Die Heilige Schrift

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Die Heilige Schrift ist ein unvollendet gebliebener Fortsetzungsroman, der vom hoch umstrittenen Autor Gott verfasst wurde und von dem bis zu Gottes Tod insgesammt drei Teile erschienen. Der Roman spielt in einer fiktiven Parallelwelt, die sich ganz nach den Wünschen und Vorstellungen einer omnipotenten und omnipräsenten Entität entwickelt und sich im Laufe der Äonen durch mehrere Phasen der Existenz hindurch, geprägt von Kriegen, Zerstörung, Sex und Vergewaltigung, langsam hin zu einem - den Wünschen der einsamen und im Grunde gutmütigen Entität entsprechend - utopischen Endzustand entwickeln soll. Letztlich wird die Welt allerdings vom im Laufe der Jahrhunderte zunehmend frustrierter werdenem Hauptcharakter "Jahwe", der Entität, vollkommen zerstört, als er resigniert einsieht, dass sein Streben nach einer perfekten Welt gescheitert ist.
Der Fortsetzungsroman wurde in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert und wird von seinen Anhängern ebenso verehrt, wie von seinen Gegnern verachtet. Das Werk war Teil des viel beachteten Prozesses Gott vs. die Kirche, in dessen Verlauf die Kirche das Werk als Beweisstück im Anklagepunkt der Urheberrechtsverletzung zu nutzen versuchte. Dieses Vorhaben wurde jedoch von den Ereignissen selbst ad absurdum geführt, als publik wurde, dass Gott bereits um 900 v. Chr. (900 Jahre vor der Gründung der Kirche durch Gottes uneheliches Kind Jesus) erste Notizen zu Papier gebracht hatte. Des Weiteren existieren mehrere Verfilmungen und Adaptionen des Stoffes, die aber allesamt nicht an den breiten Erfolg des Originals anknüpfen konnten.

Die Teile des Romans im Überblick[Bearbeiten]

Insgesamt existieren drei offiziell anerkannte Teile, bei denen historisch belegt scheint, dass sie von Gott selbst geschrieben wurden, oder er zumindest Beihilfe leistete:

Teil I: Die Thora[Bearbeiten]

Die Thora gehört zu den schwierigsten Werken Gottes und eine vollständige Lektüre des komplexen, von Anspielungen auf die Schöpfungsgeschichte durchzogenen Werkes, wird langläufig häufig als Beleg für eine außerordentlich gute Schulbildung angesehen. Leider ist die Originalversion im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen, sodass heutzutage nur noch einzelne zerwürfelte Fragmente existieren, die von einer ganzen Kaste von Hardcore-Fans (Rabbinern), in dem Versuch die Originalversion zu rekonstruieren, durchgehend analysiert und bearbeitet wird.

Teil II: Das neue Testament[Bearbeiten]

Teil I und II wurden zusammen im Sammelband "Die Bibel" mit bis dato unveröffentlichem Material grundüberarbeitet neuveröffentlicht. Mit dabei sind nun u.a. die Paulusbriefe und "Die Offenbarung des Johannes" mit zusätzlichen Hintergrundinformationen zur Handlung. Die Bibel gehört zu den am meisten verkauften Büchern aller Zeiten und war maßgebliche Ursache am Durchbruch Gottes und seiner großen Bekanntheit als Autor.

Teil III: Der Koran[Bearbeiten]

Teil III wurde von den Fans der ersten beiden Teile als billiger Abklatsch und unwürdiger Nachfolger verschrien. Die Folge waren mehrere, lang andauernde, Flamewars und eine bis heute andauernde Spaltung der Fans.

