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Diverses:Mord im Schrank

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Charaktere[Bearbeiten]

Inspektor Wutz Witless (Namensänderung aus ermittlungstaktischen Gründen)
Lotte (Die Büroschlampe)
Edgar (Pathologe)
Der Nussverkäufer
Herr Tierlieb
Moltke (General a.D.)
Staubsaugervertreter
Otto von Bismarck (Sprechendes Gemälde)
Der Dentist
Die sprechende Kartoffel
Coconut Joe
Telefon
Anrufer
Der Bürgermeister von Jamaika

1.Akt „Fakt ist Fakt!“[Bearbeiten]

Sechs Uhr morgens. Eine braune Masse nähert sich der elfenbeinfarbigen Keramik. Der Inspektor defäkiert. Das Telefon klingelt.

Telefon: Rring! Rrrrring! RRRIINNNGG!

Inspektor Witless: Ich komm doch schon!

Telefon: Mach' hin!

Telefonmann.png
Der Inspektor erhebt sich und eilt zum Telefon. Vergisst aber seine Hose hochzuziehen. Er nimmt den Hörer ab.

Inspektor Witless: Hallo!

Anrufer: Hallo!

Inspektor Witless: Wer ist da?

Anrufer: Hallo! Wer sind sie? Sind sie Herr Inspektor Witless?!

Inspektor Witless: Ja. Und ihr Name?

Anrufer: Der ist nicht von Belang. Es ist ein Mord geschehen!

Inspektor Witless: Wo?

Anrufer: Bei mir im Schrank!

Inspektor Witless: Im Schrank? Ich komme sofort!

Der Inspektor legt auf.

Inspektor Witless: Scheiße! Ich hab gar nicht nach der Adresse gefragt!

Der Inspektor ärgert sich. Dann sieht der Inspektor die braune Spur vom Telefon zum Bad und entdeckt, dass er vergessen hatte seine Hose hochzuziehen. Er ärgert sich noch mehr.

Inspektor Witless: ******!!! *****! ****** und *******! *****!!

Der Inspektor beruhigt sich wieder und sein blutrot glühendes Gesicht nimmt langsam wieder die gewohnte Blässe an. Das Telefon klingelt erneut.

Inspektor Witless: JA!

Anrufer: Hallo, schönen guten Tag, mein Name ist Sahra Körf! Hätten sie einmal kurz Zeit für eine kleine Umfrage. Es dauert nur wenige Minuten. Es geht um ...

'Inspektor Witless: NEIN!

Noch ein Anruf.

Anrufer: Hallo ich bin`s nochmal...

Inspektor Witless: ICH NEHME AN KEINER UMFRAGE TEIL!!!

Anrufer: Was für eine Umfrage? Ich rufe wegen des Mordes an.

Inspektor Witless: Haben sie schon den Täter?

Anrufer: Nein, ich ruf doch wegen der Adresse an. Außerdem sie sind doch der Inspektor.

Inspektor Witless: Ach ja stimmt.

Der Inspektor lässt sich die Adresse durchgeben und fährt mit ein paar Kollegen zum Tatort. Die Spurensicherung ist schon da. Der Inspektor nimmt die Leiche Huckepack und läuft mit ihr zum Polizeirevier. Auf der Straße wird er dabei von bohrenden Blicken begleitet.

2.Akt „Großstadtrevier (Große Haie, kleine Fische)“[Bearbeiten]

Der Inspektor betritt das Polizeirevier. Lotte die Sekretärin ist schon da. Sie hat dunkelblonde fettige Haare und ein beiges Kleid an.

Lotte: Na`, Süßer! Hast du mir was schönes mitgebracht?!

Inspektor Witless: Nein, das ist für den Edgar.

Lotte: Ich wusste doch schon immer, dass du schwul bist. Naja, deswegen habe ich ja auch mit dem Polizeipräsidenten den Urwald erkundet und nicht mit dir!

Inspektor Witless klatscht Lotte eine und schleift die Leiche weiter bis in den Keller des Reviers, da wo Edgar sein Labor hat.

Inspektor Witless: Hallo, Edgar! Ich habe wieder was für dich.

Edgar: Lass mal sehen.

