Diverses:Stupid Contest

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Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel beschreibt den Stupidcontest. Für puren Realismus s. hier
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Stupid Community

Der nachstehende Beitrag erfordert Hintergrundwissen über die Stupidedia und ihre Mitglieder. Für diejenigen, die noch nicht so lange bei der Stupidedia sind, könnte folgender Text unverständlich und/oder nicht nachvollziehbar sein. Wir empfehlen denjenigen daher hier weiterzugehen.

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Garantiert haben Sie sich schon einmal gefragt, was das überhaupt ist...so ein "Stupid Contest". Wenn ja, sind Sie dermaßen ungebildet, dass Sie eigentlich keine Lebensberechtigung haben. Nein, der Stupid Contest ist etwas wunderbares, etwas einzigartiges, etwas, was nie wieder passieren wird. Außer vielleicht zwanzig Mal am Ende des Jahres 2010 (Prognose, muss nicht der Wahrheit entsprechen).
Da schlagen sich zwanzig bis dreißig Leute gegenseitig die Köpfe ein, um ja den besten Artikel der Stupidedia innert zwei Wochen zu schreiben; es bringen sich Leute gegenseitig um, weil keiner Lust hat, irgendwas zu organisieren, aber der Zwang! Der Zwang!

Ach, lest es selbst.

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Der Ablauf des Contests[Bearbeiten]

Um die ganzen Geschehnisse im Stupid Contest auswendig zu lernen, bedarf es viel Wissen

Ganz kurz zusammengefasst:
Der Stupid Contest in seiner vollen Form ist ein ungleiches und komplexes Wirrwar moderner Lyrik.
Nachdem sich zehn Leute irgendwo in der hintersten Ecke des Internets nach mehr als zwei Wochen auf einen Termin für den Stupid Contest geeinigt haben, postet der gevotete Zeremonienmeister das Thema. Wenn es nicht hinreichend erklärt wurde, kommen bereits nach zwei Stunden ca. 50 User, die nach einer detaillierten Beschreibung des Themas fragen. Meistens werden sie daraufhin mit einer Drei-Tagessperre belohnt (Sperrgrund: Herausragende Intelligenz). Durch zahlreiche Manipulations- und Bestechungsversuche werden dann auch noch neben den Usern IP's ganz aus Versehen gebannt.
Nach insgesamt zwei oder zweieinhalb aufregenden Wochen voller Byte-Schlachten und schlechten Witzen macht sich dann eine überaus kompetente Jury aus fünf Adelsusern ans Werk und vergibt reihenweise Punkte - stellenweise jedoch auch keine, was allerdings bei ausreichend gesetzter Inuse-Vorlage schwer zu erreichen ist.
Nachdem die ganze Userschaft gebannt darauf wartet, dass das Wochenende zum Bewerten endlich vorrüber geht, macht sich der Zeremonienmeister dran, die Ergebnisse zu posten. Neben den Glückwünschen vorweg hagelt es auch gleich ein paar Morddrohungen einzelner Teilnehmer gegen Juroren, die seinen Artikel möglicherweise mit < 10 Punkten bewertet haben.
Nach Bekanntwerden des Ergebnisses flippen einige total aus, weil sie entweder
a) über ihre Erwartungen kamen oder
b) unter ihre Erwartunden kamen.
Kurz danach bricht eh immer der Server wegen zu vielen Klicks auf eine einzige Seite zusammen, sodass die Verwirklichung von stupiinternen Vandalismus und/oder Mobbing gegen die Juroren, beileiben auch gegen den Zeremonienmeister, vertagt werden muss. Meistens gerät dies danach trotzdem in Vergessenheit.

Alles beginnt mit einem...[Bearbeiten]

Würde im echten Leben vermutlich so aussehen: Jeder geht sich an die Gurgel

...Thread im Forum, wo sich qualifizierte Leute wie z. B. Diktatoren oder "gewählten", aufmerksamen, immer zu wachsamen und unverwechselbaren Superhelden von Usern, die sich voller Tatendrang auf die Vorbereitungen stürzen und dadurch den Thread gut voran bringen, indem sie direkt Termin, Ort und ggf. sogar Uhrzeit von Beginn und Ende des Stupid Contests. Außenstehende können sich zwar gut im Forum informieren, diese werden jedoch ganz qualifiziert ausgeschlossen. Die müssen sich halt anpassen. Um klarzustellen, wie chaotisch es manchmal im Forum zugeht, wurde hier ein Beispiel herausgefischt, wie hochtalentierte, junge Leute über ihre Professionalität hinauswachsen:

