1 x 1 Goldauszeichnung von Meister ProperGanda

Diverses:Die Sache mit dem Gemüse

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1. Kapitel: Ein neuer Fall[Bearbeiten]

Es ist ein ruhiger Tag, irgendwo auf irgendeiner Polizei-Dienststelle. Ich zünde mir gerade eine Zigarette an, als
Ohne den richtigen Nikotinspiegel läuft bei mir gar nichts.
der Dienststellen-Leiter reinkommt.
"Fidel! In mein Büro, sofort!",
dann geht er wieder. Ich bleibe sitzen, rauche meine Zigarette auf, lese meine Zeitung zu Ende und frage meine Mutter per Mail, wie es ihrem Rücken heute geht. Es ist mir zwar eigentlich egal, aber ich liebe nichts mehr, als meinen Chef zu ärgern. Nachdem ich also so viel Zeit wie möglich verschwendet habe, gehe ich gemächlich ins Büro meines Chefs, um mir anzuhören, wie unfähig und faul ich doch sei. Nachdem ich noch kurz der neuen Praktikantin die Abseitsregel beim Fußball erklärt habe, welche sie gar nicht wissen wollte, zünde ich mir eine Zigarette an und betrete das Büro des Dienststellen-Leiters.
Der kocht. Aber keinen Kaffee und auch keinen Tee, er kocht vor Wut. Das freut mich. Ich setze mich, ziehe an meiner Zigarette (welche dadurch seltsamerweise kürzer und nicht länger wird) und schaue ihn völlig gelassen an. Der Chef macht ein Gesicht, als würde sein Kopf platzen, während er Rot anläuft. Dann bricht er aus.
"Sie unfähiger, fauler Idiot! Ich habe Sie vor einer Stunde in mein Büro beordert. EINE STUNDE! Was fällt Ihnen ein, so lange zu brauchen!"
"Tut mir leid, Chef, ich dachte Sie meinten meine Zimmerpflanze. Bin erst später draufgekommen, dass Sie mich gemeint haben."
"Wie kommen Sie darauf, dass ich mit ihrem Gummibaum rede, Sie hirnlose Amöbe!"
"Sie sagen doch immer, dass Sie den für klüger als mich halten. Ich dachte, Sie wollten ihm meinen Posten übertragen."
Der Chef sieht mich an. Ich spüre, dass er kurz davor ist, seine Dienstwaffe zu missbrauchen. Dann atmet er tief durch und deutet auf eine Akte, die auf seinem Schreibtisch liegt.
"Ihr neuer Fall, Fidel. Fangen Sie sofort mit den Ermittlungen an. Wenn Sie bis Morgen keine Ergebnisse haben, dann mach ich Ihnen die Hölle heiß. Und jetzt raus hier."
Ausnahmsweise tue ich gleich, was mein Chef mir sagt und verlasse sein Büro. Ich gehe noch kurz in mein eigenes Büro, um meine Dienstwaffe und meine Jacke zu holen, dann zünde ich mir eine Zigarette an und trete aus der Dienstelle ins grelle Sonnenlicht. Hier stehe ich nun. Ich, Kommissar Walter Fidel, 38 Jahre alt, seit 15 Jahren im Polizeidienst und mit allen Wassern gewaschen. Außer sauberem, Hähä... Doch genug von mir, es geht hier immerhin um ein Verbrechen, welches ich aufklären muss. Ich sehe mir die Akte an. Irgendwer wurde ermordet. Von irgendwem. Es klingt wie ein ganz normaler Fall, bis auf ein winziges Detail. Die Tatwaffe war... Eine Karotte. Ich traue meinen Augen nicht. Eine Karotte? Wie soll man denn jemanden mit einer Karotte umbringen? Aber es steht in der Akte, und die Akte hat immer Recht. Ich gerate ins Grübeln. Wo soll ich anfangen? Ich beschließe, mir diese mysteriöse Karotte mal näher anzusehen. Das heißt, ich muss zur KTU (Kriminaltechnische Untersuchung). Ich steige also in meinen Wagen und fahre los. Die Ermittlungen beginnen.

