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Feng Shui

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Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel ist durch in einer Woche angelesenes Halbwissen des Autors entstanden. Da allerdings weder Feng Shui noch Qi wissenschaftlich nachweisbar sind, können die Behauptungen in diesem Artikel nicht widerlegt werden und gelten so lange als wahr, bis jemand das Gegenteil beweist.
Sieht nach Feng Shui aus, ist es aber eigentlich nicht.

Im Kapitalismus muss Gewinn erwirtschaftet werden. Ohne Gewinn ist man nicht erfolgreich und wenn man nicht erfolgreich ist, wird man nicht von Google oder Microsoft aufgekauft und gefeuert, sondern muss weiterarbeiten. Echt mies.
Doch es gibt kein eindeutiges Erfolgsrezept, seine Arbeit gewinnbringend an den Mann, Frau oder Mensch zu bringen, nur Annäherungen. Eine davon ist das Feng Shui.


Begriff[Bearbeiten]

Feng Shui kommt aus dem Chinesischen und sieht auch so aus, wenn man es schreibt: 風水. Nur können das die Westler mit ihrem romanischen Alphabet leider nicht lesen, geschweige denn schreiben, weshalb sie die wahre Bedeutung von Feng Shui noch nicht einmal im Ansatz greifen können.
Feng Shui besteht aus den Zeichen 風 für Wind und 水 für Wasser. Es bedeutet im Grunde nichts anderes als "Wind und Wasser", was dem ganzen Feng-Shui-Gedöns schon einmal enorm viel Mystisches nimmt. Wenn man jetzt noch weiß, dass selbst die Chinesen zu faul sind, 風 zu schreiben, sondern viel lieber 风, was jeder Hans und Franz mit einem Blatt Papier kritzeln kann, stellt man doch relativ schnell fest, dass das eigentlich Müll ist. Das ist so ähnlich wie ein 200€-Tattoo mit einem chinesischen Schriftzeichen, das nur dann mysteriös und interessant wirkt, wenn man nicht weiß, was es in Wirklichkeit bedeutet.

Tipp für den Arbeitsplatz: Um erfolgreich zu sein, muss er also windig und feucht sein. Dafür eignen sich beispielsweise Büroräume an einem schmelzenden Gletscher, ein verschimmeltes Bad im Trump Tower oder ein Bett mit starkem Ventilator, wenn man Pornostar ist.

Grundlegende Kenntnisse[Bearbeiten]

Erinnert ja so ein bisschen an Schere, Stein, Papier mit Spock und und Echse als Bonus.

Während das Wort Feng Shui nur Luft und Wasser erwähnt, steckt doch eigentlich viel mehr drin. Das Feng Shui ist die Lehre, wie man die Energie, die uns umgibt, beeinflusst - und das ohne Stromleitungen durch Bayern. Die Energie, das sogenannte Qi, muss angesammelt werden, um positive Effekte zu erzielen. Hat man seine direkte Umgebung ziemlich bescheuert gestaltet, wird man zum Donald Duck, aber mit zahlreichen kleinen Spielereien wird man zum Gustav Gans der hiesigen Wirtschaft und dann zum Dagobert Duck.
Das Qi selbst wird allerdings nicht nur von Wasser und Luft bestimmt und beeinflusst, sondern von fünf Elementen: Wasser, Feuer, Erde, Metall und Holz, die im Gleichgewicht (Yin und Yang) miteinander stehen. Eigentlich sollte man den Feng-Shui-Erfinder eigentlich wegen falschen Labellings verklagen.
Die fünf Elemente bestimmen, wie sich das Qi ansammelt. Beeinflusst von Yin und Yang gibt es entweder ausbalanciertes Qi oder unausbalanciertes Qi. Ausbalanciertes Qi ist natürlich zu bevorzugen, da dies zu einer guten Lebensqualität verhilft und damit auch zu einem höheren Einkommen. Ein unausbalanciertes Qi führt zu mieser Lebensqualität, Hartz IV und einem neuen Album von Tokio Hotel.
Das Yin symbolisiert die Ruhe, das Auftanken, das man nach einem Tag harter Arbeit braucht, das Yang symbolisiert die Arbeit, das Schuften, das man nach vier Stunden harter Ruhe braucht. Mehr benötigt man sowieso nicht. Das Qi richtet sich danach und kann entsprechend geformt werden.