  • User A: Yo, ich eröffne diesen Thread mit der Begründung, dass ich einen nächsten Stupid Contest haben möchte.
  • User B: S 45.gif
  • User A: Das hier ist ernst gemeint!!einself
  • User C: wasn hier loss?
  • User A: Thread lesen du Vogel

Nach ungefähr fünfzehn Seiten, unzähligen Missverständnissen und den ersten Morddrohungen steht der Termin fest. Nun sollen sich die Juroren gekonnt zusammenfinden:

  • User B: Ich schlage User A vor
  • User A: Kann nicht
  • User D: Kann jeder sagen -.-

*User B setzt User A auf die Jurorenliste*

Nach weiteren zwanzig Seiten, noch mehr Missverständnissen und Morddrohung #4 wird der Thread in das Spamforum verschoben und fünf willkürliche Benutzer ausgewählt, die nun das komplette Wochenende für die Bewertung von Artikeln aus ihrem Kalender streichen können.

Gesucht:Zeremonienmeister, pflichtbewusst, zuverlässig[Bearbeiten]

Doch noch nicht alle kleinen Einzelheiten sind geklärt: Der Zeremonienmeister wird noch gesucht, der zum Schluss die Ergebnisse präsentieren soll. Der Job ist nach der Stellenausschreibung ähnlich lästig wie der der Jury, nur erfolgt dieser mit mehr Beschimpfungen und der Zeremonienmeister muss mehr lästige User mit der Standardantwort "Die Ergebnisse kommen gleich" abwimmeln. Da sich so ein pflichtbewusster User schwer findet, findet sich zur gleichen Zeit ein Artikel in der taz wieder:

ZEREMONIENMEISTER (m/w) GESUCHT!

Keine Bezahlung, muss Stress abkönnen und möglicherweise das Wochenende für eine Satireplattform verschwenden können. Verlorene Nerven sind nicht versichert.

Antwort an: Wikipedia Stupidedia

Allein aufgrund dieser Anzeige her ist es nicht verwunderlich, dass sich keine Sau meldet und wieder ein User aus dem Lostopf gezogen wird.

Die Themenbekanntgabe[Bearbeiten]

In den Augen einiger User ist das Thema letztendlich Scheiße schlechthin

Nach einer unglaublichen Zeit des Suchens und Findens wäre es nun an der Zeit, das Thema bekannt zu geben. Gebannt starren alle auf den weißen Umschlag, denn einer der auserwählten User in der Hand hält und ihn posten wird!
Dabei muss der Themensuchende folgende Faktoren berücksichtigen:

  1. Wie viel hat mir User A auf mein Schweizer Konto überwiesen?
  2. Wie viel hat mir User B auf mein Liechtensteinsches Konto überwiesen?
  3. Was kommt mir gerade in den Sinn?

Nur selten helfen bei der Wahl Bestechungsgeldern, welche normalerweise mindestens 50€ betragen müssten. Meistens kommen dann doch trotzdem einmal ganz andere Themen zum Vorschein, wie z. B. so ein Zeugs wie Alltagsgegenstände oder Aberglaube und Religion. Nur ein einziges Mal hatte man den Fall von absoluter Unkreativität bzw. gleich hohen Bestechungsgelder, weshalb der User allen die freie Themenwahl gab. Der User existiert heute nur noch aufgrund einer vermilderten Bewährungsstrafe.
Generell ist allerdings noch nie jemand auf die Idee gekommen, die altbewährte Demokratie anzuwenden, um das Thema zu bestimmen. Manipulationen seien dadurch die Möglichkeit, ist die offizielle Begründung. Wer's glaubt...

Schreibzeit[Bearbeiten]

