Dalt Wisney
Dalt Wisney (*1.1.1901, gest. 29.3.1973) (nicht zu verwechseln mit Walt Disney)
Dalt Wisney war ein US-Amerikanischer Zeichner. Er wurde am 1.1.1901 um 1:01Uhr in der First Natal Clinic, You Nork in US-Amerika geboren. Sein Vater war ein armer Einwanderer namens Boris Gadunow aus Trans-Uraliya. Seine Mutter war die mormonische Irin Penny Lane (die Beatles haben ihr in den späten 1960'ern ein erfolgloses Lied gewidmet).
Dalt wurde durch eine Reihe pornografischer Zeichentrickfilme international berühmt.
Bearbeiten Kindheit und Jugend
Wisney wuchs in ärmlichen Verhältnissen im ärmlichen Einwandererviertel Pseudogriechenland auf, wo seine Eltern eine ärmlich sanierte Vierzimmer-Villa besaßen. Sein Vater war Fahrer bei der You Norker Münzprägeanstalt, wovon die Familie sehr gut leben konnte. Seine Mutter strickte in Heimarbeit original indianische Patchwork-Quilts, die der Familie genug Geld einbrachten, um 1908 das Nachbarhaus zu kaufen und abzureißen. Dadurch beendeten die Wisneys einen jahrelangen Nachbarschaftsstreit.
Dalt wurde schon mit zwölf Jahren an der katholischen Erziehungsanstalt "Holy Mother of your Bloody Bum" eingeschult. Dort zeigten sich früh seine künstlerischen Talente, als er sein Pult mit Zeichnungen von Mäusen, Hunden, Pferden und Kühen verzierte. Die Lehrkräfte ignorierten Dalts Talent und sanktionierten es mit körperlichen Züchtigungen. Dalt hat diese Erlebnisse nach eigenen Aussagen später in einem sado-masochistischen Zeichentrickfilm verarbeitet: "Tough Teachers" (1933). Der Film ist verschollen, Dalts Pult kann aber noch besichtigt werden (es enthält allerdings keine sado-masochistischen Zeichnungen, nur Mäuse, Hunde, Pferde und Kühe).
Mit vierzehn ging Dalt in gemeinsamen Einverständnis von der Schule ab; der Direktor warf ihn raus und Dalt war's recht. Danach arbeitete er zusammen mit seinem Vater bei der You Norker Münzprägeanstalt. Er fertigte Kupferstiche von beliebten Banknoten an, die sein Vater vermarktete (nicht die Kupferplatten, nur die damit gedruckten Banknoten). Original Dalt-Wisney-Banknoten sind erhalten und bei Sammlern äußerst unbeliebt.
Als US-Amerika 1917 beim 1. Weltkrieg mitspielen wollte, meldete sich Wisney unter dem Pseudonym Adolf Schicklgruber mit selbstgezeichneten Papieren freiwillig zur ersten US-Feldküchen-Division. Da er aufgrund einer Unpässlichkeit nach einer kurzen Abschiedsfeier in seinem Viertel jedoch dass Schiff nach Europa verpasste, musste er zu Fuß gehen, und erreichte die Schlachtfelder erst nach Kriegsende. Verbittert kehrte Wisney 1919 nach US-Amerika zurück. In seinem letzten Zeichentrickfilm ("Glory-Bee", 1968) verarbeitet er seine Kriegserlebnisse in bunten Farben und tiefenpsychedelischen Anspielungen.
Bearbeiten Erste Filme
Nach seiner Rückkehr versetzte Wisney seine Uniform und zeichnete mit dem Geld auf dem Küchentisch seiner Mutter seinen ersten Zeichentrickfilm: "Steemin Willley" (1919). Der Film, schwarz-weiß, ohne Ton und mit bescheidener Rechtschreibung, war ein mäßiger Erfolg. Zugleich war er der erste Auftritt von Wisneys berühmtester Figur: der ungehobelten, deutschstämmigen Maus mit Namen "Mitchel Mauser". Die Figur basiert auf dem deutschen Rausschmeißer der ersten Schwulen- und Lesben-Kneipe in You Nork. Der Rausschmeißer hatte Wisney mehrfach höflich, und einmal sogar ungehalten, an der Tür abgewiesen.
