Diverses:Pressekonferenzen des Weissen Hauses
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Hier werden Pressekonferenzen von John F. Kennedy, Präsident von Amerikanien und dem Kennedy Reich veröffentlicht und für die Nachwelt erhalten. Da der Präsident mehrmals täglich eine Pressekonferenz abhält, werden aber nur diejenigen von besonderem, historischen Wert berücksichtigt. Historsche Einträge zu vergangenen Grossereignissen: ARCHIV DES WEISSEN HAUSES 15. August 1800 Ein denkwürdiger Tag Liebe MitbürgerInnen, Die Disqualifizierung meines Bruders gestern an dem Turnier für Rothaarige war wie Sie wissen, das Tagesthema in der Presse und an jedem Stammtisch. Tja, was soll ich dazu sagen...Shit happens! Ich habe meinerseits mein Versprechen gegenüber Chiaquitinta Petrenko eingelöst und der Ritt gestern Nacht war wahrlich seine Hundert Punkte wert, das können Sie mir glauben! Gestern fand ja noch das Turnier der Couch-Potatoes statt. Habe ich mir ehrlich gesagt, nicht angetan. Ich war ja schon mit Petrenko verabredet. Mein Mann Theo ist aber hingegangen. Er sagt, dass das Schauspiel ein gutes Propagandamaterial für unsere Schulen geliefert hätte, um die Jugend frühzeitig vor den Gefahren verfressener Dekadenz, Erdnüssen und Hamburgern zu warnen. Es habe kaum je einen eindrucksvolleren Beweis für die Richtigkeit unserer Staatsideologie gegeben, wie dieses gruselige Panoptikum bizarrer Freaks, deren Lebenstüchtigkeit unter der eines nassen Kartons lag. Mir ist aber zu Ohren gekommen, dass amerikanensische Pferde für diese würdelose Farce verwendet wurden. Ich werde noch heute eine offizielle Protestnote wegen dieser Geschmacklosigkeit an die Veranstalter schicken lassen. Das Morgige Turnier der Kleinwüchsigen werde ich mir indes in gar keinem Fall entgehen lassen! John F. Kennedy 11. August 1800 - Nette Bekanntschaft Liebe MitbürgerInnen, Grstern gab es hier im Hotel eine grosse Gala zu ehren aller Athleten der Voltigemeisterschaften. Als Heidi Klum ankam wunderten sich einige von uns, warum ihr das gayländische Personal so lüstern hinterherguckte. Später stellte sich heraus, dass diese sie für einen jungen Mann gehalten hatten, was die Sache natürlich erklärt. Jacqueline hat gleich auf Defcon 5 geschalten und sofort angefangen, schnippische Bemerkungen über Heidi loszulassen. Norma-Jean und D. gaben ihr Feuerschutz und so wäre das wohl ein ziemlich übler Abend für die Klum geworden, wenn sie denn die ganzen fiesen Sprüche meiner reizenden Gattinnen inhaltlich verstanden hätte. Tat sie aber natürlich nicht. Dann betrat dieser Chiaquitinta Petrenko den Raum. ja, dieser Peruano-Russe, der in der Kategorie "Voltigieren für Rothaarige" unter anderem gegen mein Bruderherz Bobby antreten wird. Drappiert in seinem Inka-Kostüm, elegant wie eine Lope machte er schon ganz schön was her! Als ich auf ihn zuging, wäre ich fast über Eusebia Zurzach gestolpert, die da auch noch rumstand. Die Zurzach hat etwas wie "kannst Du nicht aufpassen, Du riesiger, irischer Trampel" gerufen, aber ich habe gar nicht richtig hingehört. Danach ging es zum Abendessen. Es gab Pferdekoteletts an Morchelsauce. Vermutlich hatte das Hotel diese besonders günstig einkaufen können, weil der Pferdemetzger sein Kühlhaus leeren muss. Nach den Weltmeisterschafen dürfte er nämlich jede Menge neues Rohmaterial bekommen, vorallem, nachem die Sumos und die Couch-Potatoes durch sind. John F. Kennedy