Edgar, der Pathologe, betrachtet mit straffen Blick das Opfer und wendet sich dann der Leiche zu. Sie hat eine sexy Lederhose an. Im Hintergrund hört man leise Musik. Die Lampen im Labor flackern.

Inspektor Witless: Und?

Edgar: Es ist ein Mann. Siehe Penis. Vielleicht ein Bayer. Siehe Lederhose. Er ist wohl an eines unnatürlichen Todes gestorben. Das kann man an den zahlreichen Einstichen und Einschusslöchern deutlich erkennen.

Inspektor Witless: Aha! Aber seit wann haben Bayern hinten ein großes Loch in der Hose, wodurch man den Arsch sehen kann? Naja. Sonst noch was?

Edgar: Ich würde sagen, der Mörder hat ihn im Salon mit einer Rohrzange ermordet.

Inspektor Witless: Kann doch gar nicht sein! Er starb im Schrank im Schlafzimmer von Herrn Nicht von Belang durch ein Messer und durch eine Pistole. Sie haben doch gerade auch die zahlreichen Einstiche und Einschüsse selber erwähnt!

Edgar: Nein! Ich hab immer recht! Denn ich bin ja studiert in solchen Dingen!

Der Inspektor geht wieder. Edgar fängt an zur Musik zu tanzen.

Inspektor Witless (denkt laut): Jedes mal dasselbe. Letztes mal war es Herr Grün im Speisesaal mit der Hornhautraspel! Der ist doch bekloppt!

Der Inspektor verlässt das Revier. Er geht vorbei an Lotte´s Schreibtisch. Sie treibt es darauf mit dem Praktikanten. Die anderen Polizisten im Raum lutzen durch ihre Aktenordner um dem Spektakel beizuwohnen.
Plötzlich wird Witless vom sprechenden Bismarckgemälde, welches der Polizeipräsident vor Jahren auf einem türkischen Basar geklaut gekauft hatte, angesprochen.

Otto von Bismarck: Geh in die Stadt, dort wirst du platt, denn da wirst du einen Hinweis sehen und um den Täter ist es geschehen!

Inspektor Witless (denkt laut): Klingt ja nicht so schlecht. Und schließlich ist ja alles was sich reimt, bekanntlich, gut!

3.Akt „In der Stadt“[Bearbeiten]

Coconut Joe.png

Der Inspektor wandert durch die asphaltgrauen Straßen der Stadt und sieht sich nach möglichen Hinweisen um. Ein Nussverkäufer mit Migrationshintergrund bietet lautstark seine Waren an.

Der Nussverkäufer: Nüsse! Nuss frisch! Nüsse...

Inspektor Witless: Hallo.

Der Nussverkäufer: Sie Nüsse wollen?

Inspektor Witless: Nein, wo waren sie zwischen 3 und 6 Uhr am gestrigen Tag!

Der Nussverkäufer: Ich nix Verbrecher.

Der Inspektor zieht seine Dienstwaffe.

Inspektor Witless: Wo waren sie zwischen 3 und 6 Uhr? ANTWORTEN SIE !

Der Nussverkäufer: Ich blonde Frau habe gesext.

Inspektor Witless: Sie meinen, sie haben mit einer Frau geschlafen.

Der Nussverkäufer: Ja!

Inspektor Witless: Mist, da kann ich wohl nichts machen. Ist ihnen denn in letzter Zeit was besonderes aufgefallen?

Der Nussverkäufer: Nix fallen. Frau gesext.

Plötzlich taucht ein Mann mit narbigem Gesicht, unübersehbarer Körperbehaarung und einem grell rosanen Shirt auf. Er kommt dem Inspektor bekannt vor.

Inspektor Witless: Wer sind sie?

Mann: Meine Name ist Coconut Joe. Jo!

Inspektor Witless: Ah, ein alter Bekannter.

Coconut Joe: Ja sie haben mich mal eingesperrt. Nur weil ich einen Kaugummiautomaten geknackt habe! Jo!

Inspektor Witless: Das ist ja auch kein Kavaliersdilikt!

Coconut Joe: Sind sie wieder auf der Suche nach Verbrechern. Jo!

Inspektor Witless: Ja, ich suche...

Coconut Joe: Ich hab da was gehört. Im Altenheim soll was ungewöhnliches vorgefallen sein. Jo! Das weiß ich von meinem Bro! Jo!

