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Die griechischen Finanzen nach zehn Euro-Jahren

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König Otto, von seinen Freunden ehrfürchtig "Rehakles" genannt, rüstet sich für seine neue Aufgabe

Im Mai 2009 fand in der Nähe von Athen das jährliche Bilderberg--Treffen statt, ein vertrauliches und streng abgeschirmtes globales Elite-Treffen mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik, Militär und Medien. In den zehn Euro-Jahren war die Verschuldung Griechenlands so angestiegen, dass eine Pleite drohte. Im Januar 2010 schliessen sich einige Bilderberg-Teilnehmer mit Stupidedianern zusammen, um das Problem zu lösen. Entscheidung: König Otto muss helfen! Nach langem Suchen findet man König Otto auf dem Olymp und erklärt ihn sofort zu Otto II. von Griechenland. Die übrigen Helfer wollen anonym bleiben (sie gehören der Geheimen Weltregierung an) und legen sich olympische Namen zu: Amor, Aphrodite, Athene, Dionysos, Hermes, Pluto, Zeuss. Sie werden sich bei der Bearbeitung dieses Projektes „die Hellenen“ nennen.

Dieser Artikel beinhaltet einen Spoiler!

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Situationsanalyse[Bearbeiten]

Die Hellenen verschaffen sich einen Überblick: Griechenland ist 2001 dem Euro-Raum beigetreten und hat damals das Haushaltsdefizit geringer dargestellt, als es war. Griechenland verwendete dafür das Instrument des Swap, bot Goldman Sachs die Rechte für künftige Gebühreneinnahmen der Flughäfen und bekam dafür Bargeld. Einer anderen Bank wurden die Rechte auf zukünftige Einkünfte der staatlichen Lotterien gegen bar verkauft. Diese Transaktionen mussten nicht in den staatlichen Bilanzen aufgeführt werden, da sie nicht als Darlehen klassifiziert waren, sondern als Währungsgeschäfte.

Neuerdings verwendet Griechenland auch CDS (Credit Default Swaps); sie werden gekauft, dann wird ihr Wert in die Höhe getrieben. Der Wert der CDS ist umso höher, je geringer das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit Griechenlands ist.

Warren Buffett bezeichnet die CDS als Massenvernichtungswaffe. George Soros sagt, das sei so, als ob ein Brandstifter eine Feuerversicherung auf ein Haus erwerbe, das er anschliessend ganz legal anzünden dürfe.

Die Hellenen sind von diesen „legalen“ Maßnahmen begeistert. Sie beschließen, bei der bevorstehenden Sanierung ebenfalls völlig legale Methoden anzuwenden.

Finanzielle Hilfsmittel[Bearbeiten]

Zuerst müssen die Hellenen Mittel zur Finanzierung ihres Projektes finden. Da trifft es sich günstig, dass die Commerzbank gerade das Kunstwerk "Der Schreitende" von Alberto Giacometti zu 65.001.250 Pfund versteigert hat. Da der Ankaufspreis im Jahr 1980 750000 Dollars, etwa Euro 1,4 Millionen, betragen hatte, bleibt für die Finanzierung des Projektes "Griechische Sanierung" genügend übrig.

Bernard Madoff entwickelt für Griechenland ein neues Schneeballsystem

Eine weitere Finanzquelle ist der Verkaufserlös der Schlitzwände von der Baustelle der Kölner U-Bahn. Nur 17 % der Stahlbügel, die zur Stabilität der U-Bahn-Tunnels unbedingt erforderlich sind, sind eingebaut worden. Die nicht verwendeten 83 % der Stahlbügel werden an Schrotthändler verkauft.

Die Verlängerung der Restlaufzeiten der deutschen Atomkraftwerke schwemmt weitere Beträge in die Kriegskasse.

Inzwischen nimmt Hermes Kontakt zu Bernard L. Madoff auf, der im Butner Federal Correctional Complex (FCC) in Butner, North Carolina seine 150jährige Haft absitzt. Er freut sich über die Chance, ein neues Schneeballsystem für die Sanierung Griechenlands zu entwickeln.