9. August 1800 - Ankunft in Gaytown Liebe MitbürgerInnen, Wir sind heute Morgen gut in Gaytown angekommen. Der Flug durch das Portal in die alte Welt verlief routinemässig. Gut, dass ich einen wärmeren Anzug mitgenommen habe: In der Alten Welt ist ja schon der 20. September, und daher kühler. Das vergisst man leicht, wenn man bei uns in Ozeanien noch unter den Hundstagen von Anfang August schwitzt. Es tut schon gut mal etwas von der Weltpolitik abschalten zu können. Zur Abwechslung mal nichts von Ankerhagen, Örg und dem ganzen Mist hören zu müssen. Andererseits ist da ja noch mein Ultimatum und dass es so verdächtg still ist in Aquanopolis verheisst nicht gerade Gutes. Naja, mal sehen. Im Moment konzentrieren wir uns mal ganz auf das kommende Voltigeturnier. Gayland ist ein Land, in das ich meine Frauen immer gerne mitnehme, da sie mir hier in der Regel nicht fremdgehen können. Hier gilt für die Weiber "gucken, aber nicht anfassen". Für mich hingegen liegt so manches zarte Amüsement drin - ach, ich liebe das Patriarchat! Wie ich bereits erwähnte, nehmen zwei Mitglieder des Kennedy Clans an den Meisterschaften teil: Mein Bruder Robert und meine Hauptfrau Jacqueline. Während Jacqueline und Bobby in das Hotel gezogen sind, wo alle Athleten residieren, bin ich mit der restlichen Familie in der Präsidentensuite des 4 Seasons untergekommen. Die Athleten-Pferde wurden in den Stallungen bei der Arena untergebracht. Jackies Pferd ist unterwegs zweimal weggeflogen und musste vom Dach eines Friseursalons durch Bewerfen mit Lockenwicklern runtergescheucht werden. Bobbys Gaul "Teppichmesser" war indes recht brav. Auf die Konkurrenz sind wir schon recht gespannt. Dass Fritz Fratz in der kategorie "Kleinwüchsige" mitmachen will, scheint offenbar bestätigt zu sein. Auch ein Mitglied des aquanopoltinaischen Dutzendzwölf-Clans soll unter den Teilnehmern sein. Trunkwart! na, mal sehen, ob der durch die Dopingkontrolle kommt. Naja, mir egal, es nimmt eh kein Amerikanier in der Zwergenkategorie teil. Konkurrentinnen von Jacqueline werden unter anderem diese aufdringliche Douglas-McDonalds-Schlampe Heidi Klum sein (Nein, nicht die Tochter des Flugzeugbauers, das wäre dann Heidi Mc Donnell Douglas) und Cindy aus Mahrzahn. Angesichts dieser ordinären Bagage bin ich zuversichtlich, dass Jackie Gold holen wird. Sie können ihr alle nicht das Wasser reichen. Auf Bobby warten ein paar rothaarige junge Männer, Hauptsächlich Iren und Schotten. Teilweise aus verfeindeten Clans... na die wird ein Kennedy ja wohl mit Links abservieren können! Aber auch ein Peruano-Russe soll am Start sein, ein gewisser Chiaquitinta Petrenko. Auf dem Foto im Teilnehmerkatalog sieht er...nun ja, ich werde veranlassen, dass er mir heute Abend an der Willkommensgala vorgestellt wird. John F. Kennedy
5. August 1800 - Ultimatum an Aquanopolis Liebe MitbürgerInnen, Ich sitze gerade im Zeppelin Richtung Gayland. Aber statt dass wir uns innerlich auf die kommenden Voltigemeisterschaften konzentrieren können, verfolgt uns nach wie vor die weltpolitische Lage: Wie man mir gearde per Eilfunkspruch berichtet, fangen die Zwerge an, im Königreich Wanne Eickel Schnitzelbuden abzufackeln und heimtückische Bierfallen aufzustellen. Das geht entschieden zu weit. Es handelt sich hier um unzulässiges, militärisches Operieren auf fremden, souveränen Staatsgebiet! Anbei geht ein Ultimatum an den kleinen Führer: Wenn nicht bis Morgen Abend sämtliche Aquanopolitanischen Einsatzkräfte (Soldaten, Agenten, sonstige Spinner) aus dem Königreich abgezogen sind, werden wir uns militärische Schritte vorbehalten. Ich habe zwar nun wirklich andere Sorgen und ein neuer Krieg ist das absolut Letzte, was ich mir wünsche, aber es hat alles seine Grenzen. Man betrachte das als ernste Warnung. John F. Kennedy