2. Kapitel: Bei der KTU[Bearbeiten]

Ich sitze bei der KTU und langweile mich. Der Experte, der die Karotte untersucht hat, lässt auf sich warten. Aber ich lasse mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich schaue aus dem Fenster, rauche eine Zigarette und denke über den Fall nach. Wer könnte es wohl schaffen, jemanden mit einer Karotte umzubringen? Der Hulk? Chuck Norris? Supermann? Dann, während ich gerade alle möglichen und unmöglichen Verbrecher in meinem Kopf durchgehe, tritt ein Mann im Kittel ein. Es ist der Kerl, der die Tatmöhre untersucht hat. Er sieht mich, stutzt, stürzt auf mich zu und brüllt mich aufgeregt an:
"Was fällt Ihnen ein? Sie aschen in meine Petrischale! Da sind wichtige Substanzen drin! Täter-DNA!"
"Ihre Schuld, wenn sie so wichtige Sachen in Behälter füllen, die wie Aschenbecher aussehen."
sage ich und zünde mir noch eine Zigarette an. Der Professor gibt mir schnell einen Aschenbecher, um seine Petrischalen vor weiterem Ascheregen zu schützen. Als ich den Aschenbecher sehe, grinse ich und sage:
"Hey, der sieht ja aus wie eine Petrischale!"
der Professor findet den Spruch allerdings NICHT lustig. Wenn Blicke töten könnten... Ich beschließe, das Thema zu wechseln.
"Äääh... Was haben Sie denn über die Karotte herausgefunden? Irgendwas nützliches?".
Der Professor sieht mich an. Dann schlägt er die Akte auf, die er mitgebracht hat und sagt:
"Laut meiner Analyse handelt es sich bei der Karotte hundertprozentig um die Tatwaffe. Nun werden Sie sicher denken, dass die Karotte vergiftet war und das Opfer sie gegessen hat, oder nicht? Falsch. Erstaunlicherweise wurde das Opfer mit der Karotte nicht vergiftet, sondern erstochen!"
"Erstochen?"
frage ich.
"Ja, erstochen!"
erwidert der Professor.
"Mitten ins Herz!"
Der Professor schließt die Akte wieder.
"Mehr habe ich noch nicht herausgefunden. Nur, dass es sich nicht um eine normale Karotte handelt. Definitiv nicht. Ich habe seltsame Chemikalien darin gefunden. Sie sollten sich mal in einer Chemiekalien-Fabrik umsehen."
"Sagen Sie mir nicht, wie ich meinen Job zu machen habe. Ich weiß selber, wie ich den Karren so an die Wand fahre, dass die Gangster an der Stoßstange kleben, wenn Sie verstehen, was ich meine."
"Verstehe ich nicht, nein."
"Sehen Sie? Darum bin ich auch der Professor und Sie sind der Kommissar."
"Sie sind der Kommissar."
"Sag ich doch."
"Sagen Sie nicht, Sie sagten, Sie wären der Professor."
"Ich und Professor? Wer von uns beiden trägt denn hier die Dienstmarke, Sie oder ich?"
"Keiner von uns trägt eine Dienstmarke."
"Hab das Ding im Wagen vergessen, war auch nur eine rhetorische Frage."
"Ich glaube, Sie sind nicht ganz bei Trost. Sind Sie betrunken?"
"Regelmäßig."
sage ich wahrheitsgemäß und gehe. Minuten später stehe ich auf der Straße und suche meinen Wagen. Nebenbei zünde ich mir eine Zigarette an und überlege, wo die nächste Chemiekalienschmiede ist. Meine Wahl fällt auf die Gelben Seiten, da ich von Chemie keine Ahnung habe. Also auf zur nächsten Telefonzelle, da hängen solche Bücher doch meistens rum. Ich steige in meinen Wagen und Brause los, in der Hoffnung, irgendwo eine Telefonzelle zu finden, die halbwegs sauber, unbewohnt und nicht ausgebrannt ist.

3. Kapitel: Wo sind die Chemiebetriebe?[Bearbeiten]

Nach zwei Stunden habe ich eine gefunden, auf die all diese Merkmale zutreffen. Allerdings wurden hier die Telefonbücher und die Gelben Seiten geklaut. Ich zünde mir eine Zigarette an und denke darüber nach, was bloß aus dieser Stadt geworden ist. Oder zumindest aus ihren Telefonzellen. Dann steige ich wieder in meinen Wagen und fahre weiter. Wo soll ich bloß die Gelben Seiten herbekommen? Bei mir zuhause habe ich nur das Telefonbuch von vor drei Jahren. Bin noch nicht dazugekommen, mir ein neues zu besorgen. Egal. Schau ich eben ins Internet. Ich trau dem Mist zwar nicht, aber mir bleibt nichts anderes übrig. Ich fahre also zurück zur Dienststelle und schalte meinen Rechner an. Da ich den aber normalerweise nur als Schreibmaschine oder manchmal zum Anschauen von Wirtschaftsdokumentationen oder Nachrichten verwende, muss ich erst mal etwas suchen, bevor ich mich zurechtfinde. Nachdem ich dann meine Computermaus gefunden habe (Mein Schreibtisch ist gelegentlich etwas unaufgeräumt), suche ich meine Suchmaschine und gebe "Gelbe Seiten" ein. Und tatsächlich, ich finde sie! Ich klicke drauf, die Seite lädt... Und wieder eine Suchleiste! Ich bin kurz geschockt. Mit einer zweiten Suchleiste hatte ich nicht gerechnet. Nach einem kurzen Moment fange ich mich wieder und probiere die fremde Suchleiste aus. Leider findet sie nichts, wenn ich die Begriffe "Mörder", "Täter", oder "genmanipulierte Karotte" eingebe. Schade, das hätte mir den Fall deutlich leichter gemacht... Egal. Ich zünde mir eine Zigarette an und gebe Chemiefabrik, Chemiefabrikant, Chemie und Labor ein. Die Suchergebnisse drucke ich aus (Beim 25 Versuch klappt es! Es lebe die Technik.) und mache mich wieder auf den Weg. In Begleitung meines Autos erreiche ich wenig später die erste Adresse. Dort kann man mir aber nicht weiterhelfen, deshalb fahre ich zur nächsten Adresse. Die haben aber nicht mal was mit Chemie am Hut. Könnte daran liegen, dass ich mich verfahren habe. Ich lasse mich davon aber nicht beirren und setze meine Suche fort.