Feuer
Holz
Wasser
Metall
Erde

Hinweise für die Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes[Bearbeiten]

Grundlagen alleine helfen allerdings nicht bei der Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes. Nicht jeder Arbeitsplatz kann nur aus Holz bestehen, angezündet sein, dabei gleichzeitig feucht (es sei denn, man ist pyrophil) und auf der Erde stehen. Um trotzdem möglichst viele Arbeitsplätze gemäß der Feng-Shui-Lehre zu gestalten, gibt es kleine Tricks, die man anwenden kann.

Zen-Garten[Bearbeiten]

Tipp für den Arbeitsplatz: Ein Garten ist eine willkommene Abwechslung. Die Spuren der Harke und die flachen, runden Steine sollten am besten so ausgerichtet sein, dass das negative Qi zum Arbeitskollegen fließt. Dann kriegt er den Scheiß ab. Geil.
Wirkt es nicht, kann man ihn immer noch mit den Steinen abwerfen. Obergeil!
Nicht berühren! Sonst muss man das wieder über fünf Monate nachjustieren.

Zen-Gärten sind perfekt für die Leitung des Qi. Mittels einer kleinen Harke kann die Erde von draußen (meist fein- oder grobkörniger Sand, seltener Kompost, da das noch nicht wieder vollständig zur Erde wurde) geharkt werden. Kleinere und größere Steine können das Qi umleiten und entsprechend formen - egal, ob man jetzt zu viel Pause hatte oder man nicht wusste, was man machen soll oder aber ob man sich überarbeitet hat und mittlerweile in eine Psychiatrie eingewiesen wurde. Kann ja auch mal passieren. Dann ist das Qi halt schlecht gewesen. Da Erde neutral ist, eignet es sich super, jegliches Qi irgendwie umzuleiten.
Ein Zen-Garten muss aber nicht unbedingt nur aus Erde bestehen. Es funktioniert rein theoretisch jedes Element aus der Feng-Shui-Lehre. Ein Zen-Garten mit Holz ist nichts anderes als ein Kamin, der nicht angezündet ist. Ein Garten mit Feuer brennt dann einfach nur schön. Manche möchten gerne gleich übertreiben und klatschen sich einen ganzen Swimming Pool als Wasser-Zen-Garten in den Hinterhof, obwohl ein einfaches Glas Wasser ausreichen könnte. Nur beim Metall könnte es etwas schwer werden, aber solange man nicht mit der Bahn pendelt, hegen einige ihr verrostetes Stück Blech namens Auto wirklich vorbildlich. Die Bahn selbst hingegen hat aufgrund von ständigen Verspätungen und teilweise echt miesem Service (wer bezahlt denn bitteschön 12,80€ für 0,3l Kaffee im Bordbistro?) sowie mangelnder Hygiene einen eindeutig schlechten Einfluss auf das Qi. Das Ganze wird dann in den Arbeitsplatz hineingetragen und verbreitet sich dort.
Da sich aber nunmal leider nicht jeder ein Auto leisten kann oder in einer Großstadt lebt, wo dieselben Wutanfalleffekte beim Suchen eines Parkplatzes beobachtet werden können, gibt es Zen-Gärten mittlerweile auch im Taschenformat mit einer kleinen Harke und Kieselsteinen statt echten Brocken. Der Sand ist derselbe, muss jedoch vorher entpackt werden. Wer sich keinen Miniatur-Zen-Garten für die eigene Hosentasche leisten kann oder einen Rock ohne Hosentaschen trägt, kann sich einen Fidget Spinner holen. Die Dinger haben zwar keinen objektiven Nutzen, lenken einen aber subjektiv ab. Bis man wieder daran denkt, dass man doch lieber einen Miniatur-Zen-Garten haben würde. Vielleicht hilft da ein zweiter Fidget Spinner.

Design des Arbeitsplatzes[Bearbeiten]

Tipp für den Arbeitsplatz: Am besten ohne Strom arbeiten. Vielleicht in einem Wald als Holzfäller. So ganz oldschool mit einer Axt. Da fließt das Qi ungehindert und man ist auch ein bisschen an der frischen Luft. Außerdem brennt ein Wald gut, wenn man glaubt, dass man zu wenig Qi zum Arbeiten hat.
Hinfort mit den Bittstellern. Selbst im Silicon Valley sind die Bettler Vintage-Hipster.

