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Diverses:Wort zum Sonntag/KW 45 2017

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Nach einem Gang durch den Spielwarenladen.

Wer kennt es nicht? Zwei Teams spielen gegeneinander Spiele von Hasbro, MB und Ravensburg und anschließend darf die Mannschaft mit den meisten Punkten durch einen Toys'R'Us rasen und so viel mitnehmen, wie ihre kleinen Patschehändchen tragen können: Der Super Toy Club läuft wieder auf Super RTL. Gut, Toys'R'Us ist mittlerweile insolvent, aber leisten tut sich die Firma den Super Toy Race immer noch. Glaube ich. Oder die haben den Namen jetzt aus der Sendung gestrichen. Na ja, teilnehmen kann man immer noch bei der Website von TOGGO. Ob sie wohl Tankstellenelektriker und Lehrer teilnehmen lassen? Der Radiosender hr3 hat momentan eine Aktion, in der sie Erwachsenen Lebensträume erfüllen. Wäre ja vielleicht mal was...
Damit haben wir aber auch die Dosis gute Nachrichten, die uns diese Woche aushalten lässt. Ansonsten guckt euch einfach das süße Bild rechts an.


Nix Helau, jetzt ist Weihnachten![Bearbeiten]

Wakawakawakawaka

Gestern war der 11.11. und die Karnevals...nein halt...Faschings...nein, auch nicht...Fassenachtszeit...ach, dieses dämliche Feiern hat wieder begonnen. Doch was ist schon seit September, wenn man mal in die Warenregale des christlichen Abendlandes schaut? Weihnachtszeit!
Damit einher geht die alljährliche leidige Diskussion um den Untergang des Abendlandes. Wintermarkt, Sonne-Mond-Sterne-Fest und allem voran der Zipfelmann.
Der Zipfelmann – Wer ist das? Der Zipfelmann ist das bartneutrale Schokoladenmännchen, welches bei Penny verkauft wird und dort aus Sicht besorgter Bürger (die so besorgt sind, dass sie keine anderen Sorgen haben) im Zuge der Islamisierung den Weihnachtsmann ersetzt. Und wie der ersetzt wird! Potz Blitz Wetterschelm! Der heilige, urchristlich-abendländische Weihnachtsmann wird dermaßen ersetzt, dass er gleich im Regal daneben steht. Aber sieht man die Welt rein durch die Brille der Empörung, fällt so ein Detail ja bisweilen völlig aus dem Rahmen. Oder Regal halt.
Man kann sich jetzt fragen, an welchem Punkt der Weltgeschichte es Aussagekraft bekam, wie ein Schokoladentorso in bunter Verpackung sich nennt oder ob ich meinen fünf Liter-Humpen Glühwein jetzt auf dem Weihnachtsmarkt oder Wintermarkt oder in der Dezemberabschusshalle runterwürge? Und überhaupt ob Glühwein jetzt Leitkultur oder ein Alkoholproblem ist.
Aber in dieser ganzen leidigen Diskussion, was es für das Abendland bedeutet, wenn der Weihnachtsmann abgesägt wird, ist vor allem eine Frage zu klären: Wo und wann zum Henker ist der Weihnachtsmann eigentlich ein Aushängeschild des christlichen Abendlandes geworden? Ist Santa Claus der Brausebäuchige etwa bibelfest?
Klar jeder kennt die bekannte Geschichte aus dem Lukas-Evangelium, in der Jesus und der Weihnachtsmann gemeinsam mit zwei Flaschen Cola und einer kreuzförmigen Zuckerstange bewaffnet den Minotauros besiegten und nach der anschließenden Siegesfeier auf Kreta betrunken den Schlitten in den Koloss von Rhodos setzten. Nicht? Oder war das ganze nicht doch etwas anders? War es nicht so, dass der Weihnachtsmann als Werbefigur von Coca Cola erfunden wurde? Eine religionsneutrale Figur, die unabhängig ihrer Religion ALLE Kinder an Weihnachten beschenkt. Schnittpunkte zwischen dem Rentierztüchter vom Nordpol mit der kirchlichen Weihnachtsgeschichte? Nada. In der Weihnachtsgeschichte kamen die Geschenke von Gestalten, die von heutigen Besorgtbürgern nicht mal ins Land gelassen werden würden.
Aber dennoch – Über die Jahre wurde der Opa mit dem Rentierschlitten und dem gespaltenen Verhältnis zu Einbruchsdelikten mehr und mehr die zentrale Figur im weihnachtlichen Kommerzirrsinn und als Symbolfigur des Festes an sich - Und wer verlor an Bedeutung? Richtig, das Christkind. Wenn es diesen Schreihälsen um die Hach-so-christliche Bedeutung dieses Festes geht, dann ist es der Weihnachtsmann, der die religiösen, abendländischen Bezüge aus dem Kontext heraus nimmt. Und nicht der Zipfelmann oder was weiß ich was da irgendwo verkauft wird.