4. Kapitel: Ein Verdächtiger[Bearbeiten]

Befinde mich jetzt bei der letzten Adresse. Zum Glück. Bisher war und ist es nämlich Langweilig. Sehr Langweilig. Der
So sieht er aus, der Herr Kittel.
Wissenschaftler, der mir gegenübersteht, erzählt mir gerade, an was für einem Projekt hier gerade gearbeitet wird, aber ich höre kaum zu. Ich ziehe an meiner Zigarette und nicke zustimmend. Warum glauben diese Kittel-Nerds bloß alle, das mich ihre Arbeit interessiert? Ich interessiere mich ja kaum für meine eigene Arbeit. Oder denken die vielleicht, in meinem Hut steckt eine Kamera, die sie filmt? Wollen die etwa Werbung machen? Ich habe echt keine Lust mehr. Ich überlege gerade, einen Fallrückzieher zu machen (Also mich vom Fall zurückzuziehen) als Herr Kittel (Habe nicht zugehört, als er sich vorgestellt hat. Ist mir auch egal, wer er ist), plötzlich von Gemüse redet. Ich werde hellhörig.
"Sagten Sie gerade was von Gemüse?"
"Aber ja! Das war das große Projekt vom letzten Jahr, leider wurde es vorzeitig eingestellt, da keiner steinhartes Gemüse kaufen wollen würde..."
Ich unterbreche ihn: "Steinhartes Gemüse? Das interessiert mich ausnahmsweise. Gehen Sie doch bitte ins Detail."
"Aber gerne doch! Ich komme viel zu selten dazu, über meine Forschung zu sprechen, müssen Sie wissen. Sogar meine Frau..."
"Chefchen, wenn deine Frau kein steinhartes Gemüse ist, dann juckt mich das wenig! Ich muss den Mörder fangen, da hab ich keine Zeit, mir Geschichten von ihrer Frau anzuhören. Kommen Sie auf den Punkt!"
"Oh natürlich, Entschuldigung, ich neige dazu, abzuschweifen. Mein Chef hat mir neulich sogar mit Kündigung gedroht, wenn ich nicht aufhöre, immer das Blaue vom Himmel herunter zu reden... Meine Frau lässt sich übrigens tatsächlich als Steinhartes Gemüse bezeichnen, wenn ich so darüber nachdenke... Entschuldigung, wo waren wir stehen geblieben?"
"Beim Gemüse, Labertasche."
"Genau! Das Gemüse! Wir hatten Experimente gemacht, um Gemüse Wetterfest zu machen. Leider wurde es hart wie Stein. So was konnte natürlich niemand gebrauchen, weshalb wir es dann nochmal anders versucht haben. Wir haben aber, trauriger weise, keine brauchbaren Ergebnisse mehr hervorgebracht. Schade, oder?"
"Ich könnte heulen vor lauter Mitgefühl. Können Sie mir eine Liste der Leute geben, die Zugriff auf die Ergebnisse des Projektes hatten?"
"Aber sicher! Allerdings waren das nicht viele. Nur ich, der Chef und der Projektleiter, Dr. Wacker."
"Wissen Sie, ob einer von denen einen Grund hätte, zum Mörder zu werden?"
"Nein, tut mir leid, aber wenn ich Sie wäre, würde ich Dr. Wacker einen Besuch abstatten. Er hat nach dem Projekt nämlich tief enttäuscht gekündigt, müssen Sie wissen. Er ist danach auch von zuhause weggezogen. Ich hab es genau gesehen, da ich auf dem Heimweg immer bei ihm vorbeigekommen bin. Da stand ein Lieferwagen vor seinem Haus und Männer haben Sachen aus dem aus Haus getragen und darin verstaut."
"Können Sie mir seine alte Adresse geben? Vielleicht nützt sie mir was."
"Natürlich, einen Moment..."
Wenig später bin ich wieder unterwegs. Dieser Dr. Wacker ist höchst verdächtig. Ich kaufe mir noch kurz Zigaretten am Kiosk, zünde mir gleich eine an und fahre dann zu der Adresse, die mir Herr Kittel gegeben hat.

5. Kapitel: Auf dem Weg zum Elternhaus[Bearbeiten]

Ich hasse mein Navi. Erst klappt das mit dem Einstellen nicht und es will mich irgendwo in eine fremde Stadt lotsen, wo es eine Straße mit demselben Namen gibt, dann, als es endlich die richtige Straße UND die richtige Stadt angepeilt hat, lässt es mich seelenruhig genau in den Feierabendverkehr fahren. Schritttempo. Höchstens. Werfe das Navi aus dem Fenster. Ist eh nur ein Dienstwagen. Nach geschätzten 10 Zigaretten schaffe ich es, auf eine kleine Nebenstraße zu fahren, um dem Verkehr zu entgehen. Leider führt mich diese Straße in die falsche Richtung. Als ich gerade irgendwo ankomme, wo ich wenden kann, bemerke ich, dass ich fast zuhause bin. Ich beschließe, die Mörderjagd bis auf weiteres auf Morgen zu verschieben. Ich fahre also nach Hause, schaue Fußball und esse Abendessen. Danach gehe ich zu Bett. Früh am nächsten Morgen, um Acht, klingelt das Telefon. Ich hebe ab und melde mich:
"Geige?"
"Sie heißen Fidel, Sie Idiot."
"Guten Morgen, Chef! Das mit dem Namen ist nur ein Täuschungsmanöver, um potentielle Feinde zu verwirren."
"Mir Egal. Warum haben Sie gestern keinen Bericht mehr abgeliefert?"
"Wollte zum Elternhaus eines Verdächtigen, um mich umzusehen und seine Eltern auszuhorchen. Weil ich plötzlich fast zuhause war, hab ich dann spontan Schluß gemacht."
"Sind sie bescheuert?"
"Mal ganz ehrlich, Chef, haben Sie sich zu diesem Thema nicht schon längst eine eigene Meinung gebildet?"
"Mein Gott Fidel, am liebsten würde ich Sie... Das spreche ich lieber nicht aus."
"Das rechne ich Ihnen hoch an."
"Unterbrechen Sie mich nicht, Fidel. Setzten Sie ihre Ermittlungen auf der Stelle fort, oder es gibt Ärger."
"Mach ich, Chef. Bis später!"
"Warten Sie einen Moment. Das fällt mir gerade noch ein... Wo haben Sie den Dienstwagen gelassen?"
"Mit nach Hause genommen."
"WAS? Sie haben den Dienstwagen mit nach Hause genommen? Haben Sie den Verstand verloren? Die Dienstwagen haben jeden Abend in der Garage der Dienststelle zu stehen."
"Ich weiß, aber die sture Karre wollte einfach nicht alleine nach Hause fahren, da habe ich ihr großzügig Unterschlupf gewährt..."
Das Freizeichen ertönt. Ich freue mich über den Ärger meines Chefs und mache mich erst mal fertig für die weiteren Ermittlungen. Nachdem ich ein kleines Frühstück (Zwei Zigaretten und eine Tasse Kaffee) zu mir genommen habe, begebe ich mich zum Haus der Eltern des Verdächtigen. Dort finde ich allerdings erst mal nur einen bissigen Wachhund vor. Zumindest steht das auf dem Schild, welches an der Gartentür hängt. Ich überlege, ob es taktisch sinnvoll wäre, das Vieh zu erschießen. Ich könnte dann zwar gefahrlos das Grundstück betreten, doch würde ich damit wahrscheinlich den Zorn der Hausbesitzer auf mich ziehen. Ich brauche eine andere Idee. Nachdem ich 10 Minuten gegrübelt und eine geraucht habe, der Hund hat in der Zwischenzeit ohne Pause gebellt, kommt plötzlich ein älterer Herr aus dem Haus, leint den Hund an und kommt zu mir:
"Guten Tag, mein Herr. Möchten Sie zu mir?"
"Sehr gerne. Ich bin Kommissar Fidel von der Polizei. Ich hätte da ein paar Fragen an Sie."
Der Mann wirkt erst überrascht, lässt mich dann aber ins Haus. In der Hoffnung, hier neue Informationen und Beweismittel zu finden, trete ich ein.