Inspektor Witless: Du willst mich doch nur schnell loswerden, damit du hier den Nussstand überfallen kannst!

Coconut Joe: Jo.

Inspektor Witless: Aha! - Aber, weil du mir einen Hinweis gegeben hast, werde ich mal ein Auge zudrücken und dir sogar helfen.

Der Inspektor tritt dem Verkäufer in die Nüsse und schließlich raubt er ihn zusammen mit Coconut Joe aus. Die Beute teilen sie untereinander auf. Schließlich erschießt Witless den Nussverkäufer und einen Staubsaugervertreter, der zuvor seine Geräte dem Nussverkäufer anpreisen wollte, um alle Zeugen aus den Weg zu räumen. Die Leichen werfen beide in den nahegelegenen Hochofen.

4.Akt „Altenstift Himmler“[Bearbeiten]

Volksmusik ertönt aus dem Gemeinschaftsraum des Altenheims. Alt und noch älter schunkeln Arm in Arm zur Musik und knabbern Kekse und Nüsse. Die Pfleger haben ihre Ohren mit alten Pralinen versiegelt.

Noten.png Lebt denn der alte Holzmichel noch? Holzmichel noch?... Noten.png

Rentner: Jaaaaaaaaaaa...er lebt noch! Stirbt nie.

Noten.png Lebt denn der alte Holzmichel noch? Holzmichel noch?... Noten.png

Rentner: Jaaaaaaaaaaa...er lebt noch! Stirbt nniiieee.

Der Inspektor betritt den Raum. Er setzt sich. Mit seinem Revolver zielt er auf den Kassettenrekorder und trifft, aber die Musik hört nicht auf. Die Rentner singen weiter.

Inspektor Witless: Hey! Hier soll etwas Ungewöhnliches passiert sein! Kann mir jemand sagen was! Hey!

Rentner: Jaaaaaa...er lebt noch! Stirbt nie.

Inspektor Witless: Hey!

Ein Opa wird auf den Inspektor aufmerksam. Die Musik wechselt. Nun jault Heintje sein Mama-Lied.

Opa: Ja, in der Tat gab es einen Eklat.
Noten.png Maamaaaaaa sollst doch nicht um deeinen Juungen weeiinen. Noten.png
Inspektor Witless: WAS?
Noten.png Maamaaaaaa sollst doch nicht um deeinen Juungen weeiinen. Noten.png
Opa: Sind sie schwerhörig, Kamerad?!
Noten.png Maamaaaaaa sollst doch nicht um deeinen Juungen weeiinen. Noten.png
Inspektor Witless: Nein, aber die Musik ist zu LAUT!
Noten.png Maamaaaaaa sollst doch nicht um deeinen Juungen weeiinen. Noten.png
Opa: Was?

Der Inspektor hat die Schnauze voll. Er steht auf und schmeißt den Rekorder aus dem Fenster. Endlich Stille. Der Inspektor ist erfreut. Die Rentner (die meisten sind Stalingradveteranen) sind äußerst erbost.

Opa: Sie Vaterlandsloser! Das war ein großer Fehler!

Inspektor Witless: -Wie?

Die Rentner fallen kurzerhand über den Inspektor her und fesseln ihn. Dies können selbst die muskulösen Pfleger, die zusätzlich als Teilzeitkiller arbeiten, nicht verhindern.
Szenenwechsel. Im Keller des Altenstiftes.

Inspektor Witless: Machen sie mich los! Ich bin von der Polizei!

Opa: Und ich bin General a.D. Moltke! Für ihr flegelhaftes Verhalten werden sie sich verantworten!

Inspektor Witless: Ich habe Nüsse für euch, wenn ihr mich losmacht!

Moltke: Was für Nüsse? Wie viel?

Inspektor Witless: Genug für euch alle!

Moltke: Macht ihn los!

Der Inspektor hat Glück. Die Nüsse wirken auf die Rentner wie ein sehr starkes Beruhigungsmittel. Sofort sind sie dem Inspektor gefügig und beantworten ihm seine Fragen. Trotzdem riecht es muffig im Heim.

Inspektor Witless: Was ist hier vorgefallen?

