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Fetzi, die lustige Landmine

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Fetzi, die lustige Landmine
Fetzi, die lustige Landmine.jpg
Systematik
Klasse: Explosive
Familie: Sprengfallen
Gattung: Böse Überraschung
Verbreitung: Kriegsgebiete
Fortpflanzung: industrielle Produktion
Nächster Verwandter: Seemine
Ernährung: menschliches Leid
Wissenschaftlicher Name
Gotcha

(erstmals entdeckt von einem Asiaten,
starb bei Erstkontakt, 1368, Mongolei)

Fetzi, die lustige Landmine ist das offizielle Maskottchen der Bundeswehr und spielt mit Vorliebe Verstecken. Fetzi besitzt eine Schale, hart wie Kruppstahl aber ist im Innern doch eher ein weicher Typ. Fetzi kann sich nur einmal verstecken, weshalb er meistens in Rudeln auftritt. Das erhöht nicht nur Fetzis Chance, das Versteckspiel zu gewinnen, es erhöht auch ungemein die Spieldauer. Nicht nur die Bundeswehr sucht gern nach Fetzi, nahezu alle Armeen kriegsgebeutelter Nationen verbringen viel Zeit mit Fetzi. Doch auch Kinder in Kriegsgebieten spielen gerne mit ihm, sie haben ja sonst nicht viel zu tun. Fetzi versteckt sich bevorzugt unauffällig unter der Erde, tarnt sein Versteck aber auch hin und wieder durch Spielzeug. Obwohl Versteckspielen eigentlich eine willkommene Abwechslung in Zeiten des Krieges sein sollte und Fetzi regelmäßig für Bombenstimmung sorgt, ist er komischerweise äußerst unbeliebt.

Fetzi in Aktion[Bearbeiten]

Fetzi wird zu Beginn einer Spielrunde von mindestens einer der teilnehmenden Parteien in großer Anzahl auf breiter Fläche verteilt. Ziel ist es so viele Fetzis wie möglich aufzuspüren und auszugraben. Findet ein Spielteilnehmer ein Fetziexemplar, so muss er es vorsichtig ausgraben und zerstören oder kann es auch in der eigenen Spielhälfte wieder vergraben (Punkt für das Suchteam), was die Spieldauer aber nur unnötig in die Länge zieht. Übersieht ein Spielteilnehmer einen Fetzi (tritt also versehentlich auf ihn), dann meldet Fetzi sich lautstark zu Wort und nimmt sich mindestens ein Bein des Suchers als Trophäe. Oftmals dauert eine Such-den-Fetzi-Runde allerdings so lange, dass das Spiel einfach abgebrochen wird. Doch Fetzi ist geduldig. Fetzi kann warten. Jahrelang, ohne mit der Wimper zu zucken. Und wenn keiner mehr damit rechnet: BUMM und Fetzi hat einen Punkt errungen.

Fetzis Zukunft[Bearbeiten]

Das Such-den-Fetzi-Spiel wurde in den letzten Jahren immer seltener gespielt. In Zeiten von Wirtschafts- und Finanzkrisen ist ein derart kostspieliger Zeitvertreib einfach nicht mehr finanzierbar. Allerdings gibt es noch zahlreiche "volle" Spielfelder aus besseren Zeiten. Doch auch diese werden langsam leerer. Dank modernerer Suchmethoden gehen mittlerweile leider über 90% der Punkte an die Sucher, während Fetzi kaum noch punkten kann. Die Bundeswehr verbrachte in den letzten Jahren sehr viel Zeit mit Fetzi, vor allem im Irak und in Afghanistan, weshalb Fetzi, die lustige Landmine auch ihr Maskottchen wurde.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Hat Minensucher kein' Verstand, verliert er schnell mal Bein und Hand.
  • Wer sucht, der findet, wer drauftritt verschwindet. - altes Minensucher-Sprichwort
  • Ist der Arm ab bist du arm dran - Such-den-Fetzi-Verlierer

Literatur[Bearbeiten]

Fetziexemplar nach über 20 Jahren durch Zufall gefunden
Warum Kinder verdammt nochmal mit etwas anderem spielen sollten
Initiative zur Ausrottung Fetzis
Wie bastel ich mir meine eigene Mine?

Fast in Schußweite
Wie kommt denn der da hin?