Also, liebe besorgte Diabetiker des Abendlandes: Ihr fühlt euch in eurem Glauben von einem Limonadenmaskottchen mit Spielzeugfabrik bestätigt, aber von einem grinsenden Typen in Gartenzwergoptik nicht? Warum eigentlich nicht? Ich dachte, nichts würde die deutsche Kultur besser repräsentieren als ein besoffener Gartenzwerg.

Alle außer Trump[Bearbeiten]

Sogar sie kümmern sich mehr um das Klima als die USA: Terroristen

Was sich aber alle wünschen, sind sicherlich weiße Weihnachten - ob nun der geneigte Gießener, der Hochsauerländer in Meschede oder der Ostfriese in Aurich. Dumm aber, wenn das Wetter nicht mitspielt. Und das Klima allgemein auch eher nicht dafür spricht, das Wetter mal zu ändern.
COP 23 ist nicht etwa der 23. Polizist des Landes Nordrhein-Westfalen - das geht alleine deshalb schon nicht, weil die neue Landesregierung dort glaubt, dass eine numerische Kennzeichnung der Polizisten alle generell unter Generalverdacht stellen würde, dass das alles Schlägertypen sind und so weiter und so fort, und generell begehen Polizisten NIE Straftaten - und gemeint ist auch nicht der kolumbianische Peso, dessen Abkürzung das eigentlich ist - 23 COP wären übrigens auch 0,00654635861€ und morgen vermutlich noch weniger - sondern die Conference of the Parties 23, also die 23. Klimakonferenz. Während vorletztes Jahr in Paris der Durchbruch gelang und ein Abkommen unterschrieben werden konnte, ist nun, zwei Jahre später, ein Land Gastgeber, das direkt vom Klimawandel betroffen ist. Leider, leider kann Fidschi die Konferenz nicht selber ausrichten, da die Insel sonst durch das Gewicht der ganzen Delegierten schon vor 2040 abgesoffen wäre.
Fidschi geht also nicht, was geht dann noch? Ach ja, Bonn! Liegt ja voll am nächsten. Sowohl von der Infrastruktur her (der Rhein hat ebenfalls Wasser, wie der Pazifische Ozean!) als auch von der geografischen Lage total ähnlich (man muss die Uhr von Fidschi nach Bonn nur eine Stunde zurückdrehen! Also, wenn man so eine 12-Stunden-Uhr hat)! Also alle nach Bonn, um über das Klima zu beraten.
Natürlich werden sich jetzt einige denken "Pah, Klimakonferenz. Das Klima wird nicht durch Menschen verändert", aber das genauer auszuführen würde in diesem Post doch etwas zu weit führen. Stattdessen nehmen wir einfach mal an:

DOCH.