Energie fließt überall und wenn sie überall fließt, kann sie auch überall blockiert werden. Das ist ziemlich mies und muss unbedingt verhindert werden. Die negative Energie kann zum Beispiel zum Arbeitenden hingelenkt werden, die positive Energie wird jedoch blockiert.
Aus der Steckdose fließt zwar Energie, aber eher elektrische und keine spirituelle. Strom stört das Qi, weshalb der Arbeitsplatz möglichst weit weg von jeglichen Steckdosen sein sollte. Verlängerungskabel sind hier hilfreich, eine gewisse Distanz zu wahren, doch Vorsicht: Durch diese Verlängerungskabel fließt dann ebenfalls Strom, welches das Qi stören könnte, also sollte es am besten an der Wand platziert werden und nicht mitten durch den Raum gehen. Es sei denn, man möchte, dass Anna sich mal so richtig schön mault. Was fällt ihr auch ein, ständig den Joghurt der Kollegen aus dem Kühlschrank zu futtern? Das grenzt an Mundraub.
Sollte man zu viel positives Qi haben, kann man auch ziemlich beknackte Bilder aufhängen. In beiden Fällen bleiben dann Fragen offen: Warum sollte man positives Qi weg haben wollen und - wenn nicht - warum hängen beknackte Bilder an der Wand? Zumindest in dem Punkt hat man dann mit Auswärtigen ein Einstiegsgespräch, wie hässlich eigentlich das Bild Bierflasche im Sonnenuntergang ist, den eigentlich irgendein Typ auf deviantArt hochgeladen hat, weil er dachte, es sieht cool aus. Mit Rahmen tut es das auf jeden Fall. Vielleicht. Eher nicht.
Beeindruckende Architektur kann ebenfalls viel bringen: Der Eiffelturm soll positives Qi wie eine Antenne anziehen, während die Rutsche im Google-Hauptquartier negatives Qi (und Bittsteller) rauswerfen soll. Einige Hochhäuser haben sogar Löcher in der Mitte des Gebäudes, die das schlechte Qi einfach durchleiten soll, sodass es gar nicht erst durch die Büroräume dringt. Was dann nach hoher Architekturkunst aussieht, war in Wahrheit der Einfluss des Feng-Shui-Beraters, der den Architekten bequatscht hat. Das Opernhaus in Sydney war so bestimmt nie geplant.

Arbeitskollegen[Bearbeiten]

Tipp für den Arbeitsplatz: Kollegen, die das Qi stören, sollten gefeuert werden, ohne Rücksicht auf Verluste. Ganz einfach. Wer es komplizierter haben mag, beauftragt einen Auftragskiller, aber das gibt schlechtes Qi. Nein halt, das war Karma. Ach Scheiße, wer steigt denn da überhaupt noch durch?
Mieses Feng Shui führt zur Abreibung.

Sollte sich der Erfolg trotz intensiven Feng-Shui-Studiums nicht einstellen, liegt es vielleicht an einem der vielen Kollegen, weshalb die eigene Firma noch nicht gewinnbringend verkauft wurde. Zeit, sich diesem Störfaktor noch einmal gesondert zu widmen.
Der arbeitsfaule, scheue Mitarbeiter, der morgens gerne mal einen Kaffee trinkt, mittags auch mal gerne und abends schon beim zehnten ist, damit er nicht während der Arbeit einschläft, ist eine potenzielle Ungleichgewichtsquelle. Mieses Qi in Form eines zu starken Yins kommt rübergeschwappt und könnte arbeitseifrige Leute anstecken, die dann ihrerseits schlecht werden.
Der übereifrige, extrovertierte Mitarbeiter arbeitet gerne so viel, dass er Mitte 30 eine Midlife-Crisis bekommt und sich fragt, warum er all das eigentlich macht, wenn er feierabends nicht einmal genügend Zeit zum Spielen der neuesten Pokémon-Edition hat. Bevor er an Karōshi, dem Tod durch Überarbeiten, hopps geht, steckt er aber noch andere an. Es verbreitet sich wie eine Ransomware. Schrecklich. Und ganz ehrlich: Feng Shui (風水) sieht von den Schriftzeichen her doch auch etwas besser aus als Karōshi (過労死), oder etwa nicht? Also lieber durch Feng Shui sterben.
Als dritte Variante gilt der Arbeitskollege, der das ganze Qi wie ein Schwamm aufsaugt. Egal, ob negativ oder positiv, egal, ob Yin oder Yang, sämtliches Qi fließt zu ihm hin. Entweder ist er dann der Chef oder er hat eine besondere Aura. Ein Staubsauger in seiner Nähe kann helfen, die Aura zu zerstören. Eventuell ist er auch einfach nur durch das ständige Staubsaugergeräusch gestört und er verschwindet von alleine, dann ist das Ziel natürlich auch erreicht. Welche Variante letztlich am effektivsten ist, kann am besten durch einen Münzwurf an den Kopf des Kollegen entschieden werden.