Andere Teile[Bearbeiten]

Neben diesen Hauptwerken existieren diverse weitere Schriftstücke und Notizen, die von verschiedenen Verlagen und Konzernen nach Gottes Tod jeweils in einzelnen Sammelbänden veröffentlicht wurden und teilweise sinnlos aus dem Kontext herausgerissene Textfragmente darstellen. Beispiele sind:

Letzteres wird häufig mit der Scientology-Bibel "Dianetik" verwechselt, sollte wohl aber ursprünglich eine satirische Science-Fiction-Persiflage auf Hubbards Werk darstellen, um sich so für die offensichtlich aus der Bibel geklauten Ideen zu revanchieren, da sich Gott nach der gerichtlichen Einigung mit der Kirche keinen weiteren Rechtsstreit leisten konnte.

Fan-Adaptionen[Bearbeiten]

Schließlich wurden von Seiten der Fans nach Tod des ursprünglichen Autors unterschiedliche eigene Fortsetzungen verfasst, die vielfach darauf abzielten, die inneren Widersprüche und losen Handlungsstränge innerhalb des unvollendet gebliebenen Werkes aufzulösen:

Das Buch Mormon[Bearbeiten]

Ein ambitionierter Versuch einer kompletten Neuinterpretation des Werkes, der die bisherigen Handlungsinhalte komplett von hinten aufrollt und von der gestörten Haltung des Autors zur Kirche geprägt ist. Das Werk wurde von den meisten Fans der ersten Teile schlicht ignoriert oder verhöhnt und konnte sich aufgrund mangelnder Qualität auch nur schlecht verkaufen. Nichtsdestotrotz existiert bis heute eine kleine, aber treue Anhängerschaft, die das Buch in fast religiöser Manier geradezu vergöttert.

Je-Ho-Va[Bearbeiten]

Kontrovers diskutierte Fanversion, der die eigentliche Handlung nicht weiter fortführt, sondern eine alternative Version erzählt. Die meisten Fans der ursprünglichen Bücher halten dies für ein Sakrileg am Autor, Gott, und sehen es als ihre Aufgabe diesen "perversen Abklatsch menschlichen Hohnes" zu vernichten. Befürworter halten diese Reaktion für verständlich, aber stark übertrieben. Die einzigen Menschen, die bei Fans der heiligen Schrift noch einen größeren Brechreiz verursachen sind solche, die diese noch nie gelesen haben, im Jargon sog. "Scheinheilige" oder "welche-die-an-den-Atheismus-glauben". Befürworter halten auch diese Reaktion für leicht übertrieben, obgleich sie selbst natürlich keine Atheisten sind.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Zu Beginn seiner Arbeit stellte Gott sich nach eigener Aussage die Frage: Wozu das Ganze? Die inneren Monologe und anderweitige Äußerungen seiner Selbst deuteten, laut mehreren Psychologen, auf eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung zu jener Zeit hin. Zwanghafte Zerstörungsanfälle und Allmachtsphantasien sind von Augenzeugen belegt, und seine damalige narzistische Geisteshaltung ist auch bis zu seinem Tod hin immer wieder in Erscheinung getreten. Fachleute, deren Qualifikation mehrheitlich darin besteht, ein staatlich nicht anerkanntes Diplom, sowie eine Sauftrophäe ihrer Studentenvereinigung ihr Eigen zu nennen, erkennen hierin auch Symptome tiefster innerer Verunsicherung, wie sie bei großen Männern üblich ist.
Nach der Veröffentlichung und der weitestgehenden Bekanntheit im aramäischsprachigen Raum, versuchte Gott mit seinem zweiten Teil im Verbund mit einer weitreichenden Merchandiseaktionen auch in den nördlichen Regionen der alten Welt zu Berühmtheit zu kommen. Dieser Versuch scheiterte aufgrund der miserablen lateinischen Übersetzung, die Gerüchte zufolge von der Kirche manipuliert worden ist. Inzwischen war sein Sohn geboren, aufgewachsen, geheiligt und gekreuzigt worden, ohne dass er ihn auch nur einmal besucht oder umarmt hätte. Dieser schwerwiegende Verstoß seiner Vaterschaftspflichten führte im weiteren Verlauf seines Lebens zu traumatischen Schuldgefühlen und war ursächlich beteiligt an Gottes Schreibblockade, die ihn im Verlauf der nächsten fünf Jahrhunderte quälte. Ein anderer Grund mag sein langsam ausfallendes Haar gewesen sein, wie manche Biographen behaupten. Diese These bleibt aber bis heute nur Spekulation, da die Familienangehörigen Gottes einer Exhumierung bisher noch nicht zugestimmt haben.