Mauser erzählt in einem Zwischentitel des Films einen schlüpfrigen Witz, der der erste Witz der Filmgeschichte überhaupt war und zugleich den Grundstein von Wisneys späteren pornografischen Darstellungen in seinen Filmen legte. Aufgrund der dreckigen und schlampigen Arbeitsmethoden in der Küche von Wisneys Elternhaus ist der Witz jedoch verschwommen und unleserlich. Im handgeschriebenen Drehbuch des Films kann der Witz aber von fachkundigen Leuten entziffert werden. Das Drehbuch wird von der Dalt-Wisney-Stifftung in Nußloch am Inn verwaltet und ist nur für Leute mit einem Doktorhut einsehbar.
Das wenige Geld, das der Film einspielte wurde von Dalts Eltern unterschlagen und Dalt selbst aus dem Elternhaus hinausgeworfen. Wisney verließ You Nork und eröffnete im mexikanischen Ort Tichihuahua, hart an der US-Amerikanischen Grenze, ein eigenes Studio. Das Startkapital hatte er sich von der mexikanischen Staatsbank zu Wucherzinsen geliehen.
Hier zeichnete Dalt im Ein-Mann-Betrieb drei Filme: "Cockney the Cock" (1920), "Humpin' Dumptey" (1921) und "Bouncin' Betsy" (1922). Während die ersten beiden Filme beim Publikum durchfielen, und von Dalt in seinem Studio verheizt wurden, war "Bouncin' Betsy" ein voller Erfolg auf dem US-Amerikanischen Markt: die Titelheldin trägt ein extrem kurzes Kleid, das in drei Einstellungen des Films hochrutscht, so dass jeweils für einen kurzen Moment ihre Knie zu sehen sind.
"Bouncin' Betsy" war Wisneys Fahrkarte nach Hollywood bei Dos Angeles (nicht zu verwechseln mit Hollywood bei Los Angeles). Der einflussreiche Besitzer des, damals noch sehr kleinen, NHN-Studios, George X. Bush (ein Verwandter von George W. Bush) lud Wisney 1925 zu einem Vorstellungsgespräch ein. Bush plante ein eigenes NHN-Zeichentrickstudio zu eröffnen, und wollte Wisney als Leiter dieses Studios gewinnen.
Wisney nahm an und entkam so und mit Hilfe der russischen Mafia, Bestechungsgeldern und einer Gesetzeslücke, seinen drückenden Schulden bei der mexikanischen Staatsbank. Diese Schulden gibt es noch heute und betragen mittlerweile durch Zinseszins, Inflation, Währungsreformen, Diebstahl und Rechenfehler umgerechnet 143 Euro und 17 Cent. Wisneys Rechtsnachfolger weigern sich bis heute kategorisch, diese Schulden zu bezahlen.
Bearbeiten Die "Goldenen Jahre"
Als Dalt Wisney in Hollywood bei Dos Angeles ankam war er ganz allein auf der Welt und besaß nur den Maßanzug am Leib, die letzte verbliebene Kopie von "Bouncin' Betsy" sowie einen großen Rucksack voller Geld.
Den Vorstellungstermin bei Bush ließ er platzen und eröffnete auf der Stelle sein eigenes Studio. Dazu importierte Wisney 100 südkoreanische Zeichner und sperrte sie in einer alten Lagerhalle ein. Innerhalb der nächsten vier Jahre produzierte Wisney 21 Zeichentrickfilme mit Mitchel Mauser als Held. Obwohl diese Werke kaum den Standard seiner früheren Meisterwerke erreichten, genügte ihre geballte Anzahl und Wisneys Verbindungen zur US-Amerikanischen Mafia vollkommen, um die Konkurrenz bis Ende der 20'er Jahre vom Markt zu fegen.
