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Diverses:Richtlinien zum Umgang mit Menschen, die eine Seite grün färben können

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Ein wichtiges, wenn nicht das wichtigste Thema überhaupt, ist für alle Web-2.0-Seiten die Neu-User-Gewinnung. Dementsprechend wird größter Wert darauf gelegt, es neuen Usern so einfach wie möglich zu machen, sich in die Community zu integrieren und ihre frischen Ideen abzusetzen, die so lebenswichtig für das Fortbestehen der Seite sind. Das geht damit los, dass die Registrierung einfach und selbsterklärend ist, geht damit weiter, dass neue User freundlich begrüßt und mit hilfreichen Tipps zu den ersten Schritten versorgt werden und endet damit, dass es zu fast jeder erdenklichen Frage irgendwo schon die Antwort gibt. Auf gut Deutsch muss ein Web-2.0-Projekt, wenn es erfolgreich sein soll, komplett idiotensicher sein. Daraus ergibt sich allerdings die Problematik, dass es tatsächlich immer stärker von kompletten Idioten frequentiert wird. Die probateste Lösung ist der Einsatz so genannter Moderatoren und Admins (Steigerung: Diktatoren), die in begrenztem Umfang für die Einhaltung gewisser Grundregeln sorgen, sprich: die ganzen Idioten wieder rauswerfen. Immer wieder. Dabei stellt sich natürlich einerseits die Frage, ob es ethisch überhaupt vertretbar ist, eine Seite erst idiotensicher und dann idiotenfrei halten zu wollen (ungefähr analog ist die Problematik der Delfine, die immer wieder in Treibnetzen verenden), und andererseits: Wo ist die Grenze zwischen Idiot und hoffnungsvollem Neuling?

Timys Grünblau.png

Als ungefähre Grenze hat sich der Punkt bewährt, ab dem ein User in der Lage ist, eine Seite grün zu färben. Es kann sein, dass er bei einem Schuh (noch!) nicht weiß, wo vorne und hinten ist, aber wenn er eine Seite grün färben kann, dann beherrscht er immerhin einen Easy-HTML-Befehl und verfügt damit gleich über mehrere Vorzüge, namentlich eine ausgeprägte Technikbegeisterung, überbordende Lernbereitschaft, außerordentliche Medienkompetenz und vor allem eines: Ganz offensichtlich ist er bereit, sein enormes Know-How der Weltöffentlichkeit zu Diensten zu stellen. So jemand ist im wahrsten Sinne des Wortes im grünen Bereich! Dementsprechend sollte man als Moderator sehr vorsichtig damit sein, solchen Leuten zu nahe zu treten. Konkret ergeben sich aus diesen Überlegungen folgende Handlungsimplikationen:

  • Zunächst ist festzustellen, ob die Seite wirklich grün ist. Hierzu kann man einen Screenshot anfertigen, dann in einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm das Pipettentool auswählen und sich anschließend den RGB-Wert der Seite anzeigen lassen. Bei einer grünen Seite ist der dritte Wert am größten.
  • Sodann ist der Inhalt (also Text) der grünen Seite auszuwerten. Üblicherweise ist davon nicht sehr viel vorhanden, aber je größer die Kompetenz, mit desto weniger Worten kommt man auch aus. Im Optimalfall steht in einem winzigen grünen Kasten lediglich die Information, dass der User auch auf Facebook, MySpace, YouTube und im Schülerverzeichnis erreichbar ist. Zwischen den Zeilen, oder besser gesagt: zwischen der Zeile, steht ja offensichtlich: Hier ist jemand nicht nur omnipräsent, sondern sogar mehrfach weltweit aktiv! Dieses so genannte multiglobale Engagement ist es, das die großen Köpfe unserer Zeit (und die der Zukunft) kennzeichnet.
  • Zuletzt sollte noch untersucht werden, ob der User, der seine Seite so schön grün gefärbt hat, womöglich auch noch andere Farben kann. Zum Beispiel Orange. Das kann sich so äußern, dass dann auf dem grünen Hintergrund nicht etwa mit Schwarz oder Grün, sondern eben mit Orange geschrieben wurde. In einem solchen Fall ist nämlich zusätzlich zu den vielen bereits angeführten Kernkompetenzen auch noch eine enorme Transfer-Fähigkeit bewiesen.

Bei aufmerksamer Lektüre obenstehender Anweisungen stellt man schnell fest, dass in keinem Fall tatsächlich zu aktivem Eingreifen geraten wird. Das ist so beabsichtigt. Wenn jemand seine Seite grün färben kann, dann sind größtmögliche Andacht und stillschweigende Bewunderung angezeigt. Ist so.