Feng-Shui-Berater[Bearbeiten]

Feng-Shui-Berater, der nicht mal den Begriff völlig verstanden hat und irgendeinen bolivianischen Scheiß abzieht, weil das ja alles eh ähnlich ist.

Feng Shui an sich scheint mega kompliziert zu sein und gerade bei der Einrichtung des eigenen Arbeitsplatzes tun sich viele Menschen schwer. Ist die fleischfressende Pflanze dort in der Ecke nun förderlich für das Qi oder frisst sie es wie Fliegen? Sind die Stromkabel alle richtig verlegt oder traut sich das Qi etwa nicht mehr rüber? Braucht man noch irgendwelche Sonderausstattungen, um das Qi zu fördern oder kann man das Geld behalten?
Die ersten beiden Fragen sind individuell immer unterschiedlich beantwortbar, die letzte ist die Quintessenz des Jobs als Feng-Shui-Berater: Natürlich braucht man immer irgendwelche Sonderausstattungen. Es kauft sich schließlich auch niemand ein Fahrzeug ohne Sonderausstattungen, und sei es nur die Schummelsoftware von VW, sonst blieben ja nur Karosserie, Motor und vier Reifen übrig - unbequem und man kommt schlecht gelaunt zur Arbeit. Das will man nun wirklich nicht.
Im ersten Schritt schreitet der Feng-Shui-Berater durch die Arbeitsräume, steht mal fünf Minuten dort, acht Minuten hier und zehn Minuten schaut er an die Decke, bis er sich zurück zum Feng-Shui-Auto begibt und allerlei Gegenstände herausholt, um das Qi zu messen. Darunter sind beispielsweise eine Münze mit einem Loch in der Mitte, fünfzehn Büroklammern und ein Beyblade für Arme. Die Münze wird geworfen, wodurch bestimmt wird, ob es zu viel Yin oder zu viel Yang gibt. Die Büroklammern werden in die Luft geworfen und zeigen an, wo sich Yin oder Yang befindet. Der Beyblade hat keine richtige Funktion, sieht aber cool aus.
Mit gewissen Umpositionierungen durch Möbel, Pflanzen und Mitarbeitern wird das positive Qi durch die Räume gelenkt und soll so allen Lebewesen zugute kommen. Spüren tut das letzten Endes niemand, nur der Feng-Shui-Berater, und der auch nur, weil er gerade 1.000€ für dreißig Minuten Feng-Shui-Analyse bekommen hat. Vierzig, wenn die Möbelstücke schwer zu verrücken waren.

Da Feng Shui an sich keine Wissenschaft nach westlichen Standards ist, sondern eine spirituelle Ausrichtung nach den fernöstlichen, ist es einem Feng-Shui-Berater schwer nachzuweisen, dass er manchmal kompletten Stuss labert. Nicht nur Skeptiker tun sich damit schwer, Feng Shui zu widerlegen, auch Feng-Shui-Berater selbst gehen mitunter aufeinander los, weil der eine dem anderen vorwirft, falsch beraten zu haben. Während Feng-Shui-Berater A glaubt, mit der neuen Zimmerpflanze fließt das Qi wieder ordentlich, behauptet Feng-Shui-Berater B, dass gerade die Pflanze Schuld ist, dass die Firma just Konkurs angemeldet hat und eigentlich gar kein Geld mehr für zwei unterschiedliche Feng-Shui-Berater aufbringen kann - geschweige denn für einen einzigen. Feng-Shui-Berater C hätte eigentlich auch eine Meinung (ein Kaktus statt einer kleinen Palme wäre laut ihm vermutlich die bessere Wahl), aber da er sich vor drei Monaten aus Versehen seinen Zen-Garten verharkt hat, muss er ihn erst einmal neu justieren.

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1. Platz beim 38. Stupid Contest

Feng Shui ist ein Gewinner des 38. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Lightening Evolve den goldenen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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