Aus diesen Filmen der zu recht so genannten "Goldenen Jahre" ragt der 21. Film "Mauser the Browser" (1929) heraus: er enthält die erste Darstellung eines Geschlechtsaktes in einem Zeichentrickfilm. Mauser verführt eine verheiratete Katze zum Ehebruch und vollzieht mit ihr hinter einer Bretterwand vermutlich den Akt. Vermutlich deshalb, weil an dieser Stelle eine Szene fehlt. Ihr Verbleib ist unklar; laut Wisney hat die Zensurbehörde sie herausgeschnitten; laut Zensurbehörde hat Wisney sie niemals produziert.
In den vier Jahren in Hollywood verdiente Wisney ein Vermögen, verstrickte sich aber auch in diverse Skandale. Die meisten hatten mit seinen Mitchel-Mauser-Filmen zu tun:
- "Night Fever" (1927), erste Darstellung einer gemischt-rassigen Beziehung; Mauser verliebt sich in eine weibliche Krähe (die ihn aber verprügelt)
- "Collared Collie" (1927), erste Darstellung einer gleichgeschlechtlichen Beziehung zwischen Männern; Mauser küsst versehentlich einen männlichen Collie (der ihn daraufhin verprügelt)
- "Slimy Love" (1927), erste Darstellung einer lesbischen Beziehung; Mauser beobachtet zwei weibliche Nacktschnecken beim Händchenhalten (und wird von den Nacktschnecken anschließend verprügelt)
Wisney verbrachte in den Jahren 1925-1929 mehr Zeit in Gerichtssälen als in seinem goldenen Swimmingpool. Besonders die Zensurbehörde hatte ihn auf dem Kieker, daneben gab es den "Verein zur Hebung der Moral in Dalt-Wisney-Filmen", der sich voll und ganz auf die von Wisney produzierten Filme eingeschossen hatte. So organisierte der Verein z.B. Menschenketten vor den Filmtheatern in denen Wisneys Film "Twin Peaks" (1926) lief; die Zuschauer konnten die Theater nur noch durch die Hintereingänge betreten.
Die Prozesse verursachten enorme Kosten und kurbelten den Anwaltsmarkt in ganz Dos Angeles mächtig an, trotz - oder gerade wegen - dieser Prozesse schlug jeder Mitchel Mauser Film ein wie eine Bombe. Wisney wurde zum reichsten Mann der Stadt.
Bearbeiten Der Schwarze Freitag und die Große Depression
Am Freitag dem 11. November 1929, dem sogenannten Schwarzen Freitag, ging Wisney eine Wette mit einem Börsenmakler ein. Der Wetteinsatz war Wisneys alte Lagerhalle, in der er seine (mittlerweile 79) südkoreanischen Zeichner eingesperrt hatte. Wisney verlor die Wette und damit die Lagerhalle. Die überlebenden südkoreanischen Zeichner waren daraufhin nicht mehr zu halten und flohen zurück nach Südkorea.
Für Wisney brach eine Welt zusammen. Es war ihm nicht mehr möglich, billige Zeichentrickfilme zu produzieren. Wisney war nervlich am Ende und zog sich in eines der 36 Zimmer seines Landhauses auf seiner 10.000 Hektar großen Farm zurück. Für Hollywood bei Dos Angeles war Wisneys Große Depression eine Katastrophe. Ohne die Mitchel Mauser Filme waren die Anwälte der Stadt über Nacht arbeitslos, die Anwaltskanzleien der Stadt brachen reihenweise zusammen. Die Gerichtsdiener saßen auf der Straße. Die größte Papiermühle von Hollywood bei Dos Angeles blieb auf tausenden halbfertiger Gerichtsakten sitzen und meldete Konkurs an, der "Verein zur Hebung der Moral in Dalt-Wisney-Filmen" führte Kurzarbeit ein. In der Folge erlahmte der Einzelhandel, die Imobilienpreise fielen ins Bodenlose und das öffentliche Leben hörte mit einem Schlag auf. Von dieser Katastrophe hat sich Hollywood bei Dos Angeles niemals erholt; heute (Stand 1.4.2008) hat die Stadt noch ganze sieben Einwohner, allesamt obdachlos.
