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Diverses:Ein Buch lesen

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Ratgeber in 10 einfachen Lektionen.

Die Auswahl des Verfassers

Ein offenes Buch: Dein neuer Freund!

Das erste Problem, das sich beim Lesen eines Buches stellt, ist die Auswahl des Verfassers. Man liest am besten ausschließlich Bücher, die von einem Mann geschrieben wurden. Da etwa 97% der schreibenden Frauen ohnehin männliche Pseudonyme benutzen, hat man bei solchen Büchern nie die Gefahr, dass es sich um intellektuellen feministischen Firlefanz handelt. Ausnahmen hiervon sind nur Agatha Christie und Joanne K. Rohling! Übrigens: Als Gegenbewegung zum Frauenzeugs nannten sich sogar zahlreiche gute Schriftsteller Mann: Thomas Mann, Heinrich Mann, Klaus Mann oder auch Golo Mann.
Am besten eignen sich zum Lesen Bücher, die von einem Mann mit einem einfachen deutschen Namen geschrieben wurden (Mann, Gras, Murks).

Die Auswahl des Genres

Es gibt entsetzlich viele Bücher. Bücher teilen sich in verschiedene Gruppierungen ein. Diese nennt man unter Fachleuten "Genre". Das spricht man komisch aus, [dschonkre] oder so. Hauptunterteilung bei Büchern sind die beiden Genres langweilige Bücher und spannende Bücher.
Am besten liest man stets nur spannende Bücher, denn alle anderen haben den Nachteil, dass man ständig und ewig beim Lesen einschläft. Das zieht die Lektürezeit unnötig in die Länge und verdirbt den Spaß beim Lesen ungemein.
Auch die spannenden Bücher teilen sich nochmal in verschiedene Kategorien auf: Krimis (z.B. "Der Hexer"), historische Romane ("Das Suddelmunixan") und Filmbücher ("Robin Hood" - Das Buch zum Film mit Kevin Kostner). Beispiele kann man viele nennen, man fragt am besten einfach die Verkäuferin des Vertrauens.

Die Auswahl des Titels

Ein offenes Buch: Unbekannte Welten

Von Büchern mit langen Titeln ist abzuraten. Ein Tscheche schrieb mal ein Buch, das er "Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins" nannte. Es verkaufte sich extrem schlecht, da schon die Verkäuferinnen sich den Titel nie merken konnten. Und man stelle sich vor, man müsste am Kegelabend von dem Buch erzählen? Die Gefahr wäre groß sich schon beim Titel zu verheddern und sich so nachhaltig zu blamieren.
Es empfehlen sich kurze Titel. Am besten welche, die einen der Artikel "der/die/das" vorne dran haben. Danach folgt dann ein einfaches Hauptwort - fertig! Oder noch besser ist ein Eigenname ohne das "der/die/das". Leicht zu merken. Sogar am Kegelabend nach dem zwölften Glas Pils. Das erklärt den Erfolg von Titeln wie "Das Jesus-Video", "Die Blechtrommel", "Der Hexer" oder "Die Bibel".

Das Lesen

...und noch ein offenes Buch

Nachdem also Informationen über Verfasser, Kategorie und Titel des optimalen Buches gesammelt wurden, geht man in ein Büchergeschäft und kauft ein entsprechendes Buch.
Nun dann eine kurze Einführung in das perfekte und systematische Lesen in 10 leichten Schritten für jedermann:

Lektion 1: Wo fängt man an?

Bücher sehen sich meistens sehr ähnlich, in ihnen steht aber oft nicht dasselbe drin!

Wo fängt man das Lesen denn nun an? Am besten vorne. Die meisten Bücher haben unten in den Ecken kleinere Zahlen. Optimal fängt man bei eins an, in jedem Fall aber bei der niedrigsten Zahl und arbeitet sich dann langsam zu den höheren Zahlen vor.
Probleme: Die ersten Seiten werden meist montags morgens gedruckt und haben deshalb in der Regel keine Zahlen. Das ist eine Unaufmerksamkeit der Druckerei. Also: in dem Fall bei der ersten nummerierten Seite anfangen. Bei Krimis kann man eine Ausnahme machen. Viele Leser fangen Krimis bei der zehnthöchsten Zahl an. Das hat den Vorteil, dass das Lesen nicht zu spannend wird.