Damit ist es auch ziemlich unverständlich, warum Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen möchte. Er behauptet, mit dem Klimaabkommen wollen alle anderen Staaten den USA schaden. Durch diese blöden Auflagen kommt die Wirtschaft gar nicht voran! Das Festhalten an Kohle sichert bestimmt Arbeitsplätze, denn Kohle kann bekanntlich immer abgebaut werden. Hurricanes und Tornados kommen nur so häufig vor, weil Gott Schuld ist. Und generell ist es gerade arschkalt. In Winterberg schneit es gerade. SCHNEE!
Damit sind die USA seit dieser Woche auch das einzige Land der Welt, das nicht bei dem ganzen Klimaschützerkram drin ist, niemals Fidschi besuchen möchte und den Bär von Coca Cola am liebsten tot sehen will. Sogar Syrien ist diese Woche als letztes Land der Welt beigetreten. Syrien, vom Bürgerkrieg zerfressen, den IS noch bei sich im Land habend, aber Klimawandel? Da wollen sie auch noch kämpfen. Allgemein scheint sich eine Klimakonferenz im Mittleren Osten so abzuspielen: "Hey Israel! Ich hasse dich noch mehr als Saudi-Arabien, aber was hältst du vom Klimawandel?" - "Hey Iran! Klimawandel ist echt Abfuck, da müssen wir was machen." - "Hey, Palästina hier, können wir mitmachen?" - "Klar." Boom! Alle Konflikte im Nahen Osten gelöst.
Aber auch in Deutschland nimmt man es mit Klimazielen anscheinend nicht ganz so genau. Die neue Jamaika-Koalition möchte vermutlich wohl als Kompromiss Windräder anzünden, Solaranlagen selbst fahren lassen und Kohlekraftwerke voll digitalisieren. Das kann ja heiter werden.

Paradiesische Verhältnisse[Bearbeiten]

Ein Geld, zwei Geld, viel Geld

Als wir Admins der Stupidedia von den Paradise Papers gelesen haben, ist uns glatt das Monokel ins Brandyglas gefallen. Empört riefen wir den Butler aus der Gartenvilla, wo er gerade unsere Zweitbentleys mit Babyelefantentränen wusch, ins Herrenhaus zurück und verlangten von ihm eine Erklärung. Wie um alles in der Welt kann es sein, dass Unmengen andere Milliardäre und lächerliche Millionäre auf der ganzen Welt legale Steuerschlupflöcher nutzen und wir Vollidioten noch brav an den Staat zahlen und einen derart schäbigen Lebensstil ertragen müssen, anstatt so auf die Kacke zu hauen, wie unsere Einnahmen es zulassen?
Also wirklich! Bisher dachten wir, die Paradise Papers wären das Erste Buch Mose. Nur halt in englischer Übersetzung. Aber nein – Die Paradise Papers sind nicht weniger als 13,4 Millionen Dokumente der Anwaltskanzlei Appleby und des kleineren Treuhandunternehmens Asiaciti Trust, die Anfang der Woche durch Journalisten des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) öffentlich gemacht wurden. Die Unterlagen stellen in tausenden Fällen dar, wie Steuervermeidung und Steuerhinterziehung von einigen der weltweit größten multinationalen Konzernen und Milliardären mittels Verschleierung, Splittung und Geldwäsche betrieben wurde. Dazu wurden Briefkastengesellschaften gegründet und Steueroasen genutzt.