Ideensammlung innerhalb einer Stunde. Keine Idee davon wird brauchbar sein

Nun geht es los: Der Zeremonienmeister zerreißt den Umschlag und postet das Thema dann doch willkürlich. Tausende von Leuten melden sich daraufhin spontan an, noch mehr Leute fragen nach einer detaillierter Beschreibung des Themas, damit sie auch ja keinen Fehler machen.
Die auf sich beruhende Gegenseitigkeit, die von der katholischen Kirche in Europa immer wieder als existent propagiert wird, ist nicht mehr vorhanden: Rund zehn Leute melden sich zeitgleich an und wollen sofort ihr Lemma beginnen. Dabei passieren oft auch unvorhergesehene Ereignisse, sodass sich gleich drei User möglicherweise gegenseitig das Lemma wegnehmen, so z. B. bei der freien Wahl eines Themas. Unweigerlich musste es zu insgesamt drei Überschneidungen kommen. Nach einem fünf Minuten andauernden Streit beendete ein Diktator das Problem und löschte kurzerhand alle drei Artikel, fertigte einen Redirect an und versiegelte sie alle. Wegen Störens stupiinternen Friedens bekamen alle drei User die gelbe Karte.
Sollte es aber doch mal zu dem Fall kommen, dass mehrere User sich nicht gegenseitig behindern, sind die letzten Änderungen während der nächsten zwei Wochen Schreibzeit vor allem durch Contestartikel vertreten. Untergeordnete User kommen mit der Vorschauvorlage gar nicht hinterher, sodass einige entnervt aufgeben und der Stupidedia den Rücken zukehren.
Nach zahlreichen Byteschlachten und dem Missverständnis, dass lang nicht immer unbedingt gleich witzig ist, wenden sich die meisten User im letzten Drittel der Schreibzeit der Bebilderung. Auch hier gibt es für unerfahrene Neuuser gleich eine Protestwelle der Entrüstung und Begrüßung, man möge doch bitte Quelle und Lizenz nachtragen. Da damit die meisten allerdings Probleme haben, bleiben die meisten Artikel unbebildert bzw. mangelhaft bebildert. Professionelle Artikelschreiber zeigen, dass sie die Bilderlizenzen drauf haben und gestalten ihren Artikel dementsprechend, sollten es aber nicht übertreiben.
Neben den klassischen Nervensägen, die ständig fragen, ob ihr Artikel gut sei (was natürlich nicht darf, Anm. d. Red.), gibt es auch Leute, die aggressiv Werbung für ihren Artikel machen, indem sie ihren Artikel überall verlinken, wo sie gerade drauf kommen, und ggf. Sockenpuppenaccounts erstellen, um andere Artikel kontinuierlich in die Kniee zu zwingen, denn der Contestartikel darf nur von dem Autor bearbeitet werden, NICHT jedoch von einem zweiten User. Umso mehr freut sich dann Klein-Autor, wenn ein Artikel nach dem anderen disqualifiziert wird.
Ganz außer Acht gelassen wird dabei meist der qualitative Anspruch, denn ein Artikel sowohl im Humor, allerdings auch in der Internen Verlinkung oder der Kategorisierung haben muss. Wird dies ignoriert, ist die Jury gezwungen, dem Artikel Punktabzug zu gewährleisten. Ist der Humor kacke, gewährt man dem Artikel manchmal sogar ein Nach-dem-Contest-Asyl in der Mülltonne.

Die Tage zwischen dem Ende der Schreibzeit und der Ergebnisausgabe[Bearbeiten]

Letztendlich ist es soweit: Pünktlich am Bewertungstag liegt einer unserer geliebten Admins auf der Lauer und sperren alle Artikel ab 0:00 Uhr, damit auch ja keine Schummelei mehr möglich ist. Diesbezüglich gibt es den Grenzfall, wo ein User um 0:01 Uhr seinen kompletten Artikel als One-Hit-Wonder postete und disqualifiziert wurde. Er ward nie wieder gesehen. Sein Artikel übrigens auch nicht, er gewann einen LA und wanderte in die Mülltonne.
Aber diese Wartezeit, die sich für Neuuser überraschend als Bewertungszeit für die Juroren herausstellt, ist eine geschickte psychologische Trickkiste unserer geliebten Administratoren: Wer sich nicht ordnungsgemäß verhält, darf die Richtlinien studieren, obwohl dort nichts über Nerven steht. Aber so oft der Zeremonienmeister auch um Geduld bittet, so oft nerven doch die User, wann denn nun endlich die Ergebnisse präsentiert werden. Um die ganzen Quälgeister auf Trab zu halten, denkt sich der Zeremonienmeister eine geschickte Taktik aus und versucht, durch zweideutige Hinweise klar zu machen, dass jeder besser ist, als er ursprünglich dachte. Und wenn es dann doch nichts wird, bekommt man trotzdem ein hübsches Banner am Rand, hingepatscht mit voller Freundlichkeit und dem Aufdruck "Vielen Dank für deine Teilnahme". Unpersönlicher geht's kaum noch.