Moltke: Einer unserer Kameraden ist heute Nacht ausgebrochen. Früher in den 20er hat er als Zahnarzt gearbeitet. Deshalb nennen wir ihn den Dentisten. Außerdem soll er damals ein Menge krumme Dinger gedreht haben. Am Vorabend hat er uns erzählt, dass er wieder was erleben will. Wir glauben er ist rückfällig geworden. Wir wollten auch schon das Kriminalamt anrufen, aber wir haben hier ja extrem horrende Telefongebühren.

Inspektor Witless: Aha! Was hat er denn damals veranstaltet?

Moltke: Er hatte illegal Comichefte und Crystal Meth verkauft.

Inspektor Witless: Unglaublich. Damals gab es schon Comichefte! Schweinerei!

Moltke: Ja und es wurde auch nur mit 2 Jahren Haftstrafe geahndet! Heute ist das ja, Gott sei Dank, anders.

Inspektor Witless: Genau, heute kommen sie auf den elektrischen Stuhl. Eine gerechte Strafe, wie ich finde. Naja, jetzt weiß ich ja wonach ich suchen muss. Gibt es vielleicht ein Foto von ihm?

Moltke: Ja, aber nur ein Einsatzfoto von 1943. Er ist derjenige, der den Stuhl am Galgen wegtritt. Er hat sich seitdem kaum verändert. Vom Aussehen her.

Inspektor Witless: Danke. Ich werde sie für den Aktenzeichen XY Preis nominieren!

Moltke: Ach, brauchen sie doch nicht. Ich habe doch schon mehrere eiserne Kreuze aus beiden Weltkriegen. Ich weiß noch wie ich damals in den Ardennen...

Der Inspektor hat keinen Bock auf alte Rentner-Geschichten. Er verabschiedet sich.

Inspektor Witless: Tschüss!


5.Akt „Revier Reloaded“[Bearbeiten]

Zurück im Revier. Inspektor Witless betritt sein Büro. Er tritt wieder aus und geht in den Keller zu Edgar, der gerade seine Nekrophilie in vollen Zügen auslebt. Als er merkt, dass der Inspektor im Raum ist, schiebt er das Lustobjekt zurück in das Kühlfach.

Inspektor Witless: Gibt es was Neues?

Edgar: Ähm, nein.

Inspektor Witless: Edgar, ich habe eine Beschäftigung für dich. Erstelle von dem Foto hier mal ein paar Fahndungsplakate. Du hast ja anscheinend momentan auch nichts Besseres zu tun.

Edgar: Doch! Und warum muss ich immer die ...

Inspektor Witless: Ja, weil die anderen...

Edgar: Nein! Warum nicht Lotte?!

Inspektor Witless: Du weißt doch, sie...

Edgar: Nein! Nein! Nein! Ich bin studiert!

Inspektor Witless: Und jetzt?

Edgar: Mach ich nicht!

Inspektor Witless: Wenn die anderen nicht erfahren sollen, was du hier ...

Edgar: OK! Schon gut.

Der Inspektor geht zufrieden die Kellertreppe hoch. Bei Lotte steht gerade ein älterer Herr und überreicht ihr Blumen. Witless erkennt sofort, dass es sich bei den Blumen um eine bedrohte Art handelt, denn er ist ein Kenner der Flora und Fauna.. Sie stammen aus dem Naturschutzgebiet.

Inspektor Witless: Hey! Hallo. Sie da!

Mann: Meinen sie mich?

Inspektor Witless: Ja. Sie haben da was!

Mann: Das sind doch nur Blumen.

Inspektor Witless: Das ist eine bedrohte Art.

Lotte: Du bist doch nur neidisch, dass er dir nicht die Blumen schenkt! Typisch schwul!

Inspektor Witless: ICH BIN NICHT SCHWUL! Moment mal...

Das Gesicht des Mannes kommt ihm bekannt vor. Er sieht aus wie der Typ auf dem Foto.

Inspektor Witless: ...Sie sind DER DENTIST !

Dramatische Musik erklingt. Edgar hat das Radio angemacht. Der Dentist ergreift die Flucht.

Inspektor Witless: Hinterher! Ein Strauchdieb! Ein Strauchdieb!