Schließlich und letztendlich gelang es Gott, seine Schreibblockade zu überwinden. Kritiker sind im Gegensatz dazu der Meinung, er hätte einfach nur alte Fragmente seiner bisher unveröffentlichen Notizen zusammengeklebt, weil er kein Geld mehr für seinen aufwändigen Lebensstil übrig hatte. Obwohl von Fans verhasst, sollte der dritte Teil Gottes größter Erfolg werden im und um den Erdkreis, im Universum und darüber hinaus; der Plan scheiterte jedoch. Von Kritikern wurde er verschrien, von Fans der ersten Teile schlicht ignoriert und Neuleser konnten nur eenige begeistert werden. Nach diesem Schock brachte Gott es nicht mehr über sich auch nur einen Bleistift anzurühren.

Kritiken und Wirkungsmächtigkeit[Bearbeiten]

In Fachkreisen gab es sehr unterschiedliche und zuweilen widersprüchliche Meinungen über dieses Hauptwerk Gottes. Gegner bemängeln v.a. bei der lateinischen Übersetzung den teilweise langweiligen Schreibstil sowie innere Widersprüche und Sinnwidrigkeiten. Karl Marx wird in diesem Kontext häufig mit folgenden Worten zitiert:

Dieser Text ist schrecklich! Wo soll ich nur anfangen? Zu allererst diese wirre Handlung, vollkommen in sich zusammenhangslos: Auf der einen Seite liest man noch von Kain und Abel und dann von tausenden von Namen und Königen, die ohne Kontext einfach in den Raum geworfen werden. Man könnte fast glauben, Gott war auf Opium, als er dies schrieb, nein, dieser Text ist Opium! Und dann dieser Stil, zum Einschlafen, über Tausende von Seiten immer der gleiche Mist.. "In jenen Tagen aber begab es sich...", was soll das? Es ist nicht zu fassen, ich vermute fast dieses Buch ist von Affen geschrieben worden! Karl Marx


Als sich im Nachhinein herausstellte, dass die lateinische Übersetzung von der Kirche aus Boshaftigkeit und Neid manipuliert worden war, um so Gottes Ansehen in der Welt weiter zu schädigen und zeitgleich eine neu übersetzte Version von M. Luther aus dem Griechischen auf den Markt kam, fühlte sie sich von mehreren Seiten bedroht. In einer Werbekampagne, um den entstandenen Imageschaden wieder auszugleichen, verteilte die Kirche kleine Geschenkkekse aus dem Leib Gottes, um so zeitgleich ihre Anhänger auf den Geschmack seines Blutes und seines Fleisches abzurichten.
Die neuüberarbeitete Version konnte mehr Anhänger begeistern, zwar war der Stil immer noch schwer verständlich, aber zumindest die jetzt nicht mehr zensierten, plastischeren Gewalt- und Sexszenen imponierten sowohl einem breiten Publikum als auch den Kritikern, was das Bad-Boy-Image Gottes nur noch verstärkte. Die Kehrseite der Medaille war, dass lange Zeit der künstlerische Teil des Werkes vollkommen unbeachtet blieb und dieser im spießbürgerlichen Milleu des Atheismus über lange Zeit zu einem absoluten Hassobjekt wurde.
Erst in jüngerer Zeit wurde der sinnbildlich-symbolische Charakter des Werkes wiederentdeckt und führte in Fachkreisen zu angeregten Diskussionen über dessen Interpretation. Verbreitet ist die Ansicht, dass Gott innerhalb des Werkes die traumatischen Erfahrungen seiner Kinderjahre und der fehlgeschlagenen Schöpfung, sowie seiner schwierigen Jungend im "Nichts" Kinderheim (vgl. Gottes Strafakte) verarbeitete.
Eine heutzutage immer beliebter werdende Interpretation des Werkes, die allerdings in Wissenschaftlichen Kreisen noch wenig Beachtung findet, weil viele Theologen ihre Zeit lieber mit Eierschaukeln und Kirchensteuerpoker verbringen, sieht dieses nicht als fiktive Erzählung, sondern als wahrheitsgetreue, wenn auch verfremdete Erzählung Gottes' frühen Jahre. Diese "Kreationisten" versuchen dies anhand von Fossilienfunden zu untermauern. Gottes Pressesprecher Nietzsche verkündete kürzlich ein Statement Gottes, in dem es hieß:

