Drecksack

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In einer Welt voller Dreckssäcke einer der größten. (Darf man ihm aber nicht sagen, sonst wird er sauer!)

Der Begriff Drecksack ist eine Symbiose aus den Worten Dreck und Sack und bezeichnet oft eine betrügerische Person oder einen Sack voll Dreck

Ausprägungsvarianten des Drecksacks beim Sprachgebrauch als Etikettierungsbegriff für Mitmenschen[Bearbeiten]

Betrügerischer Drecksack[Bearbeiten]

Der betrügerische Drecksack ist eine Person, die nicht fair mit ihren Menschen umgeht. Sie denkt nur an materiellen Besitz und versucht, diesen möglichst schnell zu vergrößern. Hierbei kann es eine ganze Reihe von Untertypen mit spezieller Profilierung geben, die alle mehr oder weniger betrügerisch sind und sich teilweise auch auf verschiedenste zweifelhafte Legitimationen stützen können.

Fauler Drecksack[Bearbeiten]

Der faule Drecksack ist eine Person, die nur an niederen Motiven und Bequemlichkeit orientiert ist und für die die Mitmenschen nur zum Arschkriechen oder Arschlecken ausgenutzt werden, wobei für miese Behandlung aus verschiedenen Gründen das Unrechtsempfinden stark eingeschränkt oder überhaupt nicht vorhanden sein kann.

Widerlicher Drecksack[Bearbeiten]

Der widerliche Drecksack ist eine Person, die aufgrund ihrer Ekelhaftigkeit für jeden mit gesundem Menschenverstand als abstoßend empfunden wird und mit der sich oft zum Nachteil aller oder einer großen zur Passivität verurteilten Mehrheit keiner anzulegen wagt. Das Gefangensein unter seinen Vormachtstellungen oder Funktionsträgerschaften wie auch seiner Skrupellosigkeit ist meist nur schwer und oft mit fehlenden realistischen Aussichten zu entkommen. Er ist sozusagen ein allgemeines Laster, das man gerne loswerden würde, wo einem aber aufgrund der allgemeinen Umstände die Hände gebunden sind und längeres Verweilen fortdauernden Ärger verspricht.

Perverser Drecksack[Bearbeiten]

Er versucht, daraus Gewinn zu schöpfen, dass er alles verkehrt macht oder andere zu verschiedensten verrückten Dingen verführt, um etwa eigennützige Verwirrung zu stiften und die Mitmenschen für sich einzuspinnen.

Repressiver Drecksack[Bearbeiten]

Er scheut sich auch vor üblen Mitteln oder gehässigen Spitzfindigkeiten nur wenig, wenn es darum geht, andere möglichst gefügig zu machen oder sich aus dem Weg zu halten.

Durchtriebener Drecksack[Bearbeiten]

Er ist nicht vertrauenswürdig und versucht sein Glück vorzugsweise durch Forcierung des Scheiterns der ihm in den Schoß gelegten verantwortungsvollen Projekte und spielt gerne das von allem reingewaschene Unschuldslamm.

Windiger Drecksack[Bearbeiten]

Er hat immer für alles eine Ausrede oder wichtigeres zu tun und verfolgt letztlich nur niedere Eigeninteressen.

Arroganter Drecksack[Bearbeiten]

Er macht nur die Drecksaufgaben oder auch Kindermädchen der besseren Leute, während die Interessen der nicht kurzgeschlossenen Allgemeinheit und besonders die Angelegenheiten schwächerer Zeitgenossen ihm am Arsch vorbei gehen.

Nutzloser Drecksack[Bearbeiten]

Hier handelt es sich um den, der zwar auch durchgefüttert werden muss, obwohl von ihm eigentlich nur schädliches oder störendes zu erwarten ist.

Kompromittierter Drecksack[Bearbeiten]

Er muss immer allen anderen gleich oder nach einem allgemeinem Standard oder sonstigen Vorschriften behandelt werden und versteckt sich gerne hinter scheinheiliger Routinegeschäftigkeit, obwohl absehbar ist, dass er sich als Niete erweisen wird oder gar als gefahrenreicher Sondermüll oder Trojaner.

Notgeiler Drecksack[Bearbeiten]

Der notgeile Drecksack als Sinnbild für zügellose Penetranz oder auch nur als Sündenbock nutzt angeblich absolut jede Gelegenheit aus, seine sexuelle Begierde zu befriedigen. Dabei sei ihm kein Mittel zu absurd, seine gemeinschaftsfeindlichen Neigungen auszuleben. Berufliche Machtstellungen werden hierfür oder besonders zur Bekräftigung dieser Anschuldigungen ausgenutzt und so wird sexuelle Belästigung geschickt getarnt oder verdeckt oder dessen Ächtungshysterie intensiv verstärkt. Dieses karikaturhafte Klischee oder Horrorszenario mit Neigung zu viel Schaumschlägerei oder Einhüllung mit Nonsens ist vor allem unter dem Gesichtspunkt von Mobbing oder Pöbelei zu sehen, wo einem gerne Verfehlungen angelastet werden und Nötigungen unterstellt werden, oft um die eigenen Mängel demonstrativ und autorisierungswirksam abzustreiten und auf andere dafür gut geeignete Opfer abzuwälzen.