Bearbeiten Wisneys Come Back, die "Platin Jahre"
Im Sommer 1932 hatte sich Wisney von seiner Großen Depression erholt. Er begann ein bis dahin unerhörtes Unternehmen. Nachdem er jahrelang nur sehr kurze, billige Filme ohne Ton und in Schwarz-Weiß produziert hatte, war er nun von der Vision getrieben einen abendfüllenden Zeichentrickfilm in Farbe und mit Ton zu produzieren.
Im kleinen Ort Wasteland neben seiner Farm kaufte er einen alten Schweinestall, richtete dort ein Studio ein und versammelte ein gutes Dutzend Zeichner aus aller Herren Länder, die er auf einem extra für sie eingerichteten Campingplatz unterbrachte. Da Wisney nach den schrecklichen Erfahrungen der Großen Depression nicht gewillt war eigenes Kapital zu riskieren, fehlte es dem Studio an Geld für ein gutes Drehbuch. Wisney glich diesen Mangel durch einen Geniestreich aus: er verwendete für den Film die gemeinfreie Geschichte eines bekannten Märchens. Es entstand Wisney bekanntester abendfüllender Film: "Schneeflitchen" ("Snow Wide" (1933), parallel zu "Tough Teachers", s.o.).
- "My films, like pre 32, you know, together they ran, like, well, less than, err, 90 minutes. Now my idea, my idea was, like, you know, err, making a film run, like, you know, longer than 90 minutes. That was, like, my, err, Vision, you know."
- "Alle Meine Filme von vor 1932 hatten zusammengenommen eine Laufzeit von weniger als 90 Minuten. Nun hatte ich die Idee einen Film zu produzieren, der alleine mehr als 90 Minuten Laufzeit hatte. Das war meine Vision." (Originalton Dalt Wisney, aus einem Interview von 1971)
Obwohl Mitchel Mauser in dem Film nur einen kurzen Gastauftritt hat, war Schneeflitchen eine glanzvolle Fortsetzung von Wisneys früheren Erfolgen. Die Story des Films war reines Dynamit; ein minderjähriges Mädchen entkommt einem Mordkomplott und wird von einer Alt-Männer-WG im tiefsten Wald aufgenommen. Nach einem gelungenen Giftanschlag küsst ein Prinz, der plötzlich aus dem Nichts in der Geschichte auftaucht, das tote Schneeflitchen und erweckt es unerklärbarerweise wieder zum Leben.
Der Film füllte in ganz US-Amerika die Kinosäle und ließ sogar den "Verein zur Hebung der Moral in Dalt-Wisney-Filmen" kurzzeitig wieder aufleben. Allerdings hatte sich der Verein von der Großen Depression nicht erholen können. Die verbliebenen Mitglieder reichten gerade für eine halbe Menschenkette vor einem einzigen Kino; die Aktion war ein totales Fiasko und der Verein löste sich endgültig auf.
1935 überbot Wisney den Erfolg von Schneeflitchen noch mit seinem zweiten bekanntesten Film: "Peter Pen" (1935). Ähnlich wie in Schneeflitchen bildet sich in Peter Pen ein Spannungsfeld zwischen einem minderjährigen Mädchen (Denwy) und einer Männer-WG (Peter Pen und die verworrenen Jungs), allerdings spitzt Wisney diesen Konflikt in Peter Pen geschickt zu: die Männer-WG ist größer und, ähnlich wie das Mädchen, minderjährig.