4. August 1800 - Mir reichts!
Liebe MitbürgerInnen, So mir reichts jetzt! Wir wissen ja alle, dass der kleine Führer ab und zu so richtig ausrasten kann, aber jetzt hat er wohl völlig den Verstand verloren oder wie? Bei allem massvollen Dank, den wir Aquanopolis gewiss für die Aufklärung des Staatsreiches schulden, aber das kann und werde ich nicht einfach so hinnehmen. Das Königreich ist ein befreundeter Staat und Freunden hilft man in der Not. Und noch was: Mir reichts jetzt auch endgültig mit diesen Aquanopolitanischen Handwerkern! Heute Nachmittag, als wir beim Mittagessen waren, ist ein Betonmischer durch die Decke auf den Hirschbraten gekracht! Eine unserer Katzen wollte auf ihr Klo, doch der Katzensand war irgendwie mit Zement vermischt worden und nachdem sie fertig gepinkelt war, war sie mit allen vier Pfoten einbetoniert! Es dauerte drei Stunden sie freizupickeln! Meine Frau D. ist über ein herumliegendes Brett gestolpert und hat sich böse das Knie verstaucht. Ich kann meinerseits diese Bohrgeräusche einfach nicht mehr ertragen. Also habe ich heute die ganze Bande weggeschickt! Wer von den Zwergen nicht sofort gehen wollte, habe ich mit dem Gartenschlauch aus dem Haus entfernt! Das Haus ist nachwievor eine einzige Baustelle, ja, es sieht irgendwie sogar schlimmer aus, als wie nach dem Bombenangriff und von daher bin ich mir eh nicht ganz sicher, ob der Auftrag dieses Bautrupps wirklich lautete, unser Heim zu sanieren. Ab Morgen werden amerikanensische Arbeiter weitermachen. Und hoffentlich vor dem ersten Schnee fertig sein. Ich selber sowie ein Teil meiner Familie reisen übrigens Morgen nach Gayland, wegen der bevorstehenden Voltigemeisterschaften. Diese Reise wollten wir ja schon in jener furchtbaren Nacht des 17. Juli unternehmen, als diese Penner auf uns geschossen haben. Diesmal klappt es hoffentlich. Ich werde mich natürlich von Unterwegs weiterhin regelmässig melden. Liebe MitbürgerInnen, wünschen Sie Jacqueline und Bobby Glück! Beide werden an dem Turnier teilnehmen. John F. Kennedy
3. August 1800 - Was soll denn das Gedöns? Liebe MitbürgerInnen, Es tut mir leid, dass ich so übermüdet vor Ihnen stehe. Die Wahrheit ist, ich habe kaum geschlafen! Die Aquanopolitanischen Handwerker kennen offenbar nicht die selben Arbeitszeiten wie wir! Den ganzen Abend haben uns penetrantes Gehämmere, schrill aufheulendes Bohrergedrille und unvermittelt runterkrachender Schutt den letzten Nerv geraubt. Jedenfalls war dieses cholerische Telefonat schon deswegen völlig unnötig, weil Schimaniski ja scheinbar mittlerweile wieder von Aquanopolis gefasst wurde. Also was soll der Scheiss!? Ich kann ohnehn nicht nachvollziehen, warum man sich aquanopolitanischerseits so dermassen auf diesen von Ankerhagen eingeschossen hat. Der war doch nur ein Hofschranze! Eine servile Seele, die jedem Herrscher zur Hand geht, egal wie er heisst. Ich stimme da vollends Günter dem Grossen zu, dass es völlig bescheuert ist, sich wie blöd auf Ankerhagen zu fixieren, wo der eigentliche Schuldige ja wohl ganz eindeutig Norbert Ruplak heisst. Mir ist schon klar wo das Problem liegt: Ruplak ist ein grenzdementer Vollalkoholiker, der vermutlich schlicht nicht zurechnungsfähig ist. Darum würde ihn kein Gericht der Welt verurteilen. Das aber bedeutet, keine Sühne! Allenfalls geschlossene Entzugsklinik. Und das ist rachsüchtigen Gemütern wohl zu wenig. Doof is das, aber echt jetzt! John F. Kennedy
2. August 1800 - Günter der Grosse wieder König des VKWE! Wer hätte das gedacht!...Naja, oder besser: Wer nicht! Norbert Ruplak, dieser saufende Einzeller, diese Alkleber auf Beinen hatte den Thron durch Betrug und Täuschung an sich gerissen! Somit gehen die Wanner Chaos-Tage endlich zu Ende und mein Freund, Günter der Grosse kann nicht nur wieder nach hause, er wird auch wieder seinen rechtmässigen Platz als Staatsoberhaupt des Königreiches einnehmen! Ich habe persönlich König Günter viel zu verdanken. Er rettete mein Leben und das meiner Familie. Als Zeichen der Dankbarkeit und der Vebundenheit unserer Völker werden wir ab sofort Hopfen, Gerste und Weizen zum Selbstkostenpreis an die Bierbrauereien Wanne Eickels liefern. Das Königreich, welches ja nicht gerade viel Fläche zum Anbau dieser Getreidearten hat muss ja schon seit jeher diese Rohstoffe importieren. Auf unseren endlosen Weiten wächst das Zeug indes wie verrückt. Von daher ist es uns überhaupt kein Problem, das Königreich tonnenweise mit diesen wertvollen Rohstoffen zu versorgen. Lang Lebe Wanne-Eickel, lang lebe König Günter! So wie es aussieht, hält auch Aquanopolis Wort. Die ersten Handwerker waren heute da und fangen an, das Dach zu reparieren. Bis das fertig ist, schlafen wir eben in der Bibliothek, auf dem grossen Mammutfell. Hat auch was. Vor dem Sex schweinische Wörter in allen möglichen Sprachen griffbereit nachschlagen zu können war jedenfalls mal eine ganz nette Bereicherung unsere Ehelebens. Heute Nachmittag wurde uns eine recht eigentümliche Lieferung überbracht: Der Leichenwagen des Bestattungsunternehmens Peace&Evergreen Broth, die überreste der Sequoia semper virens, ein Pin-Up Poster und - nun ja - der fachgerecht verschnürte Herr Orchid, welcher das Attentat begangen und es gewagt hatte, meiner Familie und mir einen Satz Kugeln zu verpassen. Nun ja. Sicher ist, dass Orchid nun wie Johnson auch im Gefängnis sitzt und dort auf seinen kurzen Prozess wartet, welche für beide nur ein Urteil kennen wird: Ab nach Alkikatz! John F. Kennedy
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