Der Dentist rennt hinaus. Der Inspektor und ein Kollege steigen in den Polizei-Jeep. Die erste Neuanschaffung seit 1923. Der Inspektor nimmt eine Jagdflinte mit. Er möchte kurzen Prozess machen.

6.Akt „Treibjagd“[Bearbeiten]

Inspektor Witless steht auf der Ladefläche des Jeeps und hat das Gewehr im Anschlag. Der Dentist läuft um sein Leben. Schweißperlen säumen sein Gesicht.

Inspektor Witless: Stehen bleiben!

Der Dentist: Keuch - Keuch !

Inspektor Witless: Ich schieße gleich!

Der Dentist: Keuch - Keuch !

Inspektor Witless macht ernst. Ein, zwei Schüsse erschallen. Der Dentist wird nicht getroffen. Er biegt in eine Gasse ein. Sie ist viel zu eng für das Polizeifahrzeug. Der Inspektor verfolgt ihn nun zu Fuß.

Menschensafari.png

Inspektor Witless: Halt! Keuch - Keuch !

Der Dentist: Nein. Ich habe nichts getan.

Inspektor Witless: Doch. Keuch - Keuch !

Der Dentist: Keuch - Keuch !

Inspektor Witless: Sie haben... - Keuch! ..den.. - Keuch! Schrank ermordet ...- Keuch!

Der Dentist: Was? - Keuch ! - Keuch !

Der Inspektor bleibt nach zehn Metern erschöpft stehen. Er fordert den Dentisten zum Stehenbleiben auf.

Inspektor Witless: Ich fordere sie auf stehen zu bleiben! - Keuch !

Der Dentist rennt weiter. Er stolpert jedoch über eine leere Packung „Corega Tabs“. Der Inspektor nutzt diesen Sachverhalt aus, um den Dentisten Handschellen anzulegen.

Inspektor Witless: So jetzt sagen sie aus!

Der Dentist: Ich habe keinen Schrank ermordet!

Inspektor Witless: Sie wissen doch genau, was ich meine! Die Leiche, die sie ...Also der nächtliche Mord!... Und vorallem die Blumen, die sie aus dem Naturschutzgebiet gemopst haben! Und der Ausbruch aus dem Altenstift!

Der Dentist: Das mit den Blumen gebe ich zu. Ich bin in der Nacht ausgebrochen, um sie unbeobachtet pflücken zu können. Den Mord habe ich nicht begangen.

Inspektor Witless (denkt laut): Schade, wenn er in der Nacht tatsächlich Blumen pflückte, wenn auch illegal, kann er nicht der Mörder sein. Ich könnte ihm höchstens ein saftiges Bußgeld aufbrummen.
Mit dem Geld könnte ich mir dann auch meinen vollgeschissenen Teppichboden im Flur austauschen lassen.

Inspektor Witless (spricht wieder): Ich denke, sie sagen die Wahrheit. Trotzdem müssen sie mir für die Blumen ein Bußgeld in Höhe von 120.000 DM bezahlen. Dann ist alles vergessen!

Der Dentist: Gehen auch 120 €?

Inspektor Witless: Ja, her damit!

Der Dentist zückt seine Brieftasche und händigt dem Inspektor das Bußgeld in Bar aus. Der Inspektor beschließt zum Baumarkt zu fahren, um sich zu informieren, welche Webstruktur nun die beste für einen neuen Teppichboden ist. Den Mordfall möchte er erstmal aufschieben.

7.Akt „Im Baumarkt“[Bearbeiten]

Im Baumarkt. Der Inspektor betritt ihn durch die Drehtür am Eingang. Er sucht einen Verkäufer. Am Ende des Ganges steht Lotte mit einem Verkäufer.
Es handelt sich bei ihm um den Bürgermeister von Jamaika, welcher im Baumarkt seine Sozialstunden, die er wegen diverser Vergehen ableisten muss, abarbeitet. Er hat einen berlinerischen Akzent.

Lotte: Was ist denn nun, mein Lieber?

Bürgermeister von Jamaika: Am beesten ick zeich ihn ma meene Latte. Kiek ma!

Lotte: Die hat ja die perfekte Länge. Wunderbar!

Bürgermeister von Jamaika: Scheen, wa´?

Lotte: Darf ich die mal in die Hand nehmen?

Bürgermeister von Jamaika: Mach det.

