgt wurden, sind sie heutzutage anerkannte Mitglieder ihrer (Wahl-)Gemeinschaft. Auf diese Weise wurde ihr zerstörerisches Potential erfolgreich umgepolt, inzwischen gelten sie gar als Stützen der Gesellschaft (siehe hierzu als Beispiel die Entwicklung von Räubern hin zu Finanzbeamten). Während alte Frevel somit erfolgreich integriert worden sind, hat sich im Gegenzug eine neue Gruppe von Frevlern gebildet, denen keinerlei Gnade erwiesen wird: Verbrecher an der sog. political correctness. Diese besonders heimtückische Variante des Frevels beruft sich auf ihre vorgeblichen Rechte, statt sich an die gängige Norm zu halten, dass Rechte nur für diejenigen gelten, die sie im besten Falle niemals ausüben.