Okay, reiche Menschen, die den Hals nicht voll bekommen und auf allen möglichen Wegen versuchen, jeden möglichen Cent zu sparen und am Fiskus vorbeizubringen. Gähn. Wer bis 100 zählen kann, kann sich auch denken, dass diese Leute sowas machen. Überraschend war nur, wer eigentlich alles mit von der Partie ist, wenn es um Steuerersparnisse im großen Stil geht.
Natürlich sind die üblichen Verdächtigen dabei; dass es für Apple und Facebook nicht hip genug ist, seine Steuern zu zahlen, war allen klar. Dass sich Bayer und die Deutsche Bank irgendwie an allem beteiligen, was moralisch schwer vermittelbar ist – Geschenkt. Auch dass die Queen ihre Kronjuwelen übers gesamte Commonwealth und darüber hinaus verteilt und Gerhard Schröder, der alte Vorzeige-Sozialdemokrat eigentlich alles für das schnelle Geld tut lockt jetzt keinen hinter dem Ofen hervor. Die Finanzminister mehrerer Staaten? Irgendwie logisch. Aber Lewis Hamilton? Wirklich? Das war überraschend. Wir dachten jahrelang, der frisch gebackene Vierfachweltmeister im „Mercedes um den Rundkurs-fahren“ wäre außerhalb seines Cockpits zu blöd, um vor einen Bus zu laufen und wäre ausschließlich damit beschäftigt, mit möglichst dämlichen Frisuren und möglichst vielen Goldketten auf diversen Partyfotos für Instagram zu posieren. Offenbar nicht. Respekt!
Enttäuscht hat uns aber vor allem einer: Bono Vox. Der alljährliche Friedensnobelpreisträger der Hetzen. Die weltweit höchste moralische Instanz, gleich nach Jesus und Christian Streich. Der Mann, der seit Jahrzehnten den Konsumwahn der Welt anprangert, einen Schuldenerlass für die gesamte Dritte Welt fordert und eigentlich überall seine Nase in eine Kamera hält, wenn es irgendwas sozialkritisches zu erzählen gibt. Ausgerechnet Bono versteckt sein Geld in Steuerschlupflöchern, anstatt damit die Schulden der Dritten Welt zu bezahlen? Das ist ja, als würde Al Gore täglich mit seinem Dieselfahrzeug in den Regenwald fahren, um dort seine Rinderfarm zu besichtigen.
Aber nun gut. Es ist ja alles legal. Zumindest rechtlich. Und jetzt haben wir zumindest etwas zu lachen, wenn wir das nächste Mal Bono gemeinsam mit Bob Geldorf den beliebten Song You Never Give Me Your Money singen hören. Oder wenn wir daran zurückdenken, dass ausgerechnet er das Vorwort zu Jeffrey Sachs's Buch „Das Ende der Armut“ schrieb. Aber jetzt müssen wir schnell das Thema wechseln. Wir hören gerade einen Zornesschrei aus München. Uli Hoeneß hat jetzt auch gelesen, wie man Steuern spart, ohne eingebuchtet zu werden. Besser spät als nie.
Die neue Koalition, die bald ja vermutlich anstehen soll, wird sich da mit Gesetzesänderungen, die das verhindern könnten, vermutlich nicht gerade hervortun. Wie steht es da eigentlich?

