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ComCrafter

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Das coolste was das Netz zu bieten hat.

Er ist hipp, er ist lässig und mit über 1,37 Milliarden Abonnenten wohl der erfolgreichste YouTuber auf dem Planeten. Die Rede ist von CommieCrafter, dem Idol der chinesischen Jugend.
(Der erfolgreichste Kanal abseits des Planeten ist das Format Aldebaran TV des deutschen Youtubers X-tremStoll.)
CommieCrafter (chinesisch 捕捉鼠标) ist das Pseudonym des 62-jährigen Xi, einem gefeierten Produzenten von Webvideos aus China.

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Entstehung
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Im frühen 21sten Jahrhundert sieht es schlecht aus für die Titanen der Unterhaltungsindustrie. Das Fernsehen, Lieblingswerkzeug so manchem Diktators zur Verblödung der Massen, liegt im Sterben. In seinen letzten Todeskrämpfen entleert es noch einmal seine medialen Blasen über dem Zuschauer und beschmutzt dessen Geist mit dümmlichen Talk-, Game- und Castingshows. Hollywood, der König des Entertainment-Olymps, kopiert inzwischen mehr Filme als die Chinesen es je könnten und greift scheinbar in schierer Verzweiflung sogar auf die Schule der Nekromantie zurück. Anders lassen sich Leinwandauftritte von Medienmumien wie Mark Hamill oder Sylvester Stallone jedenfalls nicht erklären.

Doch aus dem Bauch der dahinsiechenden Riesen erhebt sich ein neuer flimmernder Gott. YouTube, zu Beginn des Jahrhunderts noch der größte Anbieter von Katzenvideos im Netz, hat sich zu einer ernsthaften Website gemausert.
Zwar ist das Portal immer noch sehr Katzen-lastig, doch sind diese Filmchen heutzutage qualitativ weitaus hochwertiger. Große Produktionsfirmen stellen sicher, dass aus jedem verwackelten Homevideo ein Blockbuster wird, indem sie den vereinsamten Hausfrauen Unmengen an Geld zur Verfügung stellen.
Dieses investieren diese dann in der Regel in mehr Katzen. Von denen kann man schließlich nie genug haben.

Doch gegen das, was sich sonst noch an verkorksten Gestalten auf YouTube tummelt, wirken die Katzenladys, die mit ihren kleinen Lieblingen im Kinderwagen durch die Fußgängerzone flanieren, wie Paradebeispiele der geistigen Zurechnungsfähigkeit.

ComCrafters persönlicher Werdegang entspricht der eines durchschnittlichen Parteibonzens und ist nicht sonderlich interessant. Die Schnarchnasen von Wikipedia zählen an dieser Stelle in einer Biografie meist eine Vielzahl von Pöstchen auf, die der beschriebene Politiker im Lauf seiner Karriere innehatte. Doch man kann das Ganze auch abkürzen. Der Typ steckte in mehr Hintern drin als der Hauptdarsteller eines Schwulenpornos.

Während der damals noch als Xi bekannte Youtuber in der Partei aufstieg, ging es mit dieser seit dem Millennium stetig bergab. Vor allem die Jugend Chinas, scherte sich einen feuchten Dreck um den Haufen Alter, nach Hämorridensalbe riechender Männer, die nichts anderes taten als sich in schier endlosen Sitzungen die geplagten Hintern platt zu sitzen.
Das einzige was die fernöstliche Räumerliga noch an der Macht hielt, war die Tatsache, dass Chinesen sich weniger für Politik interessierten als Frauke Petry für das Wohlergehen von syrischen Familien. Und das ist immerhin die Schreckschraube, die die Bundespolizei als eine Art verlängerten Arm des IS einsetzen will. Oberbonze Pipapo und seinen Kollegen war dieses Desinteresse bisher immer sehr recht gewesen, seit man die Meinungsfreiheit in den 80ern auch aus dem letzten Chinesen herausgewalzt hatte. Doch in den letzten Jahren begann die Teilnahmslosigkeit der Bürger die Funktionäre immer mehr zu nerven. Das Volk revoltierte nicht, was schön und gut war, es interessierte sich aber auch einen Bärenfurz für all die kompensatorischen Superbauten des zu kurz geratenen Regierungsapparats. Was bringt es schon den längst zu haben, wenn niemand einen dafür bewundert. Den längsten Highway natürlich, keine Frage.
Und so beschloss man in Peking, das es Zeit für einen Imagewechsel war. Und ganz im Geiste des großen Vorsitzen und Kinderliebhabers Mao, wollte man sich bei seinen Anstrengungen, das Volk zu mobilisieren auf die Jugend konzentrieren.
Die vom Mao bevorzugte Art der Kontaktaufnahme zum jungen Nichtwähler, wurde aufgrund des eklatanten Mangels an kleinen Mädchen in China als Invektive abgelehnt. Prophylaktisch einigte man sich allerdings auf die Einführung der Zweikindpolitik, um den Ansatz in naher Zukunft weiter verfolgen zu können.

