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Der Gehenkte

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Verstörend eindrucksvoll: Der Gehenkte.

Der Gehenkte (norwegisch den hengte mannen) ist zwar nicht das berühmteste, aber das ausdrucksvollste Werk von Edvard Munch. Es gilt als Munchs eindruckvollstes Werk, bei dem er die Pfade des Expressionismus mit den Wegen des Symbolismus zu einer Schnellstraße der Emotionalität verschmolz.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Vater Edvard Munchs, Christian Munch, war ein mehr oder weniger angesehener Militärarzt und durch den frühen Tod seiner Ehefrau Laura Catherine Bjølstad allein erziehend. Zu seinen Aufgaben gehörte es, Hinrichtungen jeglicher Art beizuwohnen und den Todeszeitpunkt der Delinquenten minutiös fest zu halten. Des Öfteren musste er eine entspannende Partie Golf wegen einer Notfallhinrichtung unterbrechen. Oft war Edvard mit auf dem Golfplatz und begleitete seinen Vater in Ermangelung einer Kinderfrau zur anstehenden Hinrichtung. Er spielte dann im Schatten der Gehenkten, bis diese der letzte Hauch von Leben verließ. Er erfreute sich regelmäßig an deren teils grotesken Grimassen und entwickelte einen scharfen Blick für deren emotionalen Zustand zum Zeitpunkt des Todes.

Ältere Versionen[Bearbeiten]

In den ersten bekannten Versionen des Gehenkten trug die zentrale Figur fast immer eine militärisch anmutende Schirmmütze. Gegen die Meinung anerkannter Experten, es handele sich bei dieser Figur um Edvards Vater, spricht allerdings der nicht vorhandene Golfschläger, ohne den sein Vater fast nie das Haus verließ. Bei anderen Versionen erinnern die dargestellten Personen noch mehr an Erdmännchen und spiegeln Edvards Zuneigung zu kleinen dürren Nagetieren wieder.

Beschreibung[Bearbeiten]

Dargestellt wird ein simplifizierter Galgen an dem deutlich erkennbar ist, dass er aus einem Bausatz aus dem Baumarkt entstanden ist. Neben der Symbolik des endlichen Lebens birgt die filigrane Darstellung des Galgens die Chance auf einen Umsturz. Bei der Darstellung der gehenkten Person wird auf geschlechtsspezifische Merkmale verzichtet. Trotzdem hinterlässt Munch einen starken Hinweis. Eine Frau mit derart ausladenden Ohren hätte sich schon umgebracht, bevor sie am Galgen endet. Außerdem fehlen dem Gehenkten die passenden Schuhe zur Hinrichtung. Welcher Frau würde das passieren?

Technik[Bearbeiten]

Trotz der überwiegend klaren Linien, die mit schwarzer Tusche auf gegerbtes Eisbärenleder gezogen sind, sind gerade im Bereich des Körpers des Gehenkten feine Verästelungen zu erkennen. Erreicht wurde dies durch die Mischung der Tusche mit Aquavit. Ein erhöhter Anteil an Alkohol erhöht die Fliessfähigkeit der Tusche, so dass sie tiefer in die natürliche Struktur des Eisbärenleders eindrang und den vorhandenen Verästelungen folgte. Die Wahl des Eisbärenfells drückt die Abneigung Munchs gegen diese Tiere aus. Bekanntermaßen rotteten die Eisbären die gesamte Erdmännchenpopulation in Norwegen aus.

Weg des Bildes[Bearbeiten]

Munch malte das Bild 1894 im Alter von 31 Jahren. Er brauchte es als Tauschmittel, da sein Vater sich weigerte ihm weiter ein Taschengeld zu zahlen. Unter dem Einfluss der eingetauschten Flasche Aquavit malte er danach ein Portrait seiner Schwester Inger, worauf sich auch diese betrank.

Um das Jahr 1900 tauchte das Bild in einem chinesischen Restaurant auf. Eine verstorbene Katze (Nummer 731A ohne Morcheln) war in dem Bild zu Aufbewahrungszwecken eingewickelt. Danach verlor sich die Spur des Bildes für lange Zeit.

1997 kehrte Munchs Meisterwerk im Tausch gegen Hongkong zurück in den europäischen Raum. Von England aus wurde es, um Spuren zu verwischen, im Februar 2012 bei Ebay Deutschland in einer Auktion angeboten. Um Gebühren zu sparen wurde der Startpreis auf einen Euro festgelegt. Eine Splittergruppe der Piratenpartei blockierte die Möglichkeit zu bieten, nachdem ein Strohmann das erste Gebot von einem Euro abgegeben hatte. Nach einem kurzen Rechtsstreit wurde das Bild am 1. April 2012 an den Parteivorstand Bernd Schlömer übergeben. In der Folgezeit wurden unzählige Kopien des Bildes angefertigt und kostenlos verteilt. Das Original wurde mittlerweile unter dem Absingen des Slogans Freie Kunst für freie Bürger! verbrannt.

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