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Emanzipation des Mannes

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Der emanzipierte Mann in der Kunst.

Die Emanzipation (lat. emancipare + mancipium:. einen Sklaven aus der Abhängigkeit entlassen) des Mannes im 3. Jahrtausend ist das notwendige und folgerichtige Resultat der Emanzipation der Frau.

Entwicklung

Junge Männer sammeln sich in Hauptschulen! Warum tun sie das? Sind es etwa Päderasten? Schwappt da ein klerikaler Skandal ins Souterrain des maroden Bildungsgebäudes? Nein. Klaus Hurrelmann, das noch beinahe namenlose Pendant zu Alice Schwarzer, Soziologe, Pädagoge und Forscher für alles Mögliche hat das Verhalten von Jungen in der Schule erforscht und heraus empiriert, dass der deutsche Hauptschulabsolvent mit Migrationshintergund meist männlich ist. Im kuschligen Wohlfühlmilieu des verhuschten weiblichen Lehrkörpers hat der Hauptschüler einige Klassen gleich mehrfach besucht und ist bei der Übergabe seines Abschlusszeugnisses ein erwachsener Mann – und Bildungsverlierer, so der allgemeine Tenor im Lager der Männerforscher. Denn dem Manne, und ist er auch erst sechs Jahre alt, muss es gewährt sein, sich wie ein echter Mann zu betragen. Und da hilft es gar nichts, Klischees aus politischer Korrektheit umgehen zu wollen. So oder so ähnlich brachte es Klaus Hurrelmann beim Männerkongress im Februar 2010 auf den Punkt. Und der Mann hat Recht. Männer sind was auch immer, aber vor allem sind sie völlig anders als Frauen!

Der emanzipierte Mann – So sieht er aus.

Mann vs. Klischee

Von Hurrelmann und Kollegen unbemerkt spielt sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung ab: Klischee und Emanzipation sind im 21. Jahrhundert kein Widerspruch mehr – nicht für die Frau und erst recht nicht für den emanzipierten Mann. Hat sich die Frau vom Mann emanzipiert – emanzipiert der Mann sich jetzt von der Frau.

Selbstbestimmtes Pinkeln des emanzipierten Mannes.

Der emanzipierte Mann Mitte 30

Natürlich gibt es da einige, die tradierten Rollenbildern anhängen. Sie haben geheiratet, Familie gegründet, lassen sich von ihrer Hausfrau den Rücken freihalten und die Brut pflegen. Aber sehr viele meistern ihr Leben völlig unabhängig und genießen ihre Freiheit als entlassene Sklaven täglich. Keineswegs handelt es sich dabei nur um Scheidungsbankrotteure.

Ernährung und Sozialverhalten

Sowohl beim Frühstück – vom Vorabend etwas kalte Pizza und das verbliebene Dosenbier – als auch auf der Toilette kann ein emanzipierter Mann, so lange er will, die Zeitung lesen und sie anschließend einfach irgendwo fallen lassen. Niemand nörgelt über die nicht herunter geklappte Klobrille, nötigt ihm ein Gespräch auf oder will ihn verdonnern, den Müll raus zu tragen. Der ungebundene Mann erledigt seine Hausarbeit selbstbestimmt. Die Wäsche macht Mutti und kommt auch 2 Mal im Jahr zum Putzen. Bügeln und kochen kann der Mann von heute schon selbst. Muss er aber gar nicht, denn er trägt vorwiegend T-Shirts und lässt das Essen frei Haus kommen. Niemand macht ihm Vorschriften, wie er sich zu kleiden hat, oder dass er endlich die Snoopy-Boxershorts von 1992 wegwerfen soll. Wenn überhaupt, dann gibt er seinen Lieblingsjogginganzug selbst in die Altkleidersammlung. Vorträge über gesunde Lebensführung sowie Rauchverbot und Diätkost bleiben ihm erspart. Er muss sich keine Mitesser entfernen lassen und wird auch nicht zu Arztbesuchen genötigt. Kosmetische Interventionen wie das Entfernen von Nasenhaar bleiben auf ein Mindestmaß beschränkt.

Das isst er.

Soziale Interaktionen

Der emanzipierte Mann muss keine geschmacklosen Geschenke für irgendeine gierige und undankbare Bagage besorgen, die ihm auf die Nerven und am Gesäß vorbei geht. Er genießt die Freiheit, nicht einmal seinen besten Freund beschenken zu müssen! Es sei denn, er kauft mal eine neue Unterhose für das kleine Fritzchen. Der Mann unterscheidet sich in Vielem grundsätzlich von der Frau. Er mags praktisch, ohne Schnickschnack aber auch natürlich, spontan und lässig. So lässt er im Wohnzimmer gern mal einen fahren, ganz ungeniert, so einen kleinen fiesen Flitzer aus seiner Modell-Ferrari-Sammlung, und trägt dabei seine Schumi-Gedächtnis-Kappe. Die macht so ein dominantes Kinn.

So lebt er.