6. Kapitel: Nachforschungen im Elternhaus[Bearbeiten]

Das Elternhaus meines Verdächtigen Dr. Wacker ist wenig beeindruckend, genau wie seine Bewohner. Herr Wacker Senior ist um die 70, rüstig und faltig wie ein Faltenrock. Seine Frau ist etwa gleich alt und trägt einen Rock, passend zum Gesicht ihres Mannes. Ich beschließe, gleich auf den Punkt zu kommen. Ich wende mich also an Herrn Wacker Senior und frage:
"Hat Ihr Sohn schon mal Interesse daran gezeigt, andere Leute umzubringen?"
Herr und Frau Wacker schauen mich verdutzt an. Dann fällt Frau Wacker in Ohnmacht. Da sie von alleine nicht wieder munter wird, legen Herr Wacker Senior und ich sie erst mal auf ein Sofa. Dann setzen wir unser Gespräch fort, Herr Wacker Senior herrscht mich an:
"Wie können Sie es wagen, uns so was ins Gesicht zu sagen? Meine Frau ist empfindlich!"
"Wenn sie so empfindlich ist, sollten Sie ihr ein Warnschild umhängen."
Kaum habe ich diesen Satz beendet, wirft Herr Wacker Senior mich raus. Ich gehe, zünde mir eine Zigarette an und laufe ums Haus herum. Hinter dem Haus angekommen, klettere ich erst mal über den Zaun. Ich muss herausfinden, wo Dr. Wacker wohnt. Ich könnte zwar auch bei der Dienststelle anrufen und nachfragen, aber das ist mir zu leicht und dauert mir außerdem zu lange. Also werde ich lieber ins Haus einbrechen und nachschauen, ob ich eine Adresse finde. Doch bevor ich mich ins Haus begeben kann, muss ich erst mal die Hintertür knacken. Zum Glück habe ich mein Spezial-Polizei-Türöffnungs-Kit dabei. Leider kann ich damit nicht umgehen, war noch nie sehr Geschickt. Zwar kann ich mir mit den Füßen eine Zigarette aus einer ungeöffneten Schachtel nehmen, sie anzünden und in den Mund stecken, aber das war es dann auch schon. Nach 15 Minuten habe ich die Tür auf. Weil Sie nicht verschlossen war... Egal, der Erfolg zählt. Ich betrete also das Haus und suche eine Notiz oder ähnliches, wo die Adresse meines Verdächtigen draufsteht. Nachdem ich eine Weile gesucht habe, höre ich plötzlich Schritte. Der Alte kommt. Ich überlege, was ich tun könnte, um nicht entdeckt zu werden. Mir fallen drei Möglichkeiten ein:
1) Einen wilden Bären im Zimmer freilassen und mich selbst ins nächste flüchten.
2) Wie ein Geist heulen, um den Kerl zu erschrecken.
3) Aus einem Ofenrohr, einem Feuerzeug und zwanzig Wattestäbchen eine Rauchbombe basteln.
Leider fallen mir auch drei Gründe ein, weshalb keine dieser Möglichkeiten funktioniert:
1) Habe keinen Bären dabei.
2) Bin kein guter Schauspieler.
3) MacGyver bin ich auch nicht.
Soviel zu meinen Ideen. Plötzlich höre ich, wie jemand vor der Tür redet. Es ist der alte Herr Wacker. Blitzschnell greife
Hätte ich's doch bloss getan...
ich den Schlüssel und schließe die Tür ab. Herr Wacker Senior rüttelt kurz an der Tür, dann entfernt er sich, wahrscheinlich um eine Brechstange oder sonst irgendwas zu holen. Ich blicke mich fieberhaft um. Ich muss schnell hier verschwinden, bevor der alte Sack mich findet! Plötzlich erblicke ich ein Notizbuch. Ich öffne es und lese darin. Dort steht der Name des Sohnes, Dr. Hans Wacker. Leider gibt es keine Adresse. Enttäuscht beschließe ich, das Haus jetzt besser zu verlassen. Nur wie? Mir kommt schnell eine glänzende Idee: Ich öffne das Fenster, schwinge mich heraus, rutsche die Regenrinne runter und springe mit einem Satz über den Zaun, bevor der Hund, welcher wahrscheinlich schon wieder frei herumläuft, mich überhaupt bemerkt. So zumindest der Plan. Die Durchführung sieht anders aus. Das Fenster geht problemlos auf, beim Versuch heraus zu klettern stoße ich mir allerdings das Knie an, die Regenrinne löst sich beim runterrutschen, weshalb ich den letzten Meter zum Boden fallend zurücklege. Als ich mich gerade aufrappeln will, springt mich der Hund an und beißt in den Ärmel meines Mantels. Ich haue dem Mistköter eins auf den Schädel und schaffe es irgendwie, ihn in die Mülltonne zu verfrachten. Während die Töle versucht, sich zu befreien, wühle ich mich über den Zaun, wobei ich mir ein halbes Hosenbein abreiße. Dann hetze ich zu meinem Wagen und fahre davon, um nicht als Einbrecher erkannt zu werden.