Doch die eigentliche Erklärung für den Erfolg von Peter Pen liegt nach Ansicht von Experten in der Darstellung der Tinker Sell. Wisney benutzte hierfür (erstmalig in der Filmgeschichte) einen kurzen Film des berühmten Busenwunders Molly Duster als Vorlage. Für Wisney war diese Zusammenarbeit mit Molly Duster im mehrfacher Hinsicht prägend; 1936 heirateten die beiden.
Bearbeiten Wisney und der zweite Weltkrieg
Frisch verheiratet begann Wisney eine Weltreise mit seiner Braut und ließ sein Studio drei Jahre lang allein, wodurch es völlig verkam und von den meisten Zeichnern verlassen wurde. Als Wisney 1939 vom Zweiten Weltkrieg hörte, beendete er seine Weltreise vorzeitig und kehrte nach Wasteland zurück. Er fand in seinem Studio ein vollkommenes Chaos, einen einzigen Zeichner mit Rheuma in den Fingern und ein paar Dosen mit eingetrockneter Tusche vor. Sogleich stürzte er sich in die Arbeit und fertigte eigenhändig für die Macher des zweiten Weltkriegs drei kurze Zeichentrickfilme an, die er, entgegen seiner üblichen Arbeitsweise, aus eigener Tasche finanzierte. In dieser Zeit traten die ersten Risse in seiner Beziehung zu seiner Frau auf.
Die Filme waren für Disney ein Debakel. Der erste Film "Two Navy Sailors" (1939) ging auf dem Seeweg verloren, "Trench Wars" (1940) fiel bei den Machern des zweiten Weltkriegs durch und der dritte "Hitting Hawaii" (1941) wurde umgehend vom US-Amerikanischen Kriegsministerium verboten und eingeäschert; angeblich untergrub der Film die Moral der US-Amerikanischen Soldaten.
Wisney baute sein Studio nach diesem Fiasko mit dem Geld seiner Frau wieder auf und produzierte seinen dritten abendfüllenden Film: "Wamby" (1943). Parallel arbeiteten die Wisney Studios an einem weitern abendfüllenden Film: "Lumbo", auf die Produktion dieses Films hatte Wisneys Frau bestanden.
"Wamby" war ein Reinfall. Wisney wandte sich in diesem Film völlig von seinem bisherigen Konzept der gezeichneten Pornografie ab. Stattdessen setzte er auf niedliche Tiere, die harmlos im Wald herumhüpften und dort lebten, fraßen und starben. Wisneys Publikum verließ die Kinosäle unter Protest. Daraufhin ließ Wisney die Arbeiten an "Lumbo" sofort einstellen, da dieser Film eine ähnlichs Story wie "Wamby" hatte. Es war geplant "Lumbo" zu überarbeiten und die bereits fertigen Szenen des Films in ein nun pornografisches Werk zu überführen. Aber es kam anders.
Molly ließ sich, nachdem sie ihr gesamtes Geld durch "Wamby" verloren hatte, von Wisney scheiden und überzog ihn mit Klagen und Unterhaltsforderungen. Wisneys Studio brannte nach der Explosion eines Kanonenofens vollständig ab, wobei sein letzter Zeichner starb. Wisney selbst verbrachte fast seine gesamte Zeit in Gerichtssälen und musste eine Menge Geld in Anwälte investieren um die Forderungen seiner Ex-Frau abzuschmettern. Für Wisney waren diese Jahre (er selbst nennt sie in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg seine "Kriegsjahre") eine wirklich dunkle Zeit.
Bearbeiten Nachkriegszeit und Wiederaufbau
Anfang August 1945 beendete Wisney den letzten Prozeß gegen seine Exfrau siegreich und erreichte, dass sämtliche Klagen abgewiesen wurden. Am Ende stand Wisney vor einem gewaltigen Schuldenberg von mehreren hundert Dollar und den Trümmern seines Studios.