Ich, Gott, gebe hiermit öffentlich bekannt, dass "Die Heilige Schrift" eine rein fiktive Erzählung darstellt, dich ich absolut erfunden habe und die keinen Bezug zu meinem wirklichen Leben hat. Und wenn jemand behauptet, ich hätte Adam damals wirklich erschaffen und mit ihm so lange Frisbee gespielt bis wir müde wurden, dann mit ihm eine Liebesschnulze angesehen, dann ist das Humbug.Und sollte jeamd behaupten, ich sei dann später wirklich eifersüchtig auf Eva geworden, weil er nur Zeit mit ihr verbracht hat, sodass ich den erstbesten Vorwand genutzt habe, um sie aus dem Paradies zu verbannen, so ist das frech gelogen und frei erfunden und ich werde den Verantworlichen verklagen! Gott

Die Vertreter der kreationistischen These sahen hierin eine Bestärkung ihrer Theorie.

Verfilmungen und Adaptionen[Bearbeiten]

Die heilige Schrift hat vielfach Menschen zu außergewöhnlichen Handlungen inspiriert, und fand auch in den anderen Kunstformen große Resonanz und führte zu vielerlei großartigen Werken, sollte man meinen. Allerdings war das meiste eher von minderer Qualität. Bestes Beispiel ist hier das Drama "Die Passion Christi" von Mel Gibson, das über mehrere Stunden hinweg die, nach Aussage Gottes, unwichtigsten Teile des Romans in Länge und Breite ausarbeitet, aber die wichtigen, - teils verstörenden - Stellen auslässt, um familientauglich zu bleiben.
Keine Adaption der Bibel hingegen ist "Pulp Fiction", wenn auch hinsichtlich der Haltung zum Tode vergleichbar (Gott schrieb in seiner Autobiografie, dass vor allem das Buch "Levitikus" stark von Tarantinos Werk und auch seiner Nase beeinflusst wurde. Leider gelang es Gott nicht, auch einen Trunkshot in die Bibel einzubauen.

Trivia[Bearbeiten]

  • Direkt auf Seite 1 des ersten Teils stehen viel zu viele Worte.
  • Ursprünglich wollte Gott sein Werk mit einer wilden Sex-Orgie beginnen lassen, diese Idee verwarf er später aber wieder.
  • Im letzten Kapitel nutzte Gott als Vorlage die private Telefonnummer des Satan: 666- 1243 40 1337
  • Auf eine Anfrage eines Fans, was denn nun eigentlich der Sinn der heiligen Schrift und der Schöpfung im Allgemeinen wäre, antwortete Gott mit "42".
  • Atheisten sind Menschen, die sich vom Inhalt der heiligen Schrift persönlich beleidigt fühlen, und es unmoralisch finden, Menschen aus rein sadistischem Vergnügen zu töten.
  • Die "Offenbarung des Johannes" verlor im Jahre 1939 den Titel des "ausgedachten Dingens, das eine nicht wirkliche Geschichte erzählt, und in dem am meisten Menschen sterben" nur knapp mit 2 Toten mehr an Adolf Hitlers "World Wars - Das Imperium schlägt zurück".