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Diverses:Wort zum Sonntag/KW 21 2017

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Liebe Leser,

eine denkwürdige Woche geht zu Ende. Eine Woche, die mit einem grauenvollen Terroranschlag in Manchester begann, der 22 unschuldigen Menschen das Leben nahm. Es wäre einfach, zu diesem Thema ein paar geschmacklose Witze zu machen, viel schwieriger ist es jedoch die richtigen Worte zu finden. Doch zum Glück geht es bei Satire um viel mehr, als einfach nur darum witzig zu sein. Satire analysiert, Satire reflektiert, Satire kritisiert, und manchmal scheitert Satire auch.

Schwarze Aura umgibt die Hexe.

Was passiert ist
Der Terroranschlag in Manchester wird Spuren hinterlassen. 22 tote Menschen, viele von ihnen Kinder. Damit verbunden sind 22 Familien, deren Leben sich für immer ändern wird. Tausende Konzertbesucher, Anwohner und Ersthelfer, die die Ereignisse von Manchester ein Leben lang in Erinnerung halten werden.
Wenn man in unseren Werten denkt, dann macht Terrorismus keinen Sinn. Kein realistisches Szenario der Welt würde den Mord von 22 jungen Menschen rechtfertigen. Doch für den Attentäter von Manchester scheint es Sinn gemacht zu haben. In seinem kranken, vermutlich einsamen, und beeinflussbaren Gehirn, kam irgendwann der unmenschliche Gedanke auf, dass der sinnlose Tod dieser Menschen die Lösung sei. Für was auch immer. Es macht keinen Sinn und wir werden keinen Sinn darin finden können. Was wichtig ist, ist unsere Reaktion. Es begann mit den zahlreichen Helfern in der Nacht von Manchester, die Erste Hilfe leisteten, Unterkünfte für die Nacht bereitstellten und in dieser Nacht einfach Mensch waren. Denn auch wenn das Internet die schlechten Seiten der Welt so leicht erreichbar macht, die Mehrheit von uns ist doch nach wie vor echt töfte. Gute Leute. Zeitungen sollten eine Rubrik mit ausschließlich guten Nachrichten einführen – außerhalb der Wettervorhersage für kommende Woche.
Während die britische Polizei mit den Ermittlungen beschäftigt war, steckten die US-Amerikanischen Kollegen der Presse den vollen Namen des Attentäters und weitere ermittlungstechnische Details. Thank you so fucking much. Die britische Polizei sieht glücklicherweise von nun an davon ab, Informationen mit der US-amerikanischen Presse Polizei zu teilen.

Was daraus gemacht wird

Vereint müssen wir Saudi-Arabien sämtliche uns zur Verfügung stehenden Waffen zur Terrorbekämpfung schicken. Senden Sie daher alles, was sie haben: Jagdgewehre, Hammer, Zahnstocher und Nagelscheren gegen den Terrorismus!

Ein doch so gespaltenes Brexit-Großbritannien schien sich nach der Terrorattacke zu vereinen. Bis die Politik ins Spiel kam - ein wucherndes Krebsgeschwür, das gemeinsam mit klickgeilen Medien, die nur noch Headline-Journalismus betreiben, eine rücksichtslose Agenda für die eigenen Kreise fährt. Der Terroranschlag von Manchester wird nun benutzt, um zu argumentieren, weshalb man unbedingt ein Gesetz durchbringen sollte, welches der Regierung quasi erlaubt das Internet zu regulieren und welche Inhalte sichtbar sind und welche nicht. Zensur in Westeuropa, überraschend bis man einmal versucht auf einen redaktionellen Fehler in den Kommentarspalten von Spiegel Online hinzuweisen. Doch anstatt weiter unsere Freiheit einzuschränken, darf die Politik endlich mal begreifen, dass es die Symptome des Terrorismus bekämpfen muss, anstatt sie zu finanzieren. Und diese Symptome bekämpft man nicht, indem man möglichst viele Zivilisten in Afghanistan und Syrien tötet. Ein befreundeter Flüchtling sagte mir einmal: „Als mein Onkel starb, trauerte ich für ein halbes Jahr. Als dann mein bester Freund starb, trauerte ich für drei Monate. Als meine Großmutter starb, waren es nur noch zwei Monate. Als neulich ein weiterer Onkel starb, trauerte ich nur noch für einen Nachmittag, so normal ist der Tod geworden.“
Überhaupt ist es rätselhaft, wie Politiker ernsthaft behaupten können, dass sie den Terrorismus bekämpfen würden, wenn sie die Symptome für Milliarden Euro (oder Pfund) mit Waffen beliefern, vor allem Saudi-Arabien. Ein Land, welches sich dank Öl die Erlaubnis ausgestellt hat, international Terrorismus promoten zu dürfen. Wobei – es ist nicht wirklich rätselhaft. Wir verstehen genau, warum dies geschieht, ich habe es eben selber erklärt: (…) für Milliarden Euro (oder Pfund). Ich verstehe das was, aber nicht das warum. Warum ist es für diese Politiker so erstrebenswert für ein schönes Leben als Arschlöcher vor dem Herren in die Geschichtsbücher einzugehen?

Was wir daraus machen sollten
In Großbritannien sind bald Wahlen, von Theresa May höchstpersönlich initiiert, in der Hoffnung weitere Sitze im Parlament zu gewinnen. Doch wenn die Bevölkerung gleichermaßen wählen geht und die Jugend nicht von den Wahlurnen fernbleibt, könnte diese Idee gehörig schief gehen. Die Konservativen wollen die Fuchsjagd wieder einführen (ey), haben das Verbot des Elfenbeinimports klammheimlich aus dem Programm gestrichen (ey!), wollen freies Schulessen für sozial benachteiligte Kinder streichen (ey!!) und den Zugang zu Pornographie im Internet verbieten (EYYY!). Welcher unfruchtbare Kasper muss da Komplexe begleichen?
Die meisten von uns dürften ein logistisches und herkunftstechnisches Problem haben, wenn es darum geht in Großbritannien zur Wahl zu gehen. Die Wahlen in Großbritannien können wir zumindest nicht direkt beeinflussen. Doch auch Österreich und Deutschland wählen dieses Jahr Nationalrat und Bundestag. Parteien haben Wahlprogramme, anhand derer man ungefähr erahnen kann, was die Parteien unter idealen Bedingungen umsetzen würden. Zumindest eine Tendenz ist erkennbar. Der Jugend gehört die Zukunft und deshalb muss sie auch die Verantwortung übernehmen, diese Zukunft zu wählen.



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