Nein, die Bonzen waren sich einig, YouTube sollte die Lösung sein. Ok, vor dieser Endscheidung ließ man erst einmal sämtliche Spatzen im Pekinger Großraum erschießen. Warum? Weil man es konnte. Und weil es witzig ist, wenn 20 Millionen Menschen auf ihren Dächern stehen und in die Luft ballern.

Nach dem Ende der Rattenplage, die auf den Tod Milliarden von Spatzen verständlicherweise folgte, ging es an die Auswahl eines jungen und frischen Gesichts, das das Politbüro im Web repräsentieren sollte. Und da Xi, mit seinen 62 Jährchen, der Jüngste in der Junta war, richtete man ihm einen Kanal ein und entließ ihn in die flimmernde Welt des Internets.

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Mining und Crafting
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Immer auf geistiger Augenhöhe mit seinem Publikum.

Wachstum um jeden Preis!, das ist das Motto Chinas Machthaber. Verständlich, genügt den Parteibonzen doch schon ein Blick in die eigene Hose, um daran erinnert zu werden wie wichtig und notwendig maximale Ausdehnung ist. Und so unternimmt die Regierung alles, um an Größe zu gewinnen. In Sachen Wirtschaft versteht sich.
In seiner Rolle als Steigbügelhalter des Politbüros, ist es an ComCrafter die Jugend für das Thema zu begeistern, damit aus den Abonnenten von heute die hirnlosen Fabrikarbeiter von morgen werden. Und Junge macht der einen guten Job!
Eine überwältigende Masse der auf seinem Kanal abrufbaren Filmchen lässt sich der bei Teenagern so beliebten Kategorie "Let's Play" zurechnen. Für die Laien oder Volljährige unter den Lesern: "Let's Play"-Videos zeigen einen Youtuber dabei, wie er auf mehr oder wenig lustige Weise ein Computerspiel spielt. Ob die ganze Angelegenheit witzig ist hängt vom Anspruchsniveau des Zielpublikums ab, nach dem sich der Künstler richtet.
Und das entspricht, um einen cineastischen Vergleich zu ziehen, eher Michael Bay als Stanley Kubrick.

ComCrafters Machwerke legen die Messlatte noch um einiges tiefer. Während die normalen Let's Player sich damit zufriedengeben, ihre minderjährigen Jünger kollektiv zu verblöden, um ihnen den Mist ihrer Sponsoren aufschwatzen zu können, sind die Intentionen des Chinesen deutlich perfider.
Mit Kinkerlitzchen wie pappigen Pizzaburgern oder säurehaltigem Make-up hält er sich nicht auf, ist doch sein Produkt um einiges minderwertiger als jeglicher Chinamüll, den Youtuber sonst so anpreisen.
Das was der Parteibonze seinen Anhängern andrehen will, ist sozusagen die Perle, oder eher die giftige emalierte Plastikkugel des Chinamülls, der chinesische Traum an sich.