Doch lieber Schwampel[Bearbeiten]

Was' das?

Schwarz wie die Union.
Gelb wie die FDP.
Und Grün wie...äh...die Grünen halt.
Damit hat man das fast perfekte Gemisch für soziale Ungerechtigkeit und Umweltschützer, die eigentlich keine mehr sind, weil sie in so einer Konstellation voll unter die Räder kommen. Von Dieselautos. Ohne Katalysator und Filter. Mit einer betrunkenen Käßmann hinterm Steuer. Fehlt eigentlich nur noch die AfD und dann kann man Hartz IV schon direkt streichen.
Statt die Koalition nach einem sonnigen Ort in der Karibik zu benennen könnten wir sie später einfach konsequent Schwampel nennen - eine schwarze Ampel. Da haben wir dann ein Grün für ein Weiter so: Verändert werden muss eigentlich kaum etwas. Okay, abgehakt.
Ein Gelb für ein Na, so geht das aber nicht. Egal, passt schon. Fahren Sie mal weiter. Beim Fußball würde man vielleicht noch einen erhobenen Zeigefinger bekommen, aber das war's dann auch.
Das Schwarz wäre eigentlich rot, macht aber eine ähnliche Politik, wenn da nicht ein komisches blaues Sonderzeichen aus Bayern dabei wäre, das dauernd eine Obergrenze für Leute fordert, die die Ampel überfahren: Die ersten zweihunderttausend dürfen es straffrei, danach wird Trump eingeladen, eine Mauer zu bauen und Klappe zu, Affe tot.
Einig sind sich aber alle, dass die Digitalisierung voran getrieben werden muss: Frei nach dem Motto der FDP, Digitialisierung first, Bedenken second. "Was machen wir in einem theoretischen Szenario, indem ein Hacker mein auf Linux laufendes Thermostat zu hacken beginnt und meine Wohnung in eine Sauna verwandelt?" - "Fuck it, damit kannst du deine Heizung aufdrehen, bevor du nach Hause kommst!" - "Und was ist der Sinn, wenn wir diesen Baum digitalisieren?" - "Keine Ahnung. Digitalisierung first!" - "Aber das ist voll sinnlos!" - "Hate nie wieder den Lindner."
Ebenso einig ist man sich, dass man Familien stärken will. Das ist aber in etwa so ein Lippenbekenntnis wie "Ich will heute schlafen" - man wird es früher oder später machen müssen, weil man danach ansonsten so kaputt ist, dass man eh nichts mehr auf die Kette bekommt, aber wie man schläft - auf dem Sofa sitzend, im Stehen oder beim Planken auf dem Kölner Dom - steht nicht fest. Man könnte natürlich das Ehegattensplitting aufheben und an die Kinder in der Familie koppeln. Aber dann könnten Schwule und Lesben ja auch von der Regelung profitieren und das wollen Konservative ja irgendwie nicht. Wobei das Ehegattensplitting nach der Ehe für Alle auch allen offen steht. Also doch lieber abschaffen. Die Homosexuellen sollten nichts haben, was Heteros auch haben. Sonst verliert das doch die Exklusivität.
"Aber wenn wir das Ehegattensplitting abschaffen...können wir dann nicht auch den Solidarbeitrag abschaffen?", fragt die FDP. Und alle so "Äääähhhh..."

Du musst mindestens so fame sein, um grabschen zu können[Bearbeiten]

