Etwas auf dem Kasten haben

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Wer sowas baut, muss etwas auf dem Kasten haben.

Die weder gute noch schlechte Wendung der deutschen Sprache "ganz schön was auf dem Kasten haben" entsprang einem erstaunlich einleuchtenden Zusammenhang aus einer Zeit, als es noch keine Leuchten gab. Heute wird sie oft ohne Berücksichtigung dieser Erklärung verwendet und verliert somit gleichsam immer mehr an sprachhistorischer Relevanz. Die Darlegung der menschlichen Gewohnheiten, die diese Redensart haben entstehen lassen, soll also neben der notwendig gewordenen Aufklärung der Weltöffentlichkeit auch dem allgemeinen Aufruf dienen, sie nicht mehr zu verwenden, ohne ihres Ursprunges zu gedenken. Eine Phrase hat schließlich auch Gefühle.

Ursprung[Bearbeiten]

Im einen Land vor unserer Zeit und zumal zu einer Zeit, in der es noch keine Möbel aus Pressholz gab, deren Einzelteile man mit zerbrechlichen Holzstiften und viel Hoffnung verbindet, lebten die Menschen bekannter Weise in einfachen Behausungen und außer ein paar Stoffen und Fellen zur Bedeckung des Bodens gab es in diesen Räumen fast nichts. Eines jedoch gab es, einen Kasten. In diesem Kasten, der im Übrigen zumeist aus einfachen Holzbrettern gefertigt und je nach ökonomischer Lage des Hauses mit einem kleinen, mittleren oder kleinen, oder eben großen, Schloss ausgestattet war, bewahrte der Familienvorstand sämtliche im Laufe der Existenz des Haushaltes angesammelte Habgüter auf.

So befand sich in einem solchen Familienkasten etwa das Besteck, die guten Festtagshemden, das zuverlässige Werkzeug der Männer, das Waschsalz der Frauen, vielleicht ein Bronzering des Großvaters, unter Umständen ein Dolch, mit dem schon ein Bär bezwungen wurde, wenn die Besitzer dieses Kastens schreiben konnten, gerne auch Annualien, Tagebücher, Beschreibungen von komplizierten Arbeitsabläufen eines bestimmten Handwerks, das alle Generationen der Familie schon ausgeführt hatten, Kochrezepte, eventuell Enzyklopädien oder ihre weniger nutzvollen sachlichen Pendents... all Erdenkliches eben, was in seiner Summe den kompletten Besitz des Hause darstellte, materieller, finanzieller Natur und vor allem auch das Wissen und mentale Fertigkeiten repräsentierte.

Geometrische Grenzen sind jedoch auch einem solchen Kasten gesetzt. Nun gab es Familien, die wirklich viel Wissen und Fertigkeiten sowie Werkzeuge und Schmuck angesammelt hatten. Es kam der Tag, an dem der Vater des Hauses etwa mit einem prächtigen Hirschschädel von der Jagd zurückkam, der einfach nicht mehr in den Kasten passen wollte. Oder aber, ein befreundeter Theologe hatte ihm eine handgeschriebene Bibel vermacht, die keinen Platz mehr fand, genauso wenig, wie die Schriftrolle, die die Hausfrau zur herausragensten Köchin (ihrer Körpergröße wegen) des Landkreises kürte, oder die Adlerfeder, die der älteste Sohn als Preis im Algebrawettbewerb gewonnen hatte und von nun an aufgrund der eleganten Linie zum Schreiben der wichtigste Briefe des Hause benutze. So sammelten sich also Dinge an, die nicht mehr in den Kasten gelegt wurden, sondern oben auf.

In der Gemeinde sagte man sich über die Mitglieder solcher Familien also, "Der hat ganz schön was auf dem Kasten" Nur die, die die meisten Güter, ob nun geistiger oder materieller Natur, ihr Eigen nannten, hatten nicht nur etwas im sondern auch etwas auf dem Kasten.

So sagte man sich also von den Besten der Gegend...

Abgrenzung[Bearbeiten]

Die Erklärung für "ganz schön einen im Kasten haben" steht auf einem anderen Blatt Papier. Man weiß nicht, wer sie darauf abgestellt hat, bisher hat es aber auch noch keine Anstrengungen gegeben, sie entweder woanders hinzustellen oder aber - was bei jeglichen Problemen wesentlich empfehlenswerter, weil nachhaltiger, ist - die Ursache für diese Positionierung zu ermitteln.

Belege[Bearbeiten]

Auf Grund biologischer Zusammenhänge, die hier den Rahmen sprengen würden, gibt es keine hinreichend kommunikativen Zeitzeugen, die die hier dargelegten Tatsachen bestätigen könnten. Wenn es sie noch gäbe, täten sie das jedoch.