Die Ergebnisse sind da![Bearbeiten]

Doch dann kommt die letzte Etappe des Stupid Contests: Das Ergebnis wird bekannt gegeben und nur noch der Zeremonienmeister hat alle Fäden in der Hand. Er darf sich nun keinen Fehler mehr leisten, denn die Spannung unter den Usern ist verdammt hoch. Sitzt der Zeremonienmeister auch noch ein, zwei Ränge unter den Administratoren, kommt eine zusätzliche Guillotine mit der Aufschrift "Sperre" hinzu. Während des Bekanntgebens breitet sich flächendeckend Frustration aus: Keiner war so gut, wie er dachte, die Favoriten müssen sich teilweise mit zweistelligen Plätzen abgeben und womöglich kommt auch noch ein totaler Schrottartikel (sprich unter 250 Punkten) in die Top 10. Revolutionslaune macht sich breit und ein mancher möchte detailliertere Begründungen von den Juroren hören, die ihren Superartikel mit 0 Punkten bewertet haben.
Am Ende ist die Stimmung dann so hochgekocht, dass es eigentlich keinen mehr interessiert, wer den ersten Platz gemacht hat - dabei sein war alles.

Langsam wirds zur Routine - Meine zweite Teilnahme[Bearbeiten]

Die zweite Teilnahme bei einem Stupid Contest ist immer etwas besonderes. Zumal die erste Teilnahme immer misslungen ist, egal, bei wem. Von daher wird die erste Teilnahme auch gar nicht großartig erwähnt.

Ideenhagel[Bearbeiten]

Meiner Meinung nach die Quelle alles Wissens, also auch der Ideen. Falls ich je Hilfe bräuchte...

Ein geeignetes Lemma wird sich schon finden. Das sind die ersten Gedanken, die man hat, wenn der neue Contest angekündigt wird, doch was dann kommt ist schier unglaublich. Man nimmt sich ein Blatt und beginnt mit einer simplen Idee zu dem Thema. Es folgen Idee Nummer 2, 3, 4, 5, 6 usw. Leider erweisen sich sämtliche Ideen als unbrauchbar, da Artikel wie Autonomer Kampfdroid, Gar nicht so lustiges Taschenbuch und Zweiter Weltkrieg alle schon exisiteren. Man stelle sich einmal vor, dass alle besser sind als die ganzen Sachen, die ich je geschrieben hätte!
Endlich wird das Thema bekannt gegeben. Es lautet "Wissen schafft die Wissenschaft". Der Juror mit diesen Gedanken muss wohl Poet sein. Offline tippe ich mir die Finger wund. Meine Idee: Sexuelle Wissenschaft und wie man sie praktiziert. Schon bald habe ich einen 30KB-Artikel, der nur darauf wartet, gepostet zu werden.

One-Hit-Fertigstellen[Bearbeiten]

Mit einem One-Hit-Wonder poste ich mein Meisterwerk. Doch zu meinem Schrecken muss ich feststellen, dass dies einzelne Textblöcke sind, die jeden sofort erschlagen würden. Schnell pappe ich mein Inuse hinein, gleichwohl wissend, dass ich mir damit die OHW-Medaille versaue. Ich schaue auf die anderen Artikel, die die User innerhalb dieser kurzen Zeit fertig gestellt haben. Joa, ein paar OHW's dürften wohl dabei sein - meiner ist es garantiert nicht.
Erbittert lese ich mir den Artikel noch einmal durch. In der vergangenen Stunde muss ich wohl irgendwie besoffen gewesen sein oder so...ein Umstand, der sich vielleicht nett anhört, jedoch grausam ist für meine Karriere als korrekter Stupidediaautor. Mit einer Bitte an irgendeinen x-beliebigen Diktator wird mein Artikel gelöscht und ich fange noch einmal beim absoluten Nullpunkt an.
Ich entscheide mich für einen sich einprägenden Kurzartikel, doch es gibt da noch ein Problem...

Mühevolle Gestaltung[Bearbeiten]

Mann, bin ich gut - ein wahrer Meister der Gestaltung! Ich bin verloren!

Ein normaler Artikel ist auch normalerweise normal bebildert, bloß ist dieser Artikel weder normal noch dürfte es dazu irgendein Bild geben. Trotzdem versuche ich mein Glück bei der Wikipedia und gebe dort Pädophiler ein, in der Hoffnung, dass sich dort irgendein grässlicher Sportlehrer hat belichten lassen, damit ich in als Beispiel missbrauchen gebrauchen kann.
Leider, oder viel mehr, glücklicherweise finde ich kein passendes Bild, weshalb ich den gesamten Text einfach mit Belgier verlinke. Der Blauton soll dem ganzen Artikel einen gewissen Anspruch verleihen. Obwohl ich mit dem Ergebnis an sich nicht zufrieden bin, muss ich den Artikel so ruhen lassen.