Lektion 2: Sehhilfen

Es empfehlen sich zum Lesen eine Brille und eine Lupe. Eine Brille ist sinnvoll, wenn die Buchstaben nicht deutlich zu erkennen sind, eine Lupe ist bei alten Leuten und kleiner Schriftgröße sehr ratsam.

Lektion 3: Wo liest man am besten?

Schon den jüngsten kann es Freude bereiten, ein gutes Buch zu lesen!

Lesen kann man immer und überall. Die Beleuchtung ist das Problem. Lesen Sie an hellen Orten. Lesen Sie in Gesellschaft, dann haben Sie Ansprechpartner, wenn es Fragen gibt. Hier eine Top10 Liste der besten Plätze zum Lesen:

  1. Beim Rendezvous (Kerzenlicht reicht als Lichtquelle völlig aus!)
  2. Im Bett beim Sex (Vorsicht: Das Buch kann wackeln)
  3. Im Schwimmbad (Vorsicht! Die Seiten werden leicht nass!)
  4. Im Krankenhaus (vor allem im OP und im Kreissaal, da ist die Beleuchtung spitze!)
  5. Beim Kegelabend (da haben Sie viel Gesellschaft)
  6. In der Schule (auch da: viele Ansprechpartner bei Fragen)
  7. In der U-Bahn (lesen Sie laut! das erfreut die Umstehenden)
  8. Bei Beerdigungen (da haben Sie die nötige Ruhe)
  9. In einem Lesesaal (lesen Sie auch da laut, dann müssen die anderen nicht selber lesen!)
  10. In der Badewanne (auch hier: Gefahr der Nässe)
Bücher sehen oft verwirrend aus

Lektion 4: Lesehilfen

Eine prima Lesehilfe: Die Märchenoma

Lesehilfen (nicht zu verwechseln mit Sehhilfen!) sind Menschen, die einem unerfahrenen Leser beim Lesen helfen. Dazu zählen Zivildienstleistende, Enkel, Nachbarn und vor allem die berühmten Märchenomas. Eine solche Lesehilfe erspart einem viel Arbeit und intensiviert das Leseerlebnis enorm!

Lektion 5: Lesestaubewältigung

Jeder Leseanfänger wird schnell bemerken, dass die Erstaufnahme und (vor allem!) die Wiederaufnahme des Lesevorgangs das eigentliche Problem darstellen. Die beste Methode einem sogenannten Lesestau vorzubeugen ist, dass man ein Buch in einem durch liest. Von vorne bis hinten. Es gibt nahezu nichts Schlimmeres als das Gefühl ein Buch halb gelesen zu haben. Man gibt sich "einfach" einen Ruck und fängt an und beendet das Buch am selben Tag. So - und nicht anders! - kann man am besten einen Lesestau verhindern.
Ist Lesestau erst einmal eingetreten, verfährt man am besten nach dem Muster der Konfrontationstherapie - man stellt sich dem Feind so schnell wie möglich. Man muss so rasch wie möglich den Lesevorgang wieder aufnehmen!

Die berühmte Buchleserin Mimi aus Ost-Berlin

Lektion 6: Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett

Die Mimi war eine Ost-Berliner Prostituierte in den 80er Jahren. Sie war ein bekanntes Idol der Ost-Berliner Buchleseszene und dient auch heute noch als Beispiel, wie man das Buchlesen effektiv einsetzen kann.
Jedes Mal, wenn Mimi wieder einen wichtigen Kunden hatte, der ihren Vorstellungen eines Traummannes nicht entsprach, nahm Mimi einen Kriminalroman mit zur Arbeit. Diesen las sie dann zu Zeitpunkten, als die Funktionärselite des Arbeiter- und Bauernstaates ihren Spaß absolvierte und verrichtete und sich mühselig auf Mimi abplagte.

Lektion 7: Kleinere Hürden

Vorsicht! Auch ein leichtes Buch kann ein schweres Problem werden!