7. Kapitel: Neue Anhaltspunkte[Bearbeiten]

Während der Fahrt zünde ich mir eine Zigarette an und denke nach: Wie sollen die Ermittlungen jetzt weitergehen, ganz ohne Anhaltspunkte? Warum wissen die Eltern des Verdächtigen scheinbar nicht, wo er sich rumtreibt? Warum bin ich vor zwanzig Minuten aus der Stadt rausgefahren? Wo ist der Reservekanister? Nachdem ich über eine Stunde lang zur Dienststelle gelaufen bin, schicke ich einen Praktikanten los, um den Wagen zu holen, dann setze ich mich in mein Büro und gehe die Akte nochmal durch. Nichts Erwähnenswertes. Auch keine Adresse. Beim Einwohnermeldeamt ist der Kerl auch nicht eingetragen. Mist.
Wie soll ich nur diesen Dr. Wacker finden? Ich könnte es bei einer Wahrsagerin versuchen, aber ich glaube nicht an so einen Hokuspokus. Die schauen einmal kurz in ihre Kristallkugel und meinen dann, alles zu wissen, was man noch erleben wird, bevor der Sargdeckel zuschlägt. Oder in meinem Fall, der Killer. Hab viele Feinde. Zum Beispiel meinen Chef. Aber ich komme vom Thema ab. Zurück zu der Sache mit dem Wahrsager. Es soll ja schon Fälle gegeben haben, wo die Polizei nicht weiter wusste und sich dann so einen Mister Übersinnlich ran geholt hat, damit der den Täter für sie findet. Soll sogar funktioniert haben. Vielleicht sollte ich es doch versuchen. Dann aber bei einem Kartenleger. Der macht das gleiche wie ein Wahrsager, nur halt mit Karten. Da glaube ich schon eher dran. Wenn ich nämlich meinen Poker-Freunden in die Karten schaue, weiß ich auch meistens, was die Zukunft bringt. Zumindest die Zukunft der Spielrunde, Hähähä... Wie dem auch sei, mehr als das mit dem Wahrsager oder dem Kartenleger fällt mir nicht ein. Aber damit werde ich ihn höchstwahrscheinlich auch nur dann finden, wenn er vor mir in der Schlange steht. Obwohl, eigentlich könnte er vor meiner Nase herumhüpfen, winken und auf sich zeigen, ich würde ihn trotzdem nicht erkennen.
Weiß ja nicht mal, wie er aussieht. Ich muss mir ein Foto von ihm besorgen. Aber wo? Seine Eltern hassen mich, nachdem ich der Frau einen leichten Herzinfarkt beschert habe und den Hund in den Müll geworfen habe. Vielleicht sollte ich mal bei seiner früheren Arbeitsstelle nachfragen, ob die nicht vielleicht ein Bild von ihm haben. Die werden ja sicher auch mal Betriebsausflüge machen. Und bei so was entstehen dann auch Fotos. Perfekte Schlussfolgerung, muss sofort los und diesen Kittel-Typen vom letzten Mal fragen, ob in dem Laden nicht noch ein Bild von diesem Dr. Wacker rumfliegt. Als ich gerade gehen will, ruft mich der Chef zu sich. Ich reagiere nicht, sondern zünde mir lieber eine Zigarette an. Der Chef brüllt mir hinterher, dass ich sofort Stehenbleiben und ihm Zuhören soll. Ich bleibe stehen, drehe mich um und frage, was los ist. Der Chef kommt und gibt mir eine Akte.
"Hier, das hat die KTU eben geschickt. Da ist eine Liste der Chemikalien, welche in der Karotte gefunden wurden."
Ich werfe einen Blick auf die Liste.
"Das ist aber eine lange Liste."
"Die Pestizide wurden mit eingetragen."
"Dann ist ja alles klar. Die Liste können Sie behalten, Chef."
"Warum? Die Liste könnte ein wichtiger Anhaltspunkt sein. Sie müssen sofort zu allen Adressen fahren, die solche Sachen verkaufen. Vielleicht hat dieser Dr. Wacker ja irgendwo seine Adresse hinterlassen."
"Ich hab aber schon was anderes vor, Chef. Ich will zu seinem alten Arbeitsplatz und mir ein Bild von ihm besorgen. Ich weiß ja nicht mal, wie der Kerl aussieht."
"Dann machen Sie das eben zuerst, danach können Sie ja gleich die Läden abklappern und das mit der Liste erledigen."
"Wenn Sie ganz lieb bitte sagen, vielleicht..."
antworte ich und verschwinde lieber, bevor der Chef mir an die Gurgel geht. Die Liste nehme ich mit, dass mit dem "ganz lieb bitte sagen" war natürlich nur ein Scherz, um den Chef zu provozieren.