Die haben sich selbst ebenfalls nicht unter Kontrolle gehabt

Wir leben schon in kuriosen Zeiten. Der Teil von Hollywood, der gerade nicht in den Paradise Papers auftaucht, steckt stattdessen bis zum Hals in Missbrauchsskandalen. Immerhin, so hat in der Welt der Reichen und Schönen jeder etwas zu tun. Harvey Weinstein, der den Stein rund um die sexuell aufgeladenen Funktionspraktiken der Traumfabrik ins Rollen gebracht hat, steht lustigerweise sogar in gleich beiden Angelegenheiten an der Front. Da ist es ja nur fair, dass Weinstein zumindest als Hauptdarsteller des Missbrauchsskandal von jemandem abgelöst wurde, der als Hauptdarsteller geeignet ist wie kaum ein anderer: Kevin Spacey!
Kevin Spacey kennen wir natürlich vor allem als Hauptdarsteller der wunderbaren Serie „House of Cards“, wo er den zwielichten, gewissenlosen US-Präsidenten Frank Underwood darstellt. Oder eher „darstellte“, denn wie diese Woche bekannt wurde, stellt Netflix die Serie jetzt ein – Jetzt, wo klar ist, dass Kevin Spacey offenbar abseits der Kamera nicht großartig anders ist als seine Paraderolle. Nur uncooler. Angeblich soll Spacey mehrere Männer und Halbwüchsige sexuell belästigt haben. Als Erster hatte der Schauspieler Anthony Rapp (muss man nicht kennen) behauptet, Kevin Spacey habe ihn als 14-Jährigen sexuell bedrängt. Spacey sagte, dass er sich nicht an den Übergriff erinnern könne, entschuldigte sich und verband das mit seinem Coming-out (dafür gibt es auch bessere Gelegenheiten...). Mittlerweile haben mehrere Männer in verschiedenen Medien berichtet, dass der Schauspieler sie oder andere Kollegen belästigt habe. Im Guardian beschuldigt der mexikanische Schauspieler Roberto Cavazos den zweifachen Oscarpreisträger, sich während seiner Zeit als künstlerischer Leiter des Londoner Theaters Old Vic regelmäßig an junge Schauspieler herangemacht zu haben.
Spacey steht damit vor den Scherben seiner beruflichen Existenz. „House of Cards“ ist in absehbarer Zeit Geschichte und Regie-Legende Ridley Scott war von den Vorwürfen nun so angewidert, dass er Spacey aus seinem aktuellen Film einfach hat rausschneiden lassen. Das ist vielleicht konsequent und – sollten die Vorwürfe gegen den Schauspieler stimmen – nicht falsch, aber irgendwo auch absolut scheinheilig.
Die Traumfabrik ist verdorben. Und war es eigentlich auch gefühlt schon immer. Das zeigt allein schon die Tatsache, dass der aktuelle Skandal ja nicht einmal mit Spacey begonnen hatte. Und vermutlich auch nicht mit ihm endet. Produzent Brett Ratner, Regisseur James Toback, Schauspieler Steven Seagal. Komiker Louis C.K. – Sie alle wurden in den letzten Tagen als Täter geoutet. Schaut man in die Vergangenheit zurück, sind selbst die Westen von Legenden wie Alfred Hitchcock und Charlie Chaplin nicht sauber – Beide besetzten Rollen gern mit Mädchen, die ihnen gefügig waren. Das ist nicht weniger verwerflich, als die Taten von Kevin Spacey. Kommt jetzt aber jemand auf die Idee, jeden Film, an den irgendwer der genannten in irgendeiner Form teilgenommen hat, zu verbannen, wird es einsam in den Kinosälen.
Die Frage, die sich jetzt stellt: Wo liegt die moralische Grenze? Kann man sich damit abfinden, dass Kunst auch von Leuten erschaffen werden kann, die absolute Kotzbrocken sind und alles andere der Justiz überlassen? Oder muss man konsequent alles Material von Leuten mit unsauberer Polizeiakte entfernen? Hier müssen wir eine einheitliche Antwort für die Zukunft finden.
Für House of Cards könnte es eine Lösung geben. Inzwischen wurde eine Petition gestartet, die eine Ablösung von Kevin Spacey durch Kevin James zum Ziel hat. Der King of Queens könnte dann zum US-Präsidenten aufsteigen. Das könnte klappen. Aber nur, wenn die First Lady dann von Jerry Stiller gespielt wird.
Was bleibt, ist aber vor allem die Erkenntnis: Der Darsteller eines TV-US-Präsidenten hat sich dieser Tage höheren moralischen Anforderungen zu stellen als der echte Präsident. Das zeigt eigentlich ziemlich gut das Problem dieser Zeit von Zipfelmann und Co.KG...

Alles Rammler[Bearbeiten]

Kurzschlussreaktion der polnischen Regierung

"Heute schon gefickt?"
Es wäre wohl eine taktvollere Kampagne, wenn Sie so demnächst im Fernsehen laufen würde - moderiert von Kevin Spacey. Stattdessen hat sich die polnische Regierung dazu entschlossen, Karnickel zu Stars zu machen: Sie ernähren sich gesund, meiden jeden Stress und...na ja...treiben's wie die Kaninchen. Damit will die polnische Regierung eine höhere Geburtenrate erreichen, denn die Polen haben es irgendwie nicht so mit dem Nachwuchs. Während Deutschland sich allmählich erholt und die Schwampel ja die Familien fördern will, damit zum Beispiel Beruf und Kinder besser vereinbar sind (wäre zumindest mal ein Ansatz), gehen unsere direkten östlichen Nachbarn andere Wege, indem sie rammelnde Tiere zeigen. Das ganze mutet schon fast an einen Werbespot der Partei Die PARTEI an, ist aber vollkommen ernst gemeint. Anstatt Jugendliche im Schulunterricht besser aufzuklären oder die Politik dahingehend zu verändern, dass sich Eltern trauen, wieder Kinder zu bekommen (wer will das schon bei dieser Klimapolitik und Trump am atomaren Knopf?), versucht man, zoophilen Personen einen Steifen zu verpassen. Letztendlich bringt dies nur eins:
Mehr Furries.


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