Mit der Unschuld einer Hafenhure und dem Feingefühl Donald Trumps ausgestattet, versucht Comcrafter in seinen Videos den chinesischen Traum an den Mann zu bringen. Dazu reist er quer durchs Reich der Mitte, immer auf der Suche nach neuen Symbolen des Aufschwungs und technologischen Fortschritts. Wer eine Freundin hat, die es mit der Hygiene nicht so genau nimmt kennt das, das Ziel befindet sich dort wo es am meisten stinkt.
Und so folgt ComCrafter einfach dem Smog, um einen neuen Drehort zu finden. Seine Filmchen folgen immer dem gleichen Schema, genau wie die Plattenbauarchitektur chinesischer Städte.
Die mit schriller, sich überschlagender Stimme vorgetragene Begrüßung, ist mittlerweile ein MUSS für jeden Youtuber, nachdem Vorzeige-Suppenkasper und Westentaschenmillionär PewDiePie diese in den USA salonfähig gemacht hat.
Und so jodelt auch Parteimarionette ComCrafter zu Beginn jedes Videos, das die Gläser springen, sich die Balken biegen und Lawinen Dörfer im Mungshing-Gebirge von der Landkarte fegen. Nachdem er den Anus seiner Abonnenten ausreichend verbal erkundet hat, beginnt in der Regel das eigentliche Let's Play, das sich von einer normalen Partie Minecraft nur wenig unterscheidet.
Wunderschöne Landschaften, aus malerischen Flusstälern mit tanzenden magischen Fischen, grünen fluffigen Wäldern und friedlich goldgelb brutzelnden Wüsten, verwandeln sich innerhalb von zwanzig Minuten in etwas, was aussieht wie eine Innenansicht von Helmut Schmidts Lunge. ComCrafter höchst persönlich, prügelt Rohstoffe für leicht entflammbare billige Handys, scharfkantige Dreiräder aus der Erde oder, falls das zu umständlich ist, die Arbeiter, die die eigentliche Arbeit leisten.

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Beef und andere Probleme
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Wer schon einmal auf YouTube war, weiß natürlich, dass dort niemand an friedlicher Unterhaltung interessiert ist. In den Kommentarspalten der angebotenen Videos herrscht ein Umgangston, der selbst einem Piraten des 17. Jahrhunderts zu rau wäre.
Man begegnet dort meist den unzähligen Geschlechtspartnern der eigenen Mutter, die bemerkenswert gut über deren Tätigkeit als Prostituierte vor der Geburt des jeweiligen Lesers informiert zu seien scheinen. Außerdem Flüchtlingshelfern mit Verbindungen zu den Gaswerken, dem Frauenbild der 50er-Jahre, Debattierclubmitgliedern und unzähligen mit Ausländern befreundeten Neonazis.
Das man bei dieser Klientel mit Friede, Freude, Eierkuchen und etwas Minecraft nicht weit kommt, sollte auf der Hand liegen. Und so ist Streit eine der Hauptaufmerksamkeits-Einnahmequellen für jeden gestandenen Youtuber.

Und Streit produziert ComCrafter reichlich. Besonders mit dem Japaner AbezoggerHD verbindet ihn eine tiefe Feindschaft, hätten doch beide gerne die Filmrechte alleinigen für eine kleine Felsgruppe im südchinesischen Meer.
Und so campen die beiden Entertainer seit einiger Zeit auf verschiedenen Felsen des Archipels. Ihre Fans sind bei diesem spannungsgeladenen Konflikt rund um die Uhr dabei, senden doch beide nonstop aus dem "Krisengebiet".
Als problematisch für die quatschenden Titanen enpuppte sich mit der Zeit eine dritte Partei, die Anspruch auf die Steinhaufen erhebt.
Die Insel stellen nämlich das Brutgebiet des luzonischen Schmeißaffens dar, einer Primatenart, die Lärm auf den Tod nicht ausstehen kann. Und so bewerteten die Tiere beide Künstler mit einem glasklaren "Daumen runter" ein Statement, dem sie mit einem Hagel von Fäkalien Nachdruck verliehen. Dies beendete zwar eine Video-Serie, erschuf aber eine ganze Reihe neuer Stars. Denn nichts lieben grenzdebile Kinder mehr als den übermäßigen Einsatz von Fäkalien.