Ein Blick auf die Konkurrenz[Bearbeiten]

Die Konkurrenz schläft nicht, wie ich bedauernswerter Weise feststellen musste. Ein Topartikel nach dem anderen ist im Stupid Contest vertreten und ich muss mich wirklich beherrschen, nicht schon vorab Sterne zu verteilen. Selbst Newbies bekommen bessere Einzeiler hin als ich. Gefrustet verlasse ich die Stupidedia für die nächste Woche.
Allein dadurch fehlen mir schon wieder einmal sieben Tage, die ich schnell aufzuholen habe, indem ich mir jeden noch so schlechten Witz aus dem Fingern sauge, die ich in den vergangenen vierundzwanzig Stunden in meiner zehnten Klasse gehört habe. Allein deswegen schon sollte man mich eigentlich sperren, denn mein Artikel ist, wie ich leider feststellen musste, unter aller Sau und sollte gar nicht erst zum Contest zugelassen werden.
Neben fünfzig flachen Witzen, die stumm mit Sternchen untereinander angereiht sind, klatsche ich noch Bilder von verbeulten Autos daneben und lehne mich zurück. Gefrustet, wohl gemerkt, und mit dem Gedanken, mein Leben auf der Stupidedia mit Massenlöschungen zu beenden.

Ergebnisausgabe[Bearbeiten]

Das Ergebnis an sich ist schädigend für die ganze Stupidedia und sollte deshalb mit keinem einzigen Wort erwähnt werden.

Ein persönliches Gesamtbild[Bearbeiten]

Letztendlich freue ich mich dann doch. Für die anderen. An die Top-Artikel komme ich sowieso nicht heran. An 467 Punkten (von 500 möglichen) komme ich doch sowieso nicht ran. Man notiere sich: Ich habe einen Gnadenpunkt erhalten. Für die nette Mühe, sich jeden Scheiß aufzuschreiben, den ich im Umkreis von zehn Metern höre. Wie nett.
Aber aufmunternde Worte helfen mir nicht. Erst recht nicht, wenn man in deinem Artikel nach dem Contest eine Löschvorlage hineinsetzt. Mit kreativen Massenlöschungen in diversen Artikeln verabschiede ich mich von der Stupidedia und lasse dabei meinen ganzen Frust heraus.

Mein Job in der Jury[Bearbeiten]

Nüchtern betrachtet lässt sich der Job von einem Juror wie folgt beschreiben: Anstrengend, nervenaufreibend und total zeitverschwenderisch, genau wie Hobbys, die einige Leute penetrant hegen. Nach einer echt klassen Absprache mit den anderen Usern im Forum stand schon nach kurzer Zeit fest: Das nächste Wochenende kann ich mir vom Kalender streichen.

Ein Blick auf das Juryteam[Bearbeiten]

Herr und Frau Bodyguard sollen mich mit einem weiteren beschützen. Wenn die das mal können...

Da hat man doch noch einmal das Sprichwort im Kopf: "Geteiltes Leid ist halbes Leid". Wenn man dies weiterführt, würde es heißen "Gefünfteltes Leid ist auch fünftel Leid", nur hört sich das ziemlich beschissen an. Doch es hat auch etwas Gutes: Verhaut man einmal eine Bewertung, ziehen die anderen einen gleich den Kopf aus der Schlinge. Dumm nur, wenn das Opfer dann trotzdem fern bleibt vom ersten Platz. Vorsorglich bezahlte ich mir drei Internetbodyguards, die mir sämtliche Morddrohungen mindestens drei IP-Punkte vom Hals hielten. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer!
Ich checke noch einmal meine Kollegenliste: Ich als HdA mache zusammen mit zwei weiteren die größte Vertretung einer Internetgruppe. Beinahe hätte es sogar eine IP als Juror geschafft, doch dieser erwies sich als Proxy und wurde disqualifiziert.
Doch mir fällt auf, dass neben den HdA's doch noch ein Neuling in der Jury sitzt - wer hätte das gedacht? Den Namen habe ich aber nach kurzer Zeit wieder vergessen, der wird mir auch nicht mal mehr unbedingt in die Quere kommen, was die Richtlinien angeht - dachte ich...und ich lag auch richtig. Der Neuling wurde gleich zu Diktator befördert, weil er die Richtlinien gelesen hat und nicht mit Würfeln zockte.