8. Kapitel: Erster Täter-Kontakt[Bearbeiten]

Draußen angekommen, suche ich erst mal meinen Wagen, finde ihn allerdings nicht. Da fällt mir ein, dass der ja mit leerem Tank vor der Stadt steht. Der Praktikant, den ich losgeschickt habe um meinen Wagen zu holen, ist wohl noch nicht wieder da. Lahmarschige Schildkröte. Muss ich eben zu Fuß gehen. Etwas später erreiche ich dann mein Ziel. Vor der Tür steht ein ziemlich dreckiger Wagen, der beim letzten Mal nicht da war. Ich beachte ihn aber nicht weiter, sondern rauche meine Zigarette auf und betrete das Gebäude. Auf dem Flur begegnet mir Herr Kittel, der Mann, der mir letztes Mal fast ein Ohr abgekaut hätte. Er sieht mich und kommt gleich auf mich zu.
"Herr Kommissar, was für ein Zufall! Ich wollte Sie gerade anrufen!"
"Warum?"
"Dr. Wacker ist hier! Er sagte, er hätte was vergessen, als er gekündigt hat und wollte dann in sein altes Büro. Das war aber schon ausgeräumt. Darum ist er zum Chef gegangen, um ihn zu fragen, wo die Sachen sind, die in seinem Büro waren."
"Wissen Sie, wo die Sachen sind? Vielleicht kann ich ihn überraschen, wenn ich zuerst da bin..."
"Ich weiß es nicht, darum hab ich ihn ja zum Chef geschickt! Aber wenn Sie sich beeilen, erwischen Sie ihn bestimmt noch, das Büro des Chefs ist gleich hier um die Ecke!"
Ich spurte los. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich wollte ja eigentlich nur ein Bild von ihm, aber das werde ich jetzt wahrscheinlich nicht mehr brauchen. Noch ein paar Schritte und ich bin da. Vorsichtshalber ziehe ich meine Waffe. Dann öffne ich langsam die Tür. Drinnen sind zwei streitende Männer, beide kenne ich
So Sympathisch hatte ich mir Dr. Wacker gar nicht vorgestellt!
nicht. Als ich zum ersten Mal hier war, war der Chef nämlich nicht da. Jetzt muss ich schnell herausfinden, welcher von den beiden Dr. Wacker ist. Ich will gerade ganz beiläufig fragen, als der eine Mann eine Karotte zieht und den anderen erstechen will! Das muss Dr. Wacker sein! Ich reagiere blitzschnell, reiße meine Waffe hoch und rufe:
"Hände hoch, Polizei!"
Dr. Wacker dreht sich um und schaut mich einen Augenblick lang an, dann wirft er die Möhre nach mir. Ich werfe mich zur Seite, rutsche aus und stürze. Dr. Wacker türmt. Ich rappele mich wieder auf und verfolge ihn. Dr. Wacker rennt auf den Parkplatz, steigt schnell in den schmutzigen Wagen und rast davon. Wie der Blitz springe ich in meinen Wagen, um ihm zu folgen, allerdings habe ich vergessen, dass ich zu Fuß gekommen bin und lande unsanft auf dem Boden. Kurz bevor Dr. Wacker endgültig verschwindet, schieße ich noch schnell auf seinen Wagen, in der Hoffnung, den Tank oder zumindest einen Reifen zu treffen. Leider treffe ich nur den Kofferraum. Naja, immer noch besser als wenn ich die schwangere Frau mit Kinderwagen, den Rentner oder die Schulklasse getroffen hätte. Ich zünde mir erst mal eine Zigarette an und stehe dann auf. Der Wagen ist verschwunden. Das sollte ich besser auch tun. Obwohl ich niemanden getroffen habe, scheinen die anwesenden Passanten nicht sehr begeistert davon zu sein, dass ich einfach hier rumballere. Nachdem ich geflohen und wieder beim Polizeirevier angekommen bin, treffe ich den Praktikanten, der meinen Wagen holen sollte. Er spricht mich an:
"Herr Fidel, ich habe Ihren Wagen geholt, aber danach habe ich vom Chef gehört, dass das gar nicht zu meinem Aufgabenbereich gehört!"
"Dafür, dass das nicht dein Aufgabenbereich war, hast du das aber ganz gut hinbekommen. Hast du aufgetankt?"
"Nein, ich hab nur den Reservekanister, den ich mitgenommen hatte, in den Tank gefüllt. Bis zur Tankstelle müssten Sie aber damit kommen."
"Du hast nicht getankt? Wenn du Polizist werden willst, darfst du dich nicht vor jeder Arbeit drücken, sonst wird das nichts."
"Nicht vor der Arbeit drücken? Ich habe ihren Wagen geholt! Ich bin mindestens eine Stunde mit dem vollen Reservekanister durch die Gegend gelaufen!"
"Das hast du ja auch ganz toll gemacht, wirklich. Jetzt muss ich aber weiter."
Mit diesen Worten lasse ich ihn stehen und gehe zu meinem Wagen. Erst mal tanken fahren.

