Ferris MC

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Ferris MC (*2. Oktober 1973 in Tschernobyl als Sascha Reimann) ist ein radioaktiv verseuchter Rapper, Musiker und Fotomodel auf www.uglypeople.com.

Ferris MCs Musikstil zeichnet sich durch seine für den Hip Hop sehr harte Musik aus. Diverse Songs gehen sogar in Richtung Crossover beziehungsweise Techno, besonders auf dem Album fertich! lassen sich die harten, schnellen Beats erkennen („Reimemonster Teil 2“). Untypisch für Rap sind seine in „Nacht der Freaks“ und „Düstere Legende“ verwendeten Gitarrenriffs, seine Techno-verwandten Songs sind besonders gut auf der Maxi-CD Nacht der Freaks und auf manchen Remixes seines Best-of-Album Düstere Legenden zu erkennen. Inhaltlich variieren seine Texte sehr stark, von raplastigen Songs, über Lieder in denen er sein und das Leben seines besten Freundes schildert bis hin zu Liebeserklärungen an sein „Lebenselexier“ und äußerst brutalen Texten gegen die Presse oder seine Ex-Freundin, wobei nie Namen erwähnt werden. Im Gegensatz zu verschiedenen anderen Rappern legte Ferris MC Wert darauf, kein Gangsta-Image zu besitzen, sondern seinen eigenen „Mongo-Stil“ aufrecht zu erhalten.

[bearbeiten] Wissenswertes

Er verbrachte seine Kindheit in Neumünster, Kiel und schließlich im Tower von London. In nahezu all seinen Musikstücken thematisiert er seine Probleme und Schicksalsschläge, die ihm ins Gesicht geschriebn sind. Sein Vater, ein besoffener Spasti, und seine Mutter(unbekannt), sorgten in früher Kindheit dafür, dass sein IQ unter 40 bleiben sollte.

Er absolvierte den erweiterten Hauptschulabschluss und seinen Abschluss als KFZ-Mechaniker, ohne Führerschein. Nebenher tritt er allerdings in Funk und Fernsehen als Schauspieler und Sprecher auf (z. B. Nicht von schlechten Eltern, GZSZ u. a.).

Zusammen mit Flowin Immo, alias Immo Wischhusen und DJ Pee, gründen sie Anfang der 90er Jahre, neben Gymnasium und Ausbildung in Bremen, die Freaks Association Bremen (F.A.B.), welche rasch für Aufsehen in der damals gerade aufkeimenden Deutsch-Rap-Szene sorgen. Bald traten sie in Sendungen bei VIVA, MTV und diversen Veranstaltungen und Festivals auf.

1994 veröffentlichen sie auf dem kleinen Hip-Hop-Indie-Label MZEE das erste Album Freaks, das noch heute für viele in seiner intelligenten Verbindung von ungebremster Wucht, Wut und Wahnsinn als Meilenstein des deutschen Hiphops gehandelt wird.

1997 lösen sie F.A.B. nach massiven privaten und künstlerischen Problemen auf, die vor allem aus dem übermäßigen Drogenkonsum Ferris' und der ausbrechenden manischen Depression Immos resultieren. F.A.B. standen kurz vor der Übernahme in einen großen Plattendeal.

1998 zieht Ferris nach mehreren Nervenzusammenbrüchen und Suizidversuchen nach Hamburg und schließt sich der Mongo Clikke an, in der er endlich künstlerische und persönliche Unterstützung, Heimat und Halt findet, seine Probleme einigermaßen in den Griff zu bekommen und sich auf seine musikalische Arbeit zu konzentrieren. Er zieht mit Tobias Schmidt, alias Tobitob von der Gruppe Fünf Sterne Deluxe zusammen, findet in DJ Stylewarz einen geduldigen und seiner Auftrittsart angemessenen Konzert-DJ, veröffentlicht über die Plattenfirma Yo Mama mehrere Platten als Feature- und Einzelkünstler und gewinnt mehrere renommierte Musikpreise.

1999 veröffentlicht er mit Afrob die Single „Reimemonster“. Diese wird ein großer Erfolg für die beiden Rapper. Noch im gleichen Jahr veröffentlicht Ferris sein erstes Soloalbum „Asimetrie“. In Hamburg rutscht er weiter in der Drogenszene ab. Es kommt zum Bruch mit DJ Stylewarz.

Sein zweites Album „fertich!“ veröffentlicht er im Jahre 2001. Sowohl das Album, er nannte es sein „Kampf-Album“, als auch die erste Single „Flash For Ferris MC“ an dessen Kosten für das Musikvideo Ferris noch Jahre später zu kauen hatte, erfüllen nicht die kommerziellen Erwartungen, da er unter dem Druck stand sein vorheriges Album zu toppen.

2003 folgt die „Audiobiographie“, Ferris’ vertontes Leben im Hip-Hop-Format sowie ein Feature mit der DSDS-Viertplatzierten Vanessa "Fiesta", und dann 2004 sein letztes reguläres, selbstbetiteltes Album.

2004 spielte er in dem Splatterfilm „Lord Of The Undead“ des Amateurfilmregisseurs Timo Rose mit.

Im Herbst 2005 stand er unter der Regie von Dominik und Benjamin Reding (Oi!Warning) für den Kinofilm "Für den unbekannten Hund" vor der Kamera, in dem er in einer Hauptrolle den Charakter des Festus darstellt.

Am 17. März 2006 erschien seine letzte Single "Düstere Legende", eine Auskopplung aus dem am 31. März 2006 erschienenen, gleichnamigen Best Of-Albums, auf dem zahlreiche Remixe enthalten sind. Danach beendete er seine Hip-Hop-Karriere.

Mit dem Musiker Marc Thiel alias Marc Deal betreibt er ein neues musikalisches Projekt, das House und Electronic-Duo Maniax, unter dessen Namen sie durch diverse Clubs in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Live-DJs touren.

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