Die Teilnehmerliste wächst[Bearbeiten]

Ein Blick auf die ganzen Teilnehmer lässt mich verzweifeln und mich selbst an der Entscheidung, überhaupt in der Jury sitzen zu wollen. Schon in den ersten drei Tagen meldeten sich mehr als zwanzig fehlgeleitete Personen an und wollen ernsthaft versuchen, mich zu überzeugen, dass sie den besten Artikel haben. Schon im Stillen denke ich mir: "Denkste! Die haben alle scheiß Artikel!" Schon im Vorfeld schaue ich mir die Artikel an und bewerte sie. Wenn nicht sofort ein Text vorhanden ist, bekommt er von mir schon einmal null Punkte - egal, ob eine Inuse-Vorlage vorhanden war oder nicht.
Das eigentliche Problem sind aber die Freunde, die auch noch teilnehmen: Ich darf nicht übermäßig Punkte verteilen, von daher kriegen die von vorneherein zehn Punkte weniger - ohne, dass sie es merken. Doch die Liste wächst um Längen, bald sind mehr als dreißig Personen gewillt, sich von mir zusammenscheißen zu lassen. Etwas besseres als Schrott kommt ja eh nicht raus, denke ich mir, und so lasse ich die Zeit, ungeachtet der Teilnehmerliste, bis zur Bewertungszeit verstreichen...

It's Showtime - Bewertungszeit[Bearbeiten]

Darf draußen seine Ferien an einer Bushaltestelle genießen. Und ich? Opfere hier ein paar Tage für die ****...

Das Wochenende habe ich mir extra frei genommen, damit mich mein Chef nicht mitten während meiner wichtigeren Arbeit stört oder mich womöglich auch noch feuert. Ich mache mich an meinen ersten Artikel heran, der mich schon erschaudern lässt: Nur eine Inusevorlage! "Schneller Job!", denke ich und klatsche gleich eine 0-Punktetabelle in meinen Editor. Erst beim kontrollieen bemerke ich, dass eine IP den gesamten Artikel hinter einem <!--- versteckt hielt. Weil ich das Design nicht sehen konnte, gab's für die Gestaltung nur noch null Punkte. Schade, ich habe eigentlich gelacht; schon der Text alleine hätte zum Sieg ausgereicht.
Die nächsten Artikel habe ich ohne nennenswerte Zwischenfälle bewerten können; abgesehen davon, dass ich meine Mutter fünfzehn Mal aus meinem Zimmer jagen musste mit der Begründung, dass hier sei lebenswichtig. So stark gelogen war das ja nicht: Wenn ich jetzt nicht juroriere (oder was auch immer) ist mein Account ziemlich schnell unter der Erde. Zwanghaft setze ich mich an den PC und lese...

Kleine Artikel[Bearbeiten]

Artikel, die alle nur mit einem Inuse geschmückt sind, sind sehr leicht zu bewerten. 0 Punkte - und weiter geht's. Das persönliche Schicksal dieser Personen bzw. Autoren, die hinter der Unkreativität stecken, interessiert mich nicht. Als Juror muss man gefühlskalt sein.
Wenn aber richtige Kracher kommen, vergibt man gerne schon einmal mehr Punkte. Das Design stimmt bei Kurzartikeln aber generell nie. Von daher reihe ich alle gleich einmal schön weit hinten ein. Nach kurzer Zeit habe ich viele Artikel gelesen und so denke ich, dass ich doch schneller als erwartet fertig werde. Doch dann kommen...

Große Brocken[Bearbeiten]