Lotte nimmt die Latte in die Hand. Sie scheint schwer zu sein.

Lotte: Suppi! Damit kann ich meinen kaputten Zaun im Garten sicher reparieren. Dann können die Spanner auch nicht mehr durch das Loch gucken, wenn ich mich mal oben-ohne sonne.

Lotte geht mit der Holzlatte zur Kasse und bezahlt. Der Inspektor nutzt die Gelegenheit des gerade anwesenden Personals und geht zum Jamaikaner.

Inspektor Witless: Ja. Hallo! Führen sie auch Teppichboden?

Bürgermeister von Jamaika: Hä, wat bist du denn fürn Vogel? Dit isn Baumarkt! Hier jibbet allet. We sin ja nich det Schwedenpuff.

Inspektor Witless: Ja, hören sie mal! Was glauben sie eigentlich wer sie sind?! Ich bin Inspektor Witless. Mich kennt man aus der Lokalzeitung. Ein bisschen mehr Respekt bitte!

Bürgermeister von Jamaika: Hab ick mee doch gleich jedacht, dit du ne Flitzpiepe vonne Bullen biss. Ja dann komm ma mijt.

Der Bürgermeister führt den etwas erzürnten Inspektor in die Teppichbodenauslagefachabteilung.

Bürgermeister von Jamaika: So heer isset. Feener Herr.

Inspektor Witless: Sie haben gerade eine Frau beraten.

Bürgermeister von Jamaika: Jo, dit hab ick. Aber wat jeht sie dat an?! Ick jacht dit se nen Teppich wolln?

Inspektor Witless: Ja, aber die Frau war meine Kollegin...

Bürgermeister von Jamaika: Jlückwunsch! Stört se deann sicher och net dat ick se jestern bem´ Gangbang jurchjenudelt hab.

Inspektor Witless: Nö! Mich hätte eher gewundert, wenn sie nicht mit ihnen geschlafen hätte. Die halbe Stadt hat schon mit ihr.

Bürgermeister von Jamaika: Wees ick!

Dem Inspektor kommt ein Verdacht, denn Lotte ist zwar eine Schlampe, aber sie hatte noch nie mehr als einen einzelnen Mann im Bett. Dies wusste er von den anderen Kollegen, die alle schon das Vergnügen hatten. Scharfsinnig hakt der Inspektor nach.

Inspektor Witless: Können sie das beweisen?

Bürgermeister von Jamaika: Wat is mit ihnen? Sind se nen bisschen knülle? Dit wa Gangbang! Da isse immer mehr als eene Person! Dit sind meene Zeugen.

Inspektor Witless: Könnten sie mir die Namen nennen?

Bürgermeister von Jamaika: Wat biss ju denn fürn Perversen?

Witless reicht es, er zieht seine Dienstwaffe und hält sie dem Bürgermeister vor das Gesicht.

Bürgermeister von Jamaika: Schon juut! Schon juut! Da is eine mit sonne narbige Jesicht jewesen. Ick glaub er hieß irgendwat mit Joe. Den waa da noch nen alter Sack. Aber dee is schon früh abjehauen. War irgentson Botanikfreak.
Wollt noch unbedingt nen pa Blumen rausruppen jehen. Jo wer wa da noch? Ähh, nen Nussmann; Typ mit ne Staubsauga, dit sprechende Kartoffelteil und der olle Zoorektor Tierlieb, der wa janz schön übel jelaunt, weel er jachte dit er alleene mitte der wilden Lotte sen Ding jurchziehen kann.
Hat jedroht uns alle umzubringen. Hat deen jedoch jurz nach den SM-Typen mitter Lederbuchse, der auch nooch da wa, de Fliege jemacht.

Dem Inspektor schießt es, wie ein Blitz in den Kopf. Hatte die Leiche nicht eine knackenge Hose aus Leder an?! Vielleicht ist der frustrierte Zoodirektor der Mörder!? Vielleicht war der Mord eine Frusthandlung!?
Sofort verlässt er den Baumarkt (natürlich erst nachdem er was passendes gefunden und mit dem Bußgeld bezahlt hat) und steigt in den Transrapid, der direkt zum Zoo durchfährt. Den neuen Teppichboden trägt er dabei lässig auf der linken Schulter.