9. Kapitel: Das Versteck[Bearbeiten]

An der Tankstelle ist viel los, und ich muss warten, bevor ich drankomme. Während ich warte, schaue ich ganz beiläufig in die Waschstraße, weil sie gerade läuft und sonst nichts Spannenderes in der Gegend passiert. Als ich den Wagen sehe, der gerade in der Waschstraße gesäubert wird, bekomme ich fast einen Schock. Es ist der Wagen von Dr. Wacker, der da gerade gewaschen wird! Ich erkenne ihn am Einschussloch im Kofferraumdeckel. Als ich gerade aussteigen will, um Dr. Wacker zu finden, hupt mich der Kerl hinter mir an. Ich zeige ihm meine Dienstmarke und lasse ihn fluchend zurück.
Ich gehe um die Waschstraße herum, kann Dr. Wacker aber nicht finden. Das heißt, er muss in der Tankstelle sein, wahrscheinlich kauft er sich eine Zeitung oder Zigaretten oder so. Auf jeden Fall steckt er in der Falle. Ich beschließe aber trotzdem erst mal zu meinem Wagen zurückzukehren, da ich, wenn ich mich unauffällig verhalte und Dr. Wacker folge, sobald sein Wagen fertig ist, bestimmt sein Versteck mit dem mörderischen Gemüse finde. Dann hätte ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Ich hätte den Täter, seine Waffen und sein Geheimversteck. Moment, das wären ja sogar drei Fliegen! Heute muss mein Glückstag sein. Ich kehre also zu meinem Wagen zurück und tanke. Danach fahre ich um die Ecke und warte in einer Seitenstraße auf mein Opfer.
Als er endlich vorbeifährt, zünde ich mir gerade eine Zigarette an. Trotzdem nehme ich gleich die Verfolgung auf. Nachdem ich etwa 20 Menschenleben gefährdet habe, schaffe ich es, die Zigarette anzuzünden, was gar nicht so leicht ist, wenn man gleichzeitig mit den Knien lenkt und Passanten ausweicht. Nachdem ich die Zigarettenschachtel ordentlich in meiner Innentasche verstaut habe, kann ich das Steuer endlich mit beiden Händen greifen und mich unauffällig an Dr. Wacker dranhängen. Nachdem selbiger einige Kilometer durch die Stadt gefahren ist, ich immer fest an ihm dran, biegt er auf einen Feldweg ab.
Ich folge ihm. Er scheint sich nicht darüber zu wundern, wahrscheinlich hält er mich für einen harmlosen Spaziergänger, der einfach nur zu faul ist, die Strecke zum Wald auch noch zu laufen. Um ihn in Sicherheit zu wiegen, bleibe ich an einer Abzweigung stehen und warte bis er mich nicht mehr sehen kann. Dann fahre ich wieder hinterher. Ich folge seinen Reifenspuren in den Wald, doch diese enden plötzlich.
Ich steige aus und schaue es mir genau an. Die Spuren sind einfach plötzlich zu Ende. Na toll.
Früher habe ich gerne im Wald Verstecken gespielt. Ob mir meine Erfahrungen von damals hier vielleicht weiterhelfen?
Was jetzt? Der Kerl muss irgendwo sein, aber ich kann ihn nicht sehen. Dann muss ich jetzt wohl jedes Blatt einzeln umdrehen. Oder ich verstecke mich auf einem Baum und warte, bis er wieder kommt. Meine Entscheidung fällt auf Warten, da ich zum Suchen keine Lust habe. Ich könnte zwar die Spurensicherung rufen, aber die Nerven mich immer. Dauernd kommen sie und nerven einen, so dass man gar nicht mit den Findern der Leiche reden oder Fernsehen kann. Dieses dauernde
"Ich hab noch eine zweite Leiche im Keller gefunden"
oder
"Der Täter sitzt im Schrank"
hängt mir wirklich schon zu den Ohren raus. Also warte ich. Nach einer Weile wird das aber Langweilig, weshalb ich mich doch auf die Suche mache. Ich laufe also Kreuz und Quer durch die Gegend, bis ich irgendwann über eine Wurzel stolpere. Ich stehe auf und trete gegen die Mistwurzel, welche allerdings nicht kaputt geht, sondern einmal kurz zurück rückt und dann an ihren Platz zurückkehrt. Danach öffnet sich eine Luke im Boden.
Ich zögere nicht lange und klettere hinein. Unten angekommen, erkenne ich den Platz als alten Bunker, der wohl zu einer Art Labor umfunktioniert wurde. Ich finde zumindest ein paar Flaschen, in denen sich, laut Aufschrift, Chemikalien befinden. Es gibt keinen Zweifel. Dies muss das Geheimversteck von Dr. Wacker sein. Aber wo ist der Kerl?

10. Kapitel: Konfrontation im Bunker-Labor[Bearbeiten]

Dr. Wacker ist tatsächlich nicht da. Vielleicht ist er ja auch gar nicht im Labor, sondern in einem anderen Teil des Bunkers?
Dieser Dr.Wacker hat schon ein tolles Labor! Und die ganze Technik! Das hier ist gerademal der elektrische Bleistiftanspitzer.
Ich suche weiter und finde eine Tür, hinter der ich noch nicht nachgesehen habe. Ich öffne vorsichtig und spähe durch den Türspalt. Es ist eine Art Gewächshaus mit künstlichem Licht, in welchem jede Menge Gemüsebeete sind. An einem ist Dr. Wacker gerade zugange. Er zieht eine Karotte heraus und betrachtet sie. Ich ziehe meine Waffe, dann an meiner Zigarette und betrete leise den Raum. Als ich gerade meinen Standartspruch "Hände hoch und Waffe runter" sagen will, trete ich auf eine Harke. Sie erwischt mich unvorbereitet. Ich gehe zu Boden und Dr. Wacker, der mich jetzt selbstverständlich bemerkt hat, schaut mich an.
"Sie sind doch dieser Polizist, der mir vorhin bei meinem alten Chef in die Quere gekommen ist, oder?"
"Ja. Warum wollten Sie eigentlich ihren Chef umbringen?"
"Weil er mir die Gelder gestrichen hatte, die ich für meine Forschungen gebraucht habe!"
"Buhu. Selber Schuld, wenn Sie nichts auf die Reihe kriegen."
Diese Worte scheinen Dr. Wacker gar nicht zu gefallen. Er greift sich einen Spaten, der an der Wand lehnt und versucht, mich zu erschlagen. Ich rolle mich zur Seite, greife meine Waffe und richte Sie auf ihn.
"Das Spiel ist aus, Dr. Wacker, ergeben Sie sich!"
Dr. Wacker gehorcht, lässt den Spaten fallen und reckt die Hände nach oben. Ich will ihm gerade Handschellen anlegen, als Dr. Wacker plötzlich aufstampft und die Harke trifft, welche mich zuvor zu Fall gebracht hatte. Die Harke schnellt hoch und trifft meine Hand, wodurch ich die Waffe fallen lasse. Dr. Wacker reagiert sofort und greift sich die Karotte, die er eben aus dem Beet gezogen hatte. Er will mich erstechen, doch ich packe ihn am Handgelenk und versuche, ihn niederzuringen.
"Warum habe Sie einen Mann mit einer Karotte umgebracht?"
entfährt es mir, während ich Dr. Wackers Hand zurückhalte.
"Der Kerl war mein früherer Chemie-Professor und meinte damals, dass ich nie etwas Bahnbrechendes erreichen werde! Doch er hat sich geirrt! Waffenfähiges Gemüse ist bahnbrechend! Es wächst zwar nicht so schnell wie normale Waffen, aber es ist billig in der Anschaffung und wird niemals ausgehen! Noch dazu ist es absolut unauffällig!"
"Sie sind ja Irre! Also haben Sie ihren Professor umgelegt, weil er Ihnen nichts zugetraut hat? Wenn ich alle umgelegt hätte, die mir nichts zugetraut haben, wäre ich heute einer der größten Massenmörder der Geschichte."
Während ich das sage, fällt mir ein, wie ich dieses Handgemenge beenden kann. Ich nehmen meine Zigarette und steche sie Dr. Wacker ins Auge. Da soll noch mal einer sagen, meine Raucherei sei sinnlos. Dr. Wackers Widerstand erstirbt sofort. Er schreit, greift sich ans Auge und schüttelt sich. Ich nutze die Chance und werfe mich auf ihn, um ihn zu Boden zu bringen. Als das geklappt hat, lege ich ihm Handschellen an. Dann frage ich ihn aus, wo der andere Eingang ist. Als er es nicht sagen will, bedrohe ich ihn mit meiner Zigarette. Da gesteht er und verrät mir, dass er eine Fernbedienung benutzt hat. Ich hole sie mir und kehre in den Raum zurück, wo ich Dr. Wacker zurückgelassen habe. Er ist allerdings weg. Ich laufe sofort durch die offenstehende Tür in den nächsten Raum und finde Dr. Wacker, der gerade seine Handschellen mit selbstgemachter Chilisoße durchätzt. Ich richte meine Waffe auf ihn, merke dann aber, dass ich selbige ihm Raum nebenan vergessen habe. Dr. Wacker hingegen ist bewaffnet. Er richtet ein seltsames Gewehr auf mich, welches er als Bohnenwerfer bezeichnet. Ich weiche einem ersten Schuss aus und muss erkennen, wie gefährlich der Bohnenwerfer ist. Die Bohne bleibt nämlich in der Wand stecken! Schnell mache ich mich aus dem Staub. Dr. Wacker verfolgt mich.