In Island wird die Kaupthing-Bank, die auf diesem Gebiet sehr viel Erfahrung hat, um Hilfe gebeten und sagt ihre Mitarbeit zu.

Spätrömische Dekadenz[Bearbeiten]

Zeuss sagt bei einer öffentlichen Veranstaltung zu Beginn der Fastenzeit "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein." Die Medien greifen dies Zitat auf und verbreiten es weltweit. Mit dieser Äußerung reiht sich Zeuss in die Tradition abendländischer Niedergangstheoretiker wie Rousseau, Theodor Mommsen, Friedrich Nietzsche, Oswald Spengler und Arnold Gehlen ein.

In Wirklichkeit ist der Begriff „spätrömische Dekadenz“ das vereinbarte Code-Wort, ein Signal für die übrigen Hellenen, mit der nächsten Phase des Projektes zu beginnen.

König Otto II. beruft einen neuen Finanzminister[Bearbeiten]

König Otto I. zieht am 6. Februar 1830 mit seinen Soldaten in Nauplia ein

Die Regentschaft des aus Bayern kommenden Königs Otto I. hatte zwischen 1832 und 1860 die administrativen Grundlagen des modernen Griechenlands geschaffen. Die griechische Gesetzgebung orientierte sich an bayrischen Vorbildern, sogar das bayerische Reinheitsgebot für Bier war in Griechenland gültig.

Die Hellenen sind der Meinung, dass Bayern jetzt dank des Engagements der Bayerischen Landesbank bei der Hypo Group Alpe Adria über genügend Kenntnisse verfügt, um die Finanzen Griechenlands zu sanieren. Nachdem Günther Beckstein den Hellenen eine Absage erteilt hat, beruft König Otto II. im März 2010 Erwin Huber nach Athen, wo er zum Ministerpräsidenten gewählt wird. Er bringt seine bayrischen Beamten mit.

Sanierung der Staatfinanzen[Bearbeiten]

Im April 2010 ordnet der neue Ministerpräsident Erwin Huber an, dass die Drachme als interne griechische Währung wieder eingeführt wird. Alle Beamten und Staatsangestellten erhalten ab sofort ihre Bezüge in Drachmen (1 EUR = 340,750 Drachmen, wie bei der Einführung des Euro im Jahre 2001). Der Euro bleibt offizielles Zahlungsmittel und wird zur Bezahlung von Ein- und Ausfuhren verwendet. Im Innern des Landes tritt nach und nach die Drachme an die Stelle des Euro und wird in ausreichender Menge von der griechischen Zentralbank zur Verfügung gestellt.

Die Wiedereinführung der Drachme bewirkt ein sofortiges Absinken des griechischen Defizits, da dieses statistisch nur aus den echten Euro-Schulden berechnet wird.

Entscheidender Durchbruch und Olympische Spiele[Bearbeiten]

Dr. Faustus verkauft in Olympia leistungssteigernde Präparate
Dionysos, Hermes und Pluto schicken Grüße und Glückwünsche an Otto II. zur geglückten Sanierung Griechenlands

Im Mai 2010 besinnen Otto II. und Erwin sich auf Goethes Werke, Faust zweiter Teil. Dort wird geschildert, wie eine hohe Staatsverschuldung auf einfachste Weise zurückgefahren werden kann. Es werden Schuldverschreibungen, sogenannte Collateralized Debt Obligations, ausgegeben, die den Wert der in Griechenlands Boden vergrabenen und noch nicht entdeckten Altertümer repräsentieren. Dank guter Ratings, die mit Hilfe der Bilderberg-Leute geschaffen werden, gelingt es mühelos, diese Papiere im Ausland zu verkaufen, so dass sich das Defizit Griechenlands in den folgenden drei Monaten in ein stattliches Guthaben verwandelt.

Der Ruf und die Macht Griechenlands ist im Dezember 2010 so gestiegen, dass Griechenland es durchsetzt, alle zukünftigen Olympischen Spiele in Olympia stattfinden zu lassen. Griechenlands Einkommen steigt sprunghaft an, nicht zuletzt durch den Verkauf von Präparaten zur Erhöhung der Leistung von Athleten.