8.Akt „Zoobesuch“[Bearbeiten]

Station Zoologischer Garten. Der Inspektor steigt aus. Er möchte sofort mit dem Direktor Herrn tierlieb sprechen bzw. ihn einfach nur verhaften, damit die Sache einfach mal gegessen ist. An der Kasse jedoch wird er aufgehalten.

Inspektor Witless: Was? Wieso komm ich nicht durch!?

Kassierer: Zuertt mützen tie ein Ticket kaufpfen.

Inspektor Witless: Ich bin von der Polizei! Ich komme immer umsonst rein!

Kassierer: Tann kommen tie auch nifft rein.

Inspektor Witless: Sie haben ja einen Sprachfehler.

Der Inspektor dreht sich zur Kasse. Dort ist scheinbar niemand. Er geht näher rann und entdeckt eine kleine Kartoffel. Es ist aber nicht nur irgendeine Kartoffel, es handelt sich um die stadtbekannte sprechende Kartoffel.
Sie ist, mit Unterzeichnung des Freihandelsabkommens, aus der USA vom Genfeld in die Stadt des Inspektors gezogen.

Sprechende Kartoffel: Wotten tie jetz ein Ticket oder nifft?

Inspektor Witless: Es geht um Mord. Ihr Direktor hat einen Menschen auf den Gewissen! - Gibt es auch ermäßigte Tageskarten für Polizisten?

Sprechende Kartoffel: Nein, aber, wenn tie tich hinkniefen, kann ich tie alt Kinf durchgehen latten. Tie kriegen dann Kinferrrabatz.

Der Inspektor kauft eine Karte und watschelt auf Knien mit dem Teppichboden auf dem Kopf zum Büro des Direktors. Dabei lenkt der Inspektor viele Besucher vom Tieregucken ab, weil er einfach so bescheuert aussieht. Endlich am Büro des Direktors.

Inspektor Witless: Aufmachen Polizei! Ich bin ein Inspektor! Mein Name ist Witless! Dull Witless!

Herr Tierlieb: Ich bin nicht da.

Inspektor Witless: Aufmachen! Oder ich wende Gewalt an.

Fluchttierlieb.png

Herr Tierlieb: Haha! Lecken sie mich doch!

Herr Tierlieb hat sich aus dem Hintereingang geschlichen und versucht nun mit einem Segway zu entkommen. Der Inspektor legt den Teppichboden beiseite und rennt sofort hinterher.

Herr Tierlieb: Haha! Sie werden mich nie kriegen!

Inspektor Witless: Stehen bleiben oder ich scheisse! Äh schieße!

Herr Tierlieb: Brum Brum! Das geht ab!

Der Inspektor ist wieder kurz davor schlapp zu machen.

Inspektor Witless: Stehen bleiben! -Keuch! - Hust!

Herr Tierlieb: Platz da!

Inspektor Witless: -Keuch! Sind sie, äh -Hust überhaupt der Mörder? -Hust!

Herr Tierlieb schaut nach hinten. Sein Gesicht ist aufgequollen vor Wahnsinn. Seine Augen drehen sich wild im Kreis.

Herr Tierlieb: Ja! Muhaha!

Inspektor Witless: Haha!

Herr Tierlieb: Warum lachen sie?!

Inspektor Witless: Schauen sie mal nach vorne!

Ein beleibter Mann mit Pinoccio-Eis versperrt den Weg. Es ist zu spät, Herr Tierlieb kann nicht mehr ausweichen. Gedärme spritzen durch die Gegend. Und dies auch nur, weil Herr Tierlieb keinen Helm aufgehabt hat. Beide sind auf der Stelle tot. Der Inspektor ist zufrieden.

Inspektor Witless: Ein Mörder und ein Fettwantzt weniger, dass nenne ich gelungene Arbeit.

Im Hintergrund sieht man jedoch die Kartoffel, wie sie sich mit dem Teppichboden des Inspektors und einer Rohrzange aus dem Park schleicht.

-ENDE-
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Der Artikel Diverses:Mord im Schrank ist nach einer erfolgreichen Abstimmung mit dem Prädikat Gelungen ausgezeichnet worden und wird zusammen mit anderen gelungenen Artikeln in unserer Hall of Fame geehrt.

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