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Burn it like Breno

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Burn it like Breno ist ein deutsch/brasilianischer Spielfilm aus dem Jahr 2012. Er handelt vom brasilianischen Jungen Breno, der ungewollt nach Deutschland kommt, im Endeffekt jedoch nur seinen Traum leben will.

Filmdaten
Deutscher Titel: Burn it like Breno
Originaltitel: Burn it like Breno
Genre: Drama
Produktionsland: Deutschland, Brasilien, USA
Zielgruppe: Alles was geht
Erscheinungsjahr: 2012
Länge: 90 Minuten +Nachspielzeit
Altersfreigabe: FSK 12
Stab

Regie: Til Schweiger
Drehbuch: Das wahre Leben
Produktion: ARD, BR
Musik: Johnny Cash und eine Sambatruppe
Besetzung

Roberto Blanco: Breno
Christoph Waltz: Louis van Gaal
Dietmar Bär: Uli Hoeneß
Gerard Depardieu: Franck Ribery
Gustavo Alves Blanco Sousa da Silva: Brenos Vater
Anja Kling: Seelenlose Gardinenstange
Matthias Schweighöfer: Holger Badstuber
Jean-Claude van Damme: Daniel van Buyten
Blacky Fuchsberger: Opa Jupp
Franz Beckenbauer: er selbst

Inhalt[Bearbeiten]

Deutschland, Februar 1992 – der arbeitslose Schustergeselle Rene geht schwer bewaffnet und im schwarzen Kampfanzug über die polnische Grenze.
Brasilien, Dezember 2007 – der 18-Jährige Breno (Roberto Blanco) träumt von einer Karriere als Feuerwehrmann. Doch sein erzkonservativer Vater (gespielt von einem alten Klischee-Brasilianer) sieht die Sache ein wenig anders. Seiner Meinung nach dürfe sein Sohn ausschließlich der Tradition anderer brasilianischer Kinder folgen und wahlweise eine Karriere als Straßenräuber oder Fußballprofi einschlagen. Kurzerhand wird Breno gegen seinen Willen an den deutschen Seelenhändler Uli Hoeneß (Dietmar Bär) verkauft und nach München verschleppt.

In München angekommen wird Breno gezwungen, bei einem örtlichen Fußballverein zu trainieren. Spielen darf er nicht, da die belgische Dampframme Daniel van Buyten (Jean-Claude van Damme) Brenos Position besetzt. Der junge Brasilianer wird zusehends unglücklicher in Deutschland und sehnt sich noch immer nach einer Feuerwehrkarriere.

Nach über einem Jahr in Deutschland ist Breno noch kein Stück weiter. Im Gegenteil, als der hauptberufliche Menschenschinder Louis van Gaal (gespielt von Christoph Waltz in einem Fatsuit) die Truppe übernimmt wird es noch ungemütlicher für ihn. Van Gaal setzt mehr und mehr und für alle unverständlich auf den minderbemittelten Holger Badstuber (Matthias Schweighöfer) und schiebt Breno schließlich in die Provinz nach Nürnberg ab.

Dort gerät Breno vollends in die Fänge der Depression. Als brasilianisches Straßenkind ist er Fußball gewöhnt. Das uninspirierte Geholze der Nürnberger jedoch macht ihn bereits beim Zuschauen unglücklich. Es kommt wie es kommen muss: Breno reißt sich höchstpersönlich ein Kreuzband aus, um nicht mehr in Deutschland spielen zu müssen, doch Hoeneß und van Gaal holen ihn einfach nach München zurück und stopfen ihn mit Schmerz- und Schlafmitteln aus einem nicht abgeschlossenen Medizinschrank voll, anstatt Breno nach Hause zu schicken.

Roberto Blanco als Breno

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es, als van Gaal kurze Zeit später durch den netten Opa Jupp (Blacky Fuchsberger) ersetzt wird. Jupp versucht Breno zu integrieren, doch sein kaputtes Knie und seine angeschlagene Psyche schieben dem einen Riegel vor. Breno verschließt sich immer mehr in seine eigene Welt und zündet nach Trainingsschluss heimlich das frisch abgegrätschte Gras an, um beim anschließenden Löschen mit seiner Wasserflasche wenigstens ein bisschen Befriedigung zu spüren. Seine einzige Bezugsperson in dieser Zeit ist der kauzige Franzose Franck Ribery (Gerard Depardieu in einem Thinsuit), dessen Brandnarben Brenos Fantasie anregen.

Eines Nachts als Breno einsam in seiner vom Verein bezahlten Villa hockt und den Rotwein trinkt, den er von Franck geschenkt bekommen hatte, und ihm zusätzlich noch eine seelenlose Gardinenstange (Anja Kling) auf den Kopf fällt, beschließt er, endlich seinen Traum zu verwirklichen. Er zündet die Villa an um sie selbstständig zu löschen, doch es misslingt völlig. Breno ist dies jedoch egal, denn er tut endlich das, was ihm Spaß macht.