Das Habitat

Natürlich gestaltet der Mann von heute seine Wohnung ganz nach seinem originär männlichen Geschmack. Die Einrichtung des Wohnzimmers besteht im Wesentlichen aus Computer, Dolby-Surround-System, 100Hz-HD-Flachbildfernsehgerät mit mindestens 110 cm Bildschirmdiagonale sowie Pay-TV-Abo und natürlich Sitzmöbeln. Seinen Medienkonsum gestaltet der moderne Mann eigenverantwortlich und flexibel. Wer würde ihn auch hindern wollen, bis morgens um vier Eishockey zu gucken oder mal wieder alle Mario Barth DVDs hintereinander anzusehen?
Klaus Hurrelmann kommentiert die medial-technische männliche Kernkompetenz allerdings etwas despektierlich als »enorme Schlagseite«. Gut möglich, dass er da etwas verwechselt. Überdies verkennt der Männerforscher den erheblichen Zugewinn an Lebensqualität, der dem Manne schon allein dadurch erwächst, dass er die obligatorischen Feiertage gemütlich im Kreise seiner Heimelektronik verbringen kann. Sein domestizierter Geschlechtsgenosse hingegen muss sich bei seichter Tischkonversation im Kreise der buckligen Verwandtschaft von Schwiegermutti abfüttern lassen und sich zum Beweis seines kulturellen Entwicklungsstandes zum Stoffserviettenkasper machen. Früher, als der Mann noch ein Mann war, und es noch um Leben und Tod ging, da hätten sich solche Mätzchen raus gemendelt.
Das Schlafzimmer hält der neue Mann spartanisch. Hauptsache, er hat immer eine handbreit Spannbettlaken unterm Kiel. Der Ordnungswille des emanzipierten Mannes materialisiert sich im Konzept des Haufens. Nicht nur der Berg Schmutzwäsche beherrscht die Kunst der Tarnung. Fast wie ein wandelndes Blatt oder eine Stabheuschrecke verschmelzen CD-Stapel, Kabelsalat oder Pizzaschachteln nach einigen Tagen, fürs Auge des Jägers unsichtbar, mit ihrer Umgebung und bieten putzigen Staubmäusen einen behaglichen Tummelplatz. Der moderne Mann ist nämlich überaus tierlieb. Was jeder Frau ein Gräuel wäre, ist dem Mann des 21. Jahrhunderts ein artgerechtes Habitat. Hier ist er Mann, hier darf er's sein. Gern behält er in seiner angestammten Umgebung die Socken auch im Bett an. Das liegt dem Mann nämlich in den Genen. Bereits in der Steinzeit musste er schnell einsatzbereit sein und schlief vermutlich schon in der Höhle mit seinen mammutledernen Füßlingen. Ja, zugegeben, das könnte auch am Fußschweiß gelegen haben. Details dieser Art sind nicht überliefert.

Der emanzipierte Mann ist nicht mehr Sklave seiner Triebe.

Genetik

Dennoch ist der Mann längst kein tumber von Genen und Trieben gesteuerter Neandertaler mehr. Hin und wieder hat er gern eine Frau um sich. Er bevorzugt unabhängige und selbstständige Frauen und sieht es gern, wenn sie selbstständig mal bei ihm durchwischt und zu gegebener Zeit – postkoital – unabhängig wieder zu sich nach Hause findet.
Sogar die urweibliche Fähigkeit zum Multitasking hat er sich erobert. Genauso wie die Mutti, die gleichzeitig das Essen umrührt, telefoniert und die Waschmaschine laufen hat, kann der Mann auf dem Sofa sitzen, Fußball gucken und sich gleichzeitig im Schritt rumspielen!

Thema Nummer 1

Womit wir beim Thema Nummer 1 wären: Der emanzipierte Mann hat sich endlich vom Joch der ständigen Kopulationsbereitschaft befreit. Diese noch gewaltigere sexuelle Umwälzung als die Anti-Baby-Pille spielt sich fast im Verborgenen ab und hinterlässt die Frauenwelt ratlos! »Coito ergo sum -- ich figge, also bin ich« hat als Leitsatz für männliche Identität ausgedient. Wozu sollte der Mann in Zeiten von Internet und Youporn.com auch ständig eine Frau im Haus haben, deren heutzutage überzogenen Ansprüchen kein normaler Mann mehr genügen kann? Der Mann von heute denkt nur an Eines: Klicken. Da der moderne Mann nicht mehr muss, ist es auch egal, ob er kann. Er hat sich von sexuellem Leistungsdruck und Versagensängsten befreit. Und hier legt Hurrelmann den Finger in die Fleischwunde: Den wenigen richtigen – sprich nicht emanzipierten – Frauen gehen die letzten richtigen Männer aus! Wer aber soll das deutsche Volk vor dem Aussterben bewahren, wenn beide emanzipiert und unabhängig sind, aufeinander problemlos verzichten können? Bleibt doch dabei das untergründige Spannungsverhältnis der Geschlechter auf der Strecke.
»Frauen«, so Hurrelmann, »brauchen einen Partner, der verlässlich ist«.

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