Wisney baute nun seine Farm in ein Studio um und errichtete ein paar Baracken auf seinem Land, in die er eine neue Generation von Zeichnern einquartierte. 1946 nahmen die neuen Wisney-Studios ihren Betrieb wieder auf. Wisney produzierte wieder Kurzfilme und griff auf ein breites Spektrum von sexuellen Praktiken zurück. Da er in dieser Zeit seine Filme nur als Schmalfilmkopie an Sammler verkaufte, sind aus dieser frühen Nachkriegszeit keine Filme von Wisney für das breite Publikum verfügbar.
Erst 1951 kehrte ein Wisney-Film in die Kinos zurück: "Sinduhrella" (1951). Hier greift Wisney auf seinen verschollenen Film "Tough Teachers" (1933) zurück, der seinerzeit in Fachkreisen hohe Anerkennung fand. Wisney variiert das Thema Sado-Masochismus und erweitert es um die Konflikte innerhalb einer zerrütteten Familie: eine junge Frau wird von ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern in ihrem eigenen Haus gefangen gehalten und zur Sklavenarbeit gezwungen. Dabei verknüpft er sie Story mit seinen Erfahrungen aus seinem Tierfilm-Debakel "Wamby" (1943): der jungen Frau stehen eine Reihe von Tierfreunden zur Seite, darunter Mäuse, Tauben und ein Hund. Nach dem gewaltigen Erfolg von "Sinduhrella" produzierte Wisney wieder Kurzfilme mit seinem alten Helden Mitchel Mauser (ab ca. 1955). Die neuen Mitchel Mauser Filme brachten Wisney wieder ganz nach vorn und ins Licht der Öffentlichkeit zurück. Durch die vielen Gerichtsprozesse in seinem Leben gestählt prallten die zahllosen Klagen von Moralisten und Wisneygegnern aber an ihm ab. In der kleinen Stadt Wasteland blühten dutzende von Anwaltskanzleien auf. Wisney selbst stiftete 1965 der Stadt eine Universität, die bis heute ausschließlich Rechtsanwälte produziert.
Wisneys Vermögen wuchs in ungeahnte Höhen und gab ihm die Mittel seine alten Gläubiger einzuschüchtern und so seine Schulden aus den Kriegsjahren los zu werden.
1955 eröffnete Wisney neben seinem Studio eine Würstchenbude. In den Jahren zuvor hatten immer mehr Menschen sein Studio besucht. Da aber die Stadt Wasteland zu diesem Zeitpunkt über keinerlei Gastronomie verfügte, versorgte Wisney seine Gäste nun selbst. Aus dieser Würstchenbude wuchs schnell ein ganzer Vergnügungspark, der die Stadt Wasteland nach und nach umklammerte und schließlich vereinnahmte. 1960 benannte sich die Stadt Wasteland dann in Wisneyland um, nachdem Wisney sich das Amt des Bürgermeisters gekauft hatte. Die oben erwähnte, von Wisney selbst gegründete Universität ist bis heute ein Wahrzeichen des Parks und der Wisney-Studios.
Bearbeiten Die 68'er Kriese und Wisney letzte Jahre
1964 kam der erste Realfilm von Wisney in die Kinos: "Merry Popper", die Geschichte eines männlichen Kindermädchens mit magischen Fähigkeiten. Die unzusammenhängende und langweilige Geschichte wurde durch eine Reihe von einfallslosen Liedern und Musiknummern mehr schlecht als recht zusammengehalten. Im Ganzen war der Film in seinem Entstehungsjahr auf dem besten Weg ein Flop zu werden.