Beispiel: "Ich muss dir grad' mal an den Arsch fassen um zu schauen, ob deine Muskeln beim Bremsen auch genug angespannt werden."

Drecksack als zwielichtige Auszeichnung oder verhöhnendes Schimpfwort[Bearbeiten]

Den Ehrentitel "Drecksack", den sogenannten Drecksack h.c. kann man sich nur durch herausragende Leistungen in der persönlichen Auseinandersetzung verdienen. Ein Beispiel aus dem Sport: Wenn ein Stürmer bei einer 100-prozentigen Torchance in allerletzter Sekunde von einem gegnerischen Abwehrspieler durch ein unerwartetes Tackling von hinten oder dreckiges Foul doch noch am sicheren Torerfolg gehindert wird, nur dann wird sich dieser Stürmer vielleicht zu einem anerkennenden "Drecksack!" hinreißen lassen.

Trampiger Drecksack[Bearbeiten]

Er gibt sich nach außen hin als messianistisch und immer die bessere Seite vertretend, um alles in Grund und Boden zu treten, was nicht schon narrengerecht kleinrationiert, eingeebnet, durchgeknallt oder kurzgeschlossen ist.

Krämerischer Drecksack[Bearbeiten]

Er befasst sich übermäßig mit abgenutztem, verfallenem oder balastreichem oder klammert sich gar daran bis hin zur exklusiven Verehrung von eigentlich längst gescheitertem, um sich nicht an den Anforderungen der Zeit oder allgemeinen Maßstäben messen lassen zu müssen oder für Defizite und Versagen in der Entwicklung zur Rechenschaft gezogen werden zu können.

Leidiger Drecksack[Bearbeiten]

Er scheint geradezu alles menschliche Leid zu verkörpern und steht als Sinnbild für gehäuftes Elend ohne Aussicht auf Erlösung.

Verrohter Drecksack[Bearbeiten]

Bei ihm dreht sich alles nur um simplifizierte existenzielle Ressourcen, während alles andere zum Überfahren abdirigiert wird und alle gewöhnlichen Korrekturansätze mit maschineller Trotzkultur abserviert werden.

Exklusiver Drecksack[Bearbeiten]

Bei ihm geht alles nur über Gefälligkeiten und Sondervereinbarungen, die den allgemeinen Notständen und ausgewogenen Gesamtlösungen vorgehen. Die Nachteile und Fehlerfolgenkompensation werden gewohnheitsmäßig nicht exklusivistisch begünstigten Gesellschaftsmassenrepräsentanten auferlegt.

Asozialer Drecksack[Bearbeiten]

Er lässt sich gerne nur treiben und anderen zur Last fallen, ohne sich selbst um konstruktive Dinge zu bemühen. Er geht ganz in seiner Rolle auf, als nutzloser Ballast nur andere zu verdrängen und für schänderische Konzessionen reich entlohnt zu werden.

Weitere Drecksacktypen[Bearbeiten]

Wie schwierig es ist, hier eine allgemeingültige oder gar umfassende Beschreibung zu erstellen, zeigen die teilweise schwer veranschaulichbaren zahlreichen weiteren Ausprägungen und Profilierungsleitbegriffe wie:

parasitär, aufsässig, kurzangebunden, paranoid, reaktionär, idiotisch, alt, fies, autoritär, störrig, antisozial, ordinär, gefräßig, befangen, ausgestochen, abstößig, pirateristisch, sklavisch, hündisch, sexistisch, satanistisch, aufgeputscht, ausgeschämt, paternalistisch, aufrührerisch, bettlerisch, banditisch, enthemmt, entknackst, entwachsen, widerspenstig, vorrangigkeitenbesessen, verräterisch, spießig, erratistisch, zersetzerisch, vorfühlend, revisionistisch, zerfilzend, ruinierungshelfend, bankröttlerisch, hofnärrisch, hurenhaft, lebenshungrig, energieüberladen, tatendrangvoll, zeckenschwarmhaft, räuberisch, manipulativ, reservativ, substanzentwenderisch, beschwindlerisch, intrigant, besitzerleichternd, vandalistisch, resolutifiskativ, reportioversiv, distanziert, versumpft, doktrinär, zerstreut, herumfauchend, glattgebügelt, abgefotzt, privilegialisiert, restriktivimatiert, legismatipuliert, korporatinamipolistisch, destruktivistisch, opportunispiristisch, bahndurchkreuzungstriebsam, vorspielerisch, inszenatorisch, begeiferungswütig, überludert, abknöpflerisch, renitent, abrieglerisch, ausstecherisch, funktionalitätszerdreherisch, verderberisch.

Der Drecksack im Alltag[Bearbeiten]

Mit geschultem Blick wird uns schnell bewusst, wie viele Drecksäcke auf der Welt herumlaufen, doch sollte man auch diejenigen darüber informieren, die es vielleicht noch nicht so schnell erkannt haben.

Bewährt haben sich standardisierte Sprüche wie:

  • "Dau ollen Dräcksack".
  • "Wat für en Dräcksack".

Beim Börkelrigen Dräcksack sind folgende Aussprüche gute Signale:

  • "Oh de börkel (de) dräcksack" (Anmerkung: Das 2. de ist obligatorisch und bezeichnet das französische von, sprich Börkel von Dräcksack).
  • "Dau Börkel".