Für die nächsten Stunden mein bester Freund

Fiese Artikel, die sich endlos in die Länge ziehen, aber einigermaßen Humor besitzen. Trotzdem ist lang nicht immer gleich gut. Vor allem das Design lässt aufgrund von Textblöcken gerne mal zu wünschen übrig. Nervig auch die Leute, die Texte unter Bildern schreiben, die teilweise länger sind als der andere Artikel. Kurz und pregnant - so muss es sein! Doch nach der dritten Tasse Kaffee und dem fünfzehnten Artikel merke ich, dass mir die Dauerhaftigkeit fehlt. Ich hole mir ein paar Würfel und mache das auf Glücksspielart. Es wird sowieso niemanden auffallen, dass die Ergebnisse gefälscht sind. Und wenn doch, sag ich einfach, dass ich keinen Bock mehr hatte ich gerade high war. Doch gute Artikel sond halt nun mal gute Artikel. Was will man dagegen machen? Plötzlich sehe ich einen Abschnitt in einem Artikel, der übermäßig viele Interne Links gesetzt hat. 0 Punkte.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Völlig zugedröhnt mit Koffein schicke ich meine Bewertungen an den Herren Zeremonienmeister ab und warte auf eine Antwort. Interessiert schaue ich ins Forum und bemerke zahlreiche Todesdrohungen mir gegenüber, wenn ich nicht bis nachts, 5:44 Uhr, die Bewertung abgebe. Nun gebe ich den schwarzen Peter an den Zeremonienmeister ab. Mit einem Post erlöse ich mich, hau mich ins Bett und schlafe für die nächsten 24 Stunden, ohne zu ahnen, dass ich wegen Korruptionsverdacht am nächsten Morgen eine rote Karte bekommen habe. Zudem sollte ich mich in Zukunft bemühen, mein Privatleben im Internet möglichst nicht preiszugeben. Nur, weil ich eine Bewertung schreibe, würde das noch nicht heißen, dass ich einen halben Roman zur Bewertung schreiben müss, indem ich über Erinnerungen meiner Ex-Freundin berichte oder wie mich der Artikel daran erinnert, wie ich zum ersten mal alleine bei Aldi eine Tüte Milch gekauft habe. Ein echt klasse Rat, wo ich ja jetzt gesperrt bin...

Die nervenaufreibende Arbeit als Zeremonienmeister[Bearbeiten]

Wirklich keiner? Niemand möchte diesen gehassten Job übernehmen? Dann muss ich das wohl machen, na toll.

Ich fühle mich irgendwie wie eingesperrt...

Genau mein Thema[Bearbeiten]

Themenausgabe: Uninteressant. Oder? Mal schauen, worums geht. Natürlich, Politik, dazu hätte ich 12 Artikel auf einmal schreiben können und keiner wäre allzu schlecht geworden. Aber nein, ich springe in die Bresche und werde Zeremonienmeister. Da habe ich ja auch schließlich selber Schuld, wenn ich mich freiwillig melde. Hätte ich nicht, wäre ich nie Z-eister geworden. Aber nun ist es zu spät, Rücktrittserklärungen werden seitens der Gemeinschaft äußert demokratisch und freundlich abgelehnt. Ich hau mich aufs Bett und schmolle. Die nächsten Tage werde ich eh nicht mehr aktiv sein...

Alles gedeiht und wächst[Bearbeiten]

...doch es geht einfach nicht. Morgens um acht Uhr begebe ich mich an den PC und bewundere die ersten Anmeldungen und die Schaffensphase vieler, junger Autoren, über die die Juroren wie die Löwen herfallen und ihre Überheblichkeit zerfleischen, nichts mehr davon übrig lassen. Zur Ablenkung bin ich ein bisschen in unserem Forum unterwegs, doch dort ist keiner; sie sind alle am schreiben. Einsam und verlassen, wie ich mich fühle, gehe ich nach unten und ziehe mir eine Staffel Teletubbies nach der anderen rein. Meine Lieblings-DVD habe ich verzockt.
Nebenbei fällt mir auf, dass ich ganz vergessen habe, den Juroren zu sagen, wo sie ihren verdammten Müll hinschicken sollen. Ich gebe ihnen meine Mailadresse und bläue ihnen ein, dass sie nur die Ergebnisse schicken sollen. Fünf Minuten später kommt eine E-Mail von [email protected] ein, deren Inhalt Links zu diversen Pornoseiten sind. Beim nächsten Usertreffen ist er dran.

Die erste Bewertung[Bearbeiten]

Meine erste Bewertung erinnert eher an ein Gemetzel auf dem Schlachtfeld, denn Tier mit kleinem Sternchen hat doch glatt das richtige Layout vergessen. Als Z-Meister darf ich das natürlich nicht durchgehen lassen. Zurück an Absender. Begründung: Layout scheiße. Prompt bekomme ich eine gelbe Karte mit der Begründung "Selber". Noch Tage wird man im Forum über dieses Ereignis spekulieren und rätseln. Galileo Mystery kommt letztendlich auch nicht dahiner.
Die erste korrekte Bewertung kommt dann von dem Benutzer Holzfälleragent. Richtig layoutet, alles korrekt gemacht. Erst jetzt merke ich, dass da tatsächlich mehr als 20 Teilnehmer sind. Interessiert mich aber ein feuchten Käse, wenn jemand politischen Allerweltsmist schreibt, obwohl ich das viel besser hätte hinbekommen können.