Hintergründe[Bearbeiten]

Die Schlüsselszene des Films verursachte hohe Kosten

Regisseur Til Schweiger wollte mit diesem Film die Bedrückung eines Zwangsmigranten in der integrationsfeindlichen deutschen Gesellschaft aufzeigen und konnte glücklicherweise mit mehreren harten Schlägen auf den Hinterkopf daran gehindert werden, selbst eine Rolle in dem Melodram zu übernehmen. Die ursprüngliche Idee Schweigers, die Rolle des Breno mit einem schwarz angemalten Bully Herbig zu besetzen wurde ebenso verworfen.

Die Kosten des Films überstiegen die angepeilten Budgetgrenzen um ein Vielfaches, da für die Abschlussszene, in der Roberto Blanco als Breno vor seiner brennenden Villa tanzt und seinen Hit „Ein bisschen Spaß muss sein“ zum Besten gibt, ein komplettes Villenviertel in Kalifornien den Flammen zum Opfer fiel, darunter auch das Anwesen von Jürgen Klinsmann und ein Bretterverschlag, in dem Charlie Sheen gebrauchte Nutten hortete. Ebenso als Kostenfaktor erwies sich Gerard Depardieu, dessen Thinsuit während der Aufnahmen wiederholt platzte und durch die gewaltigen Druckwellen dabei Schäden in Millionenhöhe verursachte. Darüber hinaus gab es unzählige Reinigungsrechnungen diverser Hotellobbys und Restaurants, da Depardieu überall hinpinkelte.

Als Filmusik dient wiederholt eine Samba-Version von Johnny Cashs "Ring of fire".

Erfolg[Bearbeiten]

Der Film erreichte ein großes Medienecho und wurde Europaweit aufmerksam verfolgt. Versuche einiger Regisseure aus Rom, ein Remake des Films mit Miroslav Klose in einer Nebenrolle als Brenos Mitspieler zu produzieren scheiterten leider am Veto der Münchener Gerichte und wurden auf frühestens 2016 oder 2015 (bei guter Führung) verlegt. Aufgrund des unerwarteten Erfolges ist bereits ein zweiter Teil unter dem Titel „Burn it like Breno II – Versengte Ketten“ in Planung.

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt in der deutschen Kritikerlandschaft gemischte Kritiken:

„Ein am untersten Rande der Münchener Schickeria angesiedelter Film, der die Schwierigkeiten der multikulturellen und kommerzialisierten Fußballgesellschaft aufzeigt, jedoch dabei verzichtbar ist wie ein Kropf. Die Farbe von Roberto Blancos Hemd in der Eröffnungsszene weiß zu gefallen.“ -Filmdienst

„Die Dialoge sind treffsicher wie ein Toast im Auge des Unaufmerksamen. Die Story eines Jungen, der trotz kultureller Probleme für seinen Traum kämpft und letztendlich an seiner nicht bezahlten Wasserrechnung, sowie dem eigenen Unvermögen scheitert, ist ergreifend, aber dennoch nicht rührselig erzählt. Ein gut platzierter Schuss ins Herz der Verfechter für eine gute Versicherung gegen Feuerschäden.“ -TV Spielfilm

"Til Schweigers Mix aus Drama und Sportlerepos ist sympathisch, aber saublöd, wie die Hauptfigur selber. Der Anspruch bleibt trotz eines großartigen Christoph Waltz angesichts eines Gerard Depardieu, der in seinem Anzug offensichtlich keine Luft bekommt und nach zwei Worten wiederbelebt werden muss und einer Anja Kling, die selbst ihre Rolle als seelenlose Gardinenstange zu emotionslos spielt völlig auf der Strecke." -Filmspiegel.de

„Burn it like Breno“ ist pralle Depression in bunten Bildern zu ernsthaften Themen. Das offene Ende schafft Raum für eine Fortsetzung." -RP online

„Insbesondere die Nebenfiguren wie van Gaal oder Hoeneß sind großartig besetzt, lassen die Handlungen dadurch aber verschwimmen. Regisseur Schweiger setzt zu einem Rundumschlag auf alle gesellschaftlichen Probleme an: Verbrechen, Rassismus, Sklaverei, Menschenhandel, der FC Bayern, Eifersucht, Familiäre Unterdrückung und die schlechte Qualität der Münchener Feuerwehr sowie der Nürnberger Fußballmannschaft. Allerdings nicht eines dieser Thema in ausreichender Konsequenz.“ -Filmszene.de

„Langweilig. Würde der Kerl nicht beim FC Bayern spielen würde sich kein Schwanz für seine ach-so-tragische Story interessieren.“ -FAZ

„Wir sind Breno! Grandios. Galaktisch. Oscarverdächtig. Brand-Bayern-Brasilianer-Breno wie Deutschland ihn noch nie gesehen hat. Schweigers super-süß-Streifen spielt geschickt alles an, was das Herz begehrt. Anja Kling als seelenlose Gardinenstange ist sexy wie noch nie. Unbedingt gucken – wenn nicht wird der süße Welpe auf Seite 4 qualvoll sterben.“ -BILD


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