11. Kapitel: Das Ende des Falls[Bearbeiten]

Ich hetze durch die verzweigten Gänge des Bunkers und überlege, wie ich meinen Widersacher zur Strecke bringen könnte, ohne selber gekillt zu werden. Als ich eine Abzweigung erreiche, habe ich eine Idee. Ich werfe meine Zigarette in den rechten Gang, während ich mich selber in den linken begebe, wo ich mir erst mal eine neue Zigarette anstecke. Soviel Zeit muss sein. Nach einigen Minuten kommt Dr. Wacker und schaut, in welche Richtung ich wohl gegangen bin. Erst schaut er Links, dann Rechts, wobei er meinen Zigarettenstummel findet. Er grinst und geht in den Gang, in dem Glauben, ich hätte dort auf der Flucht meine Zigarette verloren. Ich schleiche hinterher, um ihn nochmal festzunehmen. Allerdings habe ich nur die Fernbedienung dabei, die den Zugang zur Garage öffnet. Damit kann ich aber niemanden besiegen. Ich könnte versuchen, ihn mit der Faust K.O. zu schlagen. Aber da ich nicht weiß, was der Kerl abkann, beschließe ich, ihm erst mal zu folgen.
Nachdem Dr. Wacker eine Weile gegangen ist, ich bleibe immer ein Stück hinter ihm, um ihn nicht aus den Augen zu verlieren, kommt mir plötzlich eine Idee. Ich stehe nämlich zwischen zwei Türen, welche beide einen offen sind. Ich trete gegen die eine Tür und gehe schnell in den anderen Raum. Was einmal klappt, das kann auch zweimal klappen. Und tatsächlich. Dr. Wacker kommt und schaut in den anderen Raum. Ich beschließe, alles auf eine Karte zu setzen und trete ihm in den Rücken. Er geht zu Boden, ich stürze mich auf ihn und es kommt zu einer erneuten Auseinandersetzung. Nachdem Dr. Wacker und ich uns eine Weile gegenseitig malträtiert haben, schaffe ich es, mir seinen Bohnenwerfer zu greifen. Dr. Wacker lacht und meint, dass ich es garantiert nicht schaffen würde, eine so komplizierte Waffe durchzuladen und abzufeuern. Sein Lachen verstummt, als ich ihm den Griff auf den Schädel haue. Ich nehme meine Ersatz-Handschellen und fessele ihn erneut, dann rufe ich die Kollegen.
Etwas später, es ist bereits Abend, sitze ich in meinem Büro und schreibe meinen Bericht. Mein Chef kommt herein.
"Ich weiß nicht, wie ein Trottel wie Sie das hingekriegt hat, Fidel, aber Sie haben es geschafft. Dr. Wacker hat gestanden und sein Gemüse wurde beschlagnahmt. Allerdings haben Sie auf einer belebten Kreuzung einen Schuss abgefeuert, sind ohne Durchsuchungsbefehl in ein Haus eingebrochen, haben einen Hund in den Müll geworfen und den Praktikanten als Laufburschen ausgenutzt. Ach ja, und seltsamerweise ist das Navi aus dem Dienstwagen verschwunden..."
"Ääh...Aber der Praktikant ist doch der Laufbursche, oder nicht?"
"Doch, natürlich. Aber nicht Ihrer. Wie dem auch sei, ich bin relativ zufrieden mit Ihnen. Gut gemacht."
"Kriege ich jetzt Ihren Job?"
"Nein, wir haben keinen dressierten Schimpansen, der Ihren übernehmen könnte."
"Gut gekontert, Chef. Kriege ich wenigstens eine Gehaltserhöhung?"
"Sind Sie damit zufrieden, wenn ich ignoriere, was Sie für ein Chaos angerichtet haben?"
"Das wäre sehr nett von Ihnen, Chef."
"Was macht der Bericht? Sind Sie bald fertig damit?"
"Ja, noch eine Minute."
"Gut. Geben Sie ihn mir Morgen. Ich mache jetzt Feierabend."
"Heute hätte ich ihn eh nicht mehr abgegeben."
"Warum?"
"Keine Lust, heute noch zu ihrem Büro zu laufen. Schönen Feierabend."
Mit diesen Worten verlasse ich mein Büro und meinen Chef, der schon wieder sehr genervt zu sein scheint, und gehe nach Hause. Unterwegs rauche ich noch eine und denke an den Fall, den ich gelöst habe.

Mein Gott, hab ich schon wieder viel geraucht.

ENDE