Doch dann im Februar 1965 wurde Klage gegen den Film erhoben; angeblich enthielt der Film verstecke Andeutungen auf pädophiles Verhalten. Wisneys Lieblingsanwalt schlug daraufhin eine geniale Taktik vor. Wisney verlor den Prozeß absichtlich und "Merry Popper" wurde umgehend verboten. (Allerdings konnten Wisneys Anwälte eine Geldstrafe abwenden)
Der Film verkaufte sich daraufhin millionenfach auf dem Schwarzmarkt und Wisney verdoppelte innerhalb von einem halben Jahr sein Vermögen. Bis heute sind sich die Experten uneins, ob der Film tatsächlich versteckte Andeutungen auf pädophiles Verhalten enthält. In Zahllosen Büchern wurde das Thema kontrovers diskutiert. Ein kurzer Auszug aus den bisher erschinenen Werken:
- "Wisneys Bankrott", O. Gschaftlhuber, 1965, erschienen im Wisney-Verlag
- "Wisneys Genie", P. Truchsess, 1966, erschienen im Wisney-Verlag
- "Wisneys Humbug", E. Straw, 1967, erschienen im Wisney-Verlag
- "Wisneys Größe", L. Ghost, 1968, erschienen im Wisney-Verlag
- usw., usf., etc., ...
Das Jahr 1968 markierte Wisneys absoluten Höhepunkt. Er war der reichste Mann US-Amerikas, er war bekannter als alle anderen prominenten Persönlichkeiten seiner Zeit zusammengenommen und er war durch eine kleine Armee von Anwälten juristisch völlig unangreifbar geworden. Wisneyland mit seinen Attraktionen und seiner blühenden Prostitution brachten zusammen mit den Erträgen der Wisney-Universität (s.o.) mehr Geld ein, als alle seine Filme zusammengenommen. Wisney kostete seinen Erfolg aus und versank dabei in einem regelrechten Drogensumpf.
Das Ende kam Anfang 1971. Wisney feierte seinen siebzigsten Geburtstag und wollte die größte Party aller Zeiten feiern, doch geriet diese Party zu seiner persönlichen Apokalypse. Dies hatte mehrere Ursachen:
Bei Wisney zeigten sich 1970 erste Anzeichen von Demenz, verstärkt durch seine angeborene Dummheit. Dies hatte Auswirkungen auf die Planung der Party. So lud Wisney beispielsweise sämtliche Präsidenten von US-Amerika ein, die lebenden, die bereits verstorbenen und etliche von ihm selbst erfundene zukünftige Präsidenten. Die "Hobotown Gazette", das lokale Anzeigenblättchen von Hobotown (Auflage: 20 Exemplare wöchentlich) machte sich über Wisney deswegen lustig. Wisney kaufte das Blatt und entließ den einzigen Reporter. In der Öffentlichkeit kam diese Episode nicht gut an.
Damit die Feiern und Feuerwerke am Jahresende 1970 nicht von seiner Geburtstagsparty ablenken, ließ Wisney das Silvesterfest 1970/71 gerichtlich verbieten und sorgte dafür, dass dieses Verbot auch durchgesetzt wurde. Zugleich plante er auch Weihnachten 1970 verbieten zu lassen, wovon seine Anwälte ihn noch rechtzeitig abbringen konnten. Die Pläne hierzu gerieten jedoch an die Öffentlichkeit; Wisneys Popularität endete schlagartig.
Zu guter Letzt sorgte Wisney selber für einen Eklat. Er hatte für die 24-stündige Superparty sämtliche Fernsehstationen von US-Amerika eingeladen, die rund um die Uhr live berichten sollten. Gegen Abend war Wisney so betrunken, dass er im Vollrausch in seinen eigenen Kamin pinkelte. Dies wurde live und zur besten Sendezeit in sämtliche Haushalte US-Amerikas übertragen.