Wo bleiben die Ergebnisse nur?[Bearbeiten]

Gott, ist warten langweilig...

Es ist nun Sonntag und diverse Leute fordern ein Herausrücken der Ergebnisse. Jedoch habe ich diese nicht, da die Leute anscheinend zu faul sind. Meine Schuld schiebe ich anderen Leuten in die Schuhe. "Ein Ergebnis vor Montag ist nicht möglich, weil ich die Ergebnisse von Himmel noch nicht habe." Wieder 24 Stunden Ruhe, doch plötzlich trudeln vier E-Mails fast zeitgleich ein. Alle mit demselben Betreff: "Contest". Ich mache mich ran, schnibbel die kleinen Fitzel von Bewertungen zusammen. Im Forum signalisiere ich doch grünes Licht für eine Präsentation heute Abend. Bestechungsversuche seien sinnlos, die Texte seien geschrieben worden und damit basta.
Trotzdem bekomme ich in Fünf-Minuten-Abständen unseriöse Anfragen auf eine Verbesserung der Bewertung. Ob ich einen Porsche haben möchte. Ob ich einen Gutschein bräuchte. Ob ich ins Fernsehen will. Ich erteile allen eine Absage.

Wie man richtig Spannung erzeugt[Bearbeiten]

Dann ist es endlich so weit, ein Tag, auf den jeder brave Erdenbürger gewartet hat! Ich habe alle Fäden in der Hand. Ich beschließe, die Leute noch ein bisschen auf dem Feuer rösten zu lassen.
Letztendlich quillt dann doch noch meine Diskussionsseite über von Beschwerden und was-weiß-ich-nicht-alles. Auch ich habe Gefühle und kein Bock mehr, mich beschimpfen zu lassen. Ich verschiebe die Zeremonie um 24 Stunden nach hinten, um ein bisschen Ruhe reinzukriegen. Ich stelle mir vor, wie sich die einzelnen Teilnehmer in ihren Betten quälen. Der Gedanke daran lässt mich gut schlafen und so ist ziemlich schnell der Tag vorüber und ich schicke mich an, doch alles auf einmal zu posten anstatt stückchenweise. Die Proteste von konservativen Säcken interessieren mich kein bisschen. Man muss auch mal offen für Neues sein, d. h. nicht immer alles hinauszögern und alles Stück für Stück preisgeben.

Jubel[Bearbeiten]

Der anschließende Jubel entschädigt aber trotzdem alles, was ich durchmachen musste. Eine Zeit, woran ich gerne zurück denke. Mit den Hoch und den Tiefs in dieser Zeit kann ich gut Leben; eine Erfahrung, die man nirgends sonst bekommen würde. Ich stelle mir vor, wie Leute vor ihren PC's hocken und sehnsüchtig die Ergebnisse erwartet haben. Wie einige Freudentränen vergießen an den Gedanken, etwas gewonnen zu haben, worauf sie ihr Leben lang stolz drauf sein werden. Der Satirekönig zu sein!

Verdammt, so was mache ich nie wieder. Das ist totaler Mist und vollkommen sinnlos.

Abschließendes Resümee[Bearbeiten]

Wäre das Internet real, würde sich dann auch keiner finden, der den ganzen Schrott nachher wieder aufräumt, der während des Contests produziert wurde

Der Stupid Contest zeugt nich nur von einer hohen Niveaulosigkeit, nein, er ist auch ein organisiertes Kampfmittel zur Demoralisierung diverser Menschen innerhalb des Internets, was durchaus auf das echte Leben abfärben kann. Echte Menschen mit echten Gefühlen werden bei so einer Massenveranstaltung schamlos ausgenutztm bloß gestellt und dann wie Dreck behandelt. Byteschlachten während eines Contests werden zu Verballungen. Wenn dann einmal der Server abstürzt, ist hier die Hölle los. Nicht, weil irgendwer beim heimischen Stupidedia-Server den Stecker gezogen hat, nein. Organisierte Müllverbreitung auf tiefstem Niveau sind die Gründe, eine Veranstaltung, die so viel Dreck besitzt wie schwarzer Humor. Doch einen Vorteil hat das ganze ja per Internet: Den Müll, den man produziert, muss man nachher nicht wieder aufräumen.

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