Diverses:Wort zum Sonntag/KW 27 2017

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33% der Erderwärmung sind auf brennende Autos zurückzuführen.

Liebe Leser,

die Welt schaute in dieser Woche auf Deutschland. Und Deutschland präsentierte sich auf sehr unterschiedliche Arten und Weisen. Die Woche startete mit internationaler Anerkennung ob der fußballerischen Leistungen der letzten Jahre. Der Sieg beim Confed Cup zementierte das Bild eines deutschen Teams, das sich beste Mannschaft der Welt nennen darf. Man kam vor lauter Genuss kaum aus dem Nasepopeln heraus, angesichts der Leistungen der jungen Mannschaft, die Achselschnüffler Jogi zusammengestellt hatte. Ohne Verteilungsschlüssel könnte Deutschland zur Weltmeisterschaft 2018 problemlos mit drei Mannschaften antreten. Vielleicht sollte der alte "Geschenkekorb-an-FIFA-Funktionäre"-Trick reaktiviert werden. Und wenn in 50 Jahren das Wasser im Weserstadion drei Meter hoch steht, der letzte Eisbär gestorben ist und 38 Grad im Schatten ein normaler Nachmittag im November sind, so wird der Strom an deutschen Fußballtalenten immer noch nicht abreißen. Und Tim Borowski verdrückt eine Freudenträne.
Gleichzeitig schaffte es das sonst so sichere, international anerkannte Deutschland, einen G20-Gipfel in einer Stadt zu organisieren, die infrastrukturell so gar keinen Bock auf die Konferenz hatte. Stundenlange Staus in der Innenstadt und das in gleißender Hitze, angefeuert von den verbrennenden Verbrennungsmotoren umstehender Autos, die sich der schwarze Block als Ziel für seine blinde Zerstörungswut ausgesucht hatte. Autos von Anwohnern, die sicherlich so gar nichts dafür konnten, dass internationale Politik existiert. Klar, dass da ein paar Fenster eingeworfen werden mussten, um ein bisschen Zugluft zu generieren.
Auch abseits des dominierenden G20-Gipfels gab es einige erwähnenswerte Nachrichten, welche anschließend in diesem Wort behandelt werden.

G20 - Politik[Bearbeiten]

Hüter der Demokratie...

Reden wir zuerst darüber, worum es beim G20-Gipfel eigentlich geht: Politik. Die Staatsspitzen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer reden über die Zukunft der Welt. Also vielleicht. Da wäre einmal Saudi-Arabien, dessen König Salman ibims Al-Aldi seine Teilnahme am Gipfel absagte, weil er zu beschäftigt damit ist, den Terrorismus in Katar zu bekämpfen. Das ist ungefähr so, als würde Trump absagen, weil er zu beschäftigt damit ist, für die Einführung einer Reichensteuer in Mexiko zu werben; als würde Putin absagen, weil er sich für die Rechte Homosexueller auf den Philippinen einsetzen würde; oder als würde Sigmar Gabriel im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sagen, dass der Fokus des G20-Gipfels zu sehr auf Rüstungsdeals und zu wenig auf der Armut in unserer Welt liegen würde. Ach, ich erinnere mich, das hat Saudi-Arabiens persönlicher Waffenschmied ja tatsächlich gesagt.
Saudi-Arabien wird nun also von seinem Staatsminister Ibrahim al-Assaf vertreten. Vermutlich ein würdiger Ersatz und absolut passend, den zweiten Mann im Land zu senden. Macht man so. Wären da nicht die USA, die diese Rechnung auf 18 Staatsspitzen, einen nominellen Vertreter und eine Tochter runterbrachen. Donald schickte Ivanka. Und das wäre verdammt witzig, würde es nicht um das gehen, worum es nunmal geht: Die Zukunft der Erde. Mir fallen spontan 7.429.796.204 Menschen ein, die dazu geeigneter wären als Ivanka Trump. Wobei... mir fallen 7.429.796.205 Menschen ein, die dazu geeigneter wären als Donald Trump, von daher - smart move, Mr. President! Ihm war sicherlich klar, dass so wichtige Themen jemanden qualifizierteres brauchen als ihn.
Doch worüber wurde eigentlich geredet? Die Hungersnot in Afrika hätte eines der zentralen Themen sein können, genauso wie Frauenrechte. Oder der Klimawandel. Vielleicht sogar sinnvoller Freihandel, von dem die Konsumenten profitieren und nicht die Konzerne! Wäre das nicht toll gewesen? Stattdessen spalteten sich die Meinungen. Gerade die Mächtigsten der Mächtigen sind so entzweit, wie schon lange nicht mehr. Die USA wollen nicht mit Europa, und Europa will nicht mehr mit den USA. Großbritannien ist sich sowieso viel zu fein für den niederen Rest der Welt, und Russland will viel, sieht aber gleichzeitig seine Macht schwinden und muss auf unberechenbar machen um an dieser festzuhalten. China war schon immer nur so kommunistisch, wie es der Kapitalismus zuließ und hat auf einmal total Bock auf grüne Energie - natürlich aus kapitalistischen Motiven - aber immerhin. Die einzige Nation, die die Welt noch wirklich vereint ist Saudi-Arabien, denen jeder Waffen verkaufen möchte. China, die USA, und Deutschland haben bald so viele Panzer in den Golfstaat geschickt, dass dieser wohl oder übel Frauen mit Führerscheinen ausstatten muss, wenn alle Panzer in aktive Nutzung gebracht werden sollen.