Seine Anwälte erklärten ihn daraufhin für geschäftsunfähig und übernahmen sein Firmenimperium. Ohne die Kreativität Wisneys brachten die Wisney-Studios jedoch nur noch zweitklassige Filme hervor. Alte Wisney-Klassiker wurden als schlechte Remakes auf den Markt geworfen und manche Kritiker behaupten, dass diese Filme noch schlechter wären als alles was Wisney jemals mit eigener Hand gezeichnet habe. Zudem wurden Wisneys Schöpfungen noch stärker als vorher für Werbezwecke missbraucht und das obendrein ohne jegliches künstlerisches Gespür. So wurde Mitchel Mauser zum Werbeträger einer Kondommarke und die acht Zwerge aus „Schneeflitchen“ warben für Eigenheime.
Wisney versuchte vergebens, gegen das Treiben seiner ehemaligen Anwälte zu klagen. Diese verbogen das Gesetz so weit, dass sie im Gegenzug den größten Teil von Wisneys verbliebenen Vermögen beschlagnahmen ließen. Sein Versuch mit Hilfe der Öffentlichkeit, sein Studio zurück zu bekommen war zum Scheitern verurteilt; zu gut war allen seine fatale Geburtstagsparty noch in Erinnerung.
Bearbeiten Tod und Nachwirkung
Am 29.3.1973 starb Wisney in relativer Armut auf einer tropischen Insel, die ihm zusammen mit einem Nummernkonto in der Schweiz noch geblieben war. Die zuvor vertriebene, eingeborene Bevölkerung der Insel kehrte daraufhin zurück und versuchte Wisneys Leichnam von der Insel zu werfen. Die US-Amerikanische Flotte griff ein und testete einige Atomwaffen auf der Insel. Dadurch wurde Wisneys Grab leider zerstört und ist heute nicht mehr auffindbar.
Sein eigenwilliger Zeichenstil wird bis heute gelegentlich kopiert, aber immer ohne dabei auch Wisneys Erfolg zu kopieren.
Auch nach Wisney wurde versucht, mit pornographischen Zeichentrickfilmen Geld zu machen; bis auf einige wenige Ausnahmen ohne Erfolg. Seine Kunst starb mit ihm, so dass heute alle erfolgreichen Pornos echte Darsteller zeigen.
Sein erster, selbstverdienter Dollar (von ihm selbst gezeichnet) kann in der Aservatenkammer der Polizei von You Nork besichtigt werden.
Die Silhouette der Wisney-Universität in Wisneyland (US-Amerikas erste Adresse für angehende Staranwälte und Rechtsverbieger) ist das Logo von US-Amerikas größter und mächtigster Anwaltskanzelei.
Bearbeiten Walt Disney und Dalt Wisney
Die Namensähnlichkeit der beiden Filmemacher gibt immer wieder Anlass zu Spekulationen. Wisney selbst hat zu Lebzeiten Nachforschungen angestellt, die beweisen konnten, dass die Ähnlichkeit reiner Zufall ist. Disney hingegen hat Wisney stets ignoriert, so gut er konnte.
Es bleibt festzustellen, dass es nur wenige Parallelen zwischen Disney und Wisney gibt. Zwar haben beide Filme gemacht, doch hat Disney niemals Pornos produziert, ebensowenig hat Wisney jemals etwas anderes als Pornos produziert (zumindest nicht mit Erfolg). Auch ihr Zeichenstil ist vollkommen unterschiedlich. Vergleicht man Disneys Mickey Mouse mit Wisneys Mitchel Mauser, so gibt es nur eine einzige Parallele zwischen den beiden: es sind beides Mäuse. Und selbst diese Parallele ist lediglich technisch bedingt: in der Frühzeit des Films waren Mäuse die einzigen Säugetiere, die überzeugend gezeichnet werden konnten.
Es bleibt festzuhalten, dass Disney nur rein zufällig ähnlich klingt wie Wisney.
Bearbeiten Siehe auch
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Entenhausener Stadtvolk: Darkwing Duck | Dagobert Duck | Donald Duck | Jesus Duck | Käpt'n Balu | Pluto Filme: sonstige Ergüsse: Dinge die nichts mit Disney zu tun haben: |
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