Ein Buch zu lesen kann auch mit unerwarteten kleineren Hürden verbunden sein. Darauf muss man jederzeit vorbereitet sein. Hier ein paar Beispiele:

  1. Bücher sind mehrheitlich aus Papier, sie können leicht brennen, man hält also beim Lesevorgang am besten stets einen Feuerlöscher bereit!
  2. Bücher sind anfällig gegen Verkleben durch Nahrungsmittel (wie etwas Honig oder Karamellbonbons). Man hält für diesen Fall immer einen messerscharfen Brieföffner bereit!
  3. Bücher sind teilweise extrem teuer und dennoch gut transportierbar. Sie werden schnell Gegenstand von Diebstählen - somit versichert man sein Buch am besten sehr gut!
  4. Bücher sehen sich sehr ähnlich, alle haben viele Seiten und einen Haufen Buchstaben darauf. Es gibt also eine hohe Verwechslungsgefahr! Vorsicht ist geboten! Oftmals kommen (vor allem unerfahrene!) Leser und Leserinnen nach einer aufregenden Lektüre mit dem falschen Buch nach Hause!

Lektion 8: Lesereise

Wenn man nach Stonehenge reist, sollte man ein Stonehenge-Buch dabei haben

Es gibt zwei Arten von Lesereisen:

  1. Die erste ist die des Lesenden. Vor allem bei Anfängern beliebt ist die Reise in ein fernes Urlaubsland, wo man Sprache und Kultur nicht versteht. Man nimmt sein Buch mit in den Auslandaufenthalt und wenn man zurückkommt, hat man das Buch vollständig gelesen. Besonders toll sind solche Reisen, wenn das Buch auch noch vom/im entsprechenden Land handelt, so kann man dann dem Kegelclub auch vom Leseerlebnis und vom bereisten Land Bericht erstatten!
  2. Die zweite Sorte Lesereise ist die des jeweiligen Autors. Dort wird aus dem entsprechenden Buch vorgelesen. Das ist eine bequeme Art, das selber-lesen zu sparen. Der Eintritt ist meist umsonst oder er kostet nicht sehr viel Geld. Diese Sorte Lesereisen gibt es schwerpunktmäßig bei Autoren und Autorinnen, die noch leben. Tote Autoren beenden im Normalfall ihre Lesereisen zum Zeitpunkt des Ablebens abrupt.

Lektion 9: Wie liest man ein Buchende?

Nachdem nun allerlei Aspekte des Leseprozesses angesprochen wurden, kommt nun der Höhepunkt und eigentlich auch der schwerste Teil der Lerneinheit "Ein Buch lesen": Wie liest man ein Buchende!?
Der wichtigste Punkt ist die Vorbereitung. Man muss sich der Lücke, die das Ende der Lektüre im Leben des Lesers hinterlässt am besten vorher schon Gewahr sein. Es gilt das Vakuum zu füllen. Man macht schon Tage im voraus Termine und versucht die Zeit nach dem Ende der letzten Zeilen sinnvoll zu gestalten. Die Literaturwissenschaft hat schon häufig viele psychischen Probleme in der Schlussphase einer Buchlektüre beobachtet.

Lesen am Steuer endet oft tödlich! Also Vorsicht!

Lektion 10: Gefahren des Lesealltags - ein unterschätztes Problem

Lesen ist lebensgefährlich! - das muss man sich stetig vor Augen halten! Nicht etwa im Straßenverkehr (wie oft vermutet) oder im Haushalt (wie ebenfalls sehr oft kolportiert), nein, die meisten Unfälle in Deutschland ereignen sich beim Lesen. Vor allem fällt man beim Lesen leicht in offene Schächte oder Abhänge hinunter. Sehr gefährlich sind auch Lesen beim Autofahren, beim reiten oder beim pressluftbohren.

Fazit

Nach der Lektüre dieses Ratgebers sollte man nun gründlich auf das Leseerlebnis und seine Tücken vorbereitet sein. Eine kurze Zusammenfassung:

  1. Das Buch gründlich auswählen
  2. Vorne anfangen
  3. In einem durch lesen
  4. VORSICHT!
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