G20 - Demonstrationen[Bearbeiten]

Ein differenziertes Bild zu den Demonstrationen in Hamburg abzugeben, ist ob der Vielzahl an unterschiedlichen, sich widersprechenden Augenzeugenberichten beinahe unmöglich. Die Erzählungen verschiedener, auch neutraler, Seiten sind teilweise so weit voneinander entfernt, dass man davon ausgehen muss, dass aktuell eine Pfefferspraywolke über Hamburg liegt, die es einfach nahezu unmöglich macht, zu sehen was wirklich vor sich geht. Bzw. eine vom Schwarzen Block verursachte Rauchwolke, wenn wir dem anderen Narrativ folgen wollen. Auf der einen Seite ist die Polizei unnötig aggressiv, auf der anderen Seite zählt die Polizei weitaus mehr gewaltbereite Demonstranten als tatsächlich anwesend sind. Manch ein Polizist verhält sich frei nach dem alten "Wie oft muss ich dich noch schlagen, bis du verstehst, dass Gewalt keine Lösung ist"-Witz, und einige Demonstranten hatten nie ernsthaft vor zu demonstrieren.
Demonstrationen sind wichtig, doch was in Hamburg passiert ist, hat nichts mehr mit Demonstration zu tun. Was die Krawallmacher als Rechtfertigung für die eigene Zerstörungswut nutzen, wird durch sie selber komplett untergraben und in den Hintergrund gerückt. Mehrere tausend Menschen, die friedlich gegen die aktuellen Zustände, den Kapitalismus, oder meinetwegen auch Sperrmüll protestieren - das wäre ein Zeichen gewesen. Durch sinnlose Gewaltexzesse lenkt man von diesen validen Kritikpunkten direkt wieder selber ab und offenbart so, dass Inhalte von Anfang an nicht interessiert haben. Gegen das System, egal was das System ist. All Cops are Bastards und so.

Ein Erfolg der Polizei - ganz ohne Diskussionen[Bearbeiten]

Deutschen Ermittlern ist es gelungen die Administratoren festzusetzen, die hinter einer Seite im Darknet standen, die es weltweit 87.000 Nutzern ermöglichte, Kinderpornographie zu teilen. Neben hunderten Gigabytes an Video- und Fotomaterial von Kindern fanden sich auch mehrere Britney-Spears-Videos aus den späten 90ern, Bilder der frühen Miley Cyrus und dem "Cash me Outside"-Mädchen. Ein Polizeisprecher zeigte sich verwundert, schließlich seien "(...) diese übersexualisierten Aufnahmen junger Jugendlicher ohne Probleme im Internet auffindbar.". Wo Medien, die Mode- und Musikbranche auf diese Weise die Sex-Idole von morgen züchten, sind Menschen nicht weit, die in den Kindern bereits die Sex-Idole von heute sehen. Man erinnere sich nur an den Hollywood-Sexring, der vor einigen Jahren aufgedeckt wurde.
Dass den Ermittlern nun ein solcher Ermittlungserfolg gelang, spricht für die deutsche Polizei, wird das Darknet doch häufig als Argument herbeigezogen, weshalb das Internet stärker kontrolliert und reguliert werden sollte. Ein Argument, das natürlich absoluter Unsinn ist. Auch dieser Ermittlungserfolg wird nicht verhindern können, dass die verbliebenen 86.980 User nächste Woche auf eine andere Website weiterziehen. Doch ist es die richtige Lösung, das Internet deshalb immer und immer stärker einzuschränken und zu überwachen? Nein. Das Internet vereinfacht viele Dinge. Online-Banking, Kommunikation, Shopping, als Darknet das Teilen von Kinderpornographie, den Kauf von Waffen oder Drogen. Doch jetzt das Internet einer Stasi-Kur zu unterziehen, hilft nicht. Gegen Waldbrand sollte man ja auch nicht die trockenen Bäume präventiv abholzen weil diese den Waldbrand vereinfachen, sondern lieber gegen all die Idioten vorgehen, die im Sommer Zigarettenstummel aus dem Autofenster werfen. Und wenn der Wald dann doch mal brennt, haben wir die Feuerwehr, und im Internet die Ermittler.

Ghana ist im Weltraum![Bearbeiten]

Die Tatsache, dass Ghana es dieses Wochenende schaffte, einen ersten Satelliten in den Weltraum zu bringen, ist doch auch nur ein weiteres jämmerliches Armutszeugnis für das nordkoreanische Raketenprogramm - vor allem, da die Entwicklung dieses Satelliten gerade einmal 50.000 Dollar gekostet hat. Diese Geldsumme könnte Nordkorea problemlos ansparen, doch einem Atomkrieg mit nordkoreanischer Beteiligung steht aktuell Kimmies siebter Hauptgang beim Mittagessen im Wege. Würde er diesen streichen - Nordkorea wäre spätestens übermorgen eine Atommacht. Oder zumindest mit einem Satelliten im Weltraum. Ghana hat ganz andere Ziele - der Satellit soll dazu genutzt werden, illegale Minenarbeit besser überwachen zu können, damit korrupte Polizisten gezielter Wegseh-Geld einfordern können. Ein nobles Ziel, wir wünschen dem afrikanischen Staat viel Erfolg!



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