Brüderliches Gemach

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Als Brüderliches Gemach bezeichnet man jenen Teil des Hauses, Wohnung, Baracke, Bunker, Schloss, Wohnwagen, Zelt – kurz des Gebildes, das man Zuhause sein nennt – in dem sich der männliche Teil der Geschwisterschaft zu Nachtzeiten oder sonstigen Schlafenszeiten einfindet. Meist zeichnet sich dieses Habitat durch außergewöhnliche Einrichtungsmerkmale und diverse Odeure aus, die sich in jedem anderen Raum nur mit Hilfe eines größeren Chemielabors erzeugen lassen würden.

Angelegt wird es ausschließlich aus Verzweiflung und der Eltern Hoffnung, somit unliebsame Gerüche und Objekte aus dem unmittelbaren Wohnbereich zu entfernen. In „Die 17 größten Irrtümer Erziehungsberechtigter“ 1997 so meisterhaft erklärt, wieso diese Hoffnung absolut unrealistisch ist, dass Baufirmen eine Klage gegen den Autor einreichten um den signifikanten Rückgang an Nachfrage nach Jungenzimmern zu unterbinden.

Entstehung[Bearbeiten]

Erste Berichte von brüderlichen Gemächern datieren zurück bis ins 13. Jahrhunderte vor der Kreuzigung eines Jungen Mannes im Nahen Osten. In dieser Zeit war es üblich, solche Räumlichkeiten schon vor der Geburt des Kindes zu errichten, was die hohe Sterblichkeit damaliger werdender Väter erklärt, und viele Familien in großes Elend stürzte. Das Aufbringen der Dachziegel, die damals nur aus grob zu gehauenen Felsen bestanden, wurde aufgrund fehlender Professionalität zum Todesgrund schlechthin. Stellte sich einige Monate später heraus, dass es sich bei dem Nachwuchs um ein Mädchen handelte, so musste dieser Dachbelag wieder entfernt werden, und durch Holzschindeln ersetzt werden. Vorgeschrieben wurde dies durch abstruse Naturreligionen, die die sich Menschen damals aus Fadesse einfallen ließen (Erscheinungen der hochzivilisierten modernen Gesellschaft, wie die Pfeffermühle mit batteriebetriebener Beleuchtung, der sich automatisch reinigende Klositz oder YouTube, existierten noch nicht).

Später, zu Zeiten in denen Ritter durchs Lande zogen, und Landsherren ihre Untertanen durch Arbeit zu glücklichen Menschen machen wollten, erlebte das Brüderliche Gemach einen Tiefpunkt seiner Popularität (die erste Ableitung, mathematisch gesehen, war dort gleich null, die zweite positiv). Gruppengemächer kamen in Mode, es kam vor, dass Schwestern und Brüder sich ein Zimmer teilen mussten, was erhebliche Schäden an den Luftröhren und Bronchien der Mädchen mit sich zog. Besonders Burgfräuleins waren davon betroffen, durch das daraus resultierende teils schwere Asthma, konnten sie nur mehr durch das Schwenken von vornehmlich weißen Taschentüchern kommunizieren.

Glücklicherweise lösten sich diese Probleme einige Jahrhunderte später von selbst – Hexenverbrennungen regulierten die Anzahl der Schwestern, und lösten somit, praktisch als angenehmer Nebeneffekt, das Problem.

Napoleon versuchte dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, und widmete sich kurz über lang dem Ziel, ganz einfach auch die Zahl der Jungen (in Form von Soldaten) zu dezimieren. Die völlige Umsetzung dieses Plans wurde, als es schon fast zu spät war, durch die Koalition der großen Brüder vereitelt - der schwedische mit der blonden Schwester, der preußische mit der Krone und sein österreichischer Freund, der mangels Schwester die Ziele des Verbandes nicht ganz nachvollziehen konnte, sich aber aus politischen Gründen auch beteiligte. In der Völkerschlacht von Leipzig machten sie ihrem Unmut Luft.

In der DDR, hundert und noch ein paar zerdrückte Jahre später, wurde ganz plötzlich die Existenz der Brüderlichen Gemächer durch das Aufkommen von sogenannten „Plattenbauten“ in Frage gestellt. Unter dem Vorwand, es gäbe nicht genug Platz, wurden sie einfach in den Wohnungskonzepten nicht mehr vorgesehen. Jahre später sollte in Stalins Tagebüchern anhand von psychoanalytischen Forschungen dessen Abneigung gegen Brüder entedeckt werden, eine schwere Kindheit wurde als Auslöser dafür eruiert.

Heute ist es üblich, für Söhne eigene Zimmer in den Wohnungen zu installieren.

Ausstattung[Bearbeiten]

Luftdichte Zimmertüren sind immer noch nicht Standard, obwohl es sich deren Einsatz eindeutig bewährt hat. Auch diverse Belüftungssysteme, deren Einbau sich, verglichen mit dem Schaden durch die im Zimmer vorherrschenden Dämpfe, absolut lohnen würde, gehören noch nicht zur Standardausstattung. In einigen europäischen Ländern jedoch wird die Einführung eines Gesetzes, dass zum Einbau solcher Apparate verpflichtet, diskutiert.

Obwohl praktisch jedes Brüderliche Gemach über Fenster verfügt, hat sich deren Vorhandensein als sinnlos erwiesen. Maximal wird diese geöffnet, um sich ungeliebter Gegenstände schnell und ohne Umweg über einen (falls vorhanden) Mistbehälter zu entledigen – nie aber zur Lüftung. Oftmals werden die Fenster auch durch Vorhänge - meist so entstellt, dass sie lediglich als diffuse Stoffbahnen erkannt werden - verdeckt, sodass ihr Vorhandensein gänzlich unbekannt bleibt.

Die Wände zeichnen sich durch ihre Weiß aus, welches in vielen Fällen jedoch durch diverse Befleckungen gar nicht als solch zu erkennen ist. Als Aufbewahrungsort der Habseligkeiten fungiert der Boden, der Raum unter dem Bett, Kasten oder Tisch (falls ein solcher vorhanden ist), oder schlicht und einfach jeder mögliche Ort außerhalb des Zimmes selbst.

0 Ph-Wert der immerfeuchten Teppiche[Bearbeiten]

Ganz davon abhängend, woraus der Großteil der aufgesaugten Flüssigkeiten in den Fasern des Teppichs zusammensetzt, ist der Ph-Wert dieser Teppichliquide meist zwischen -117 und -97 (subsauer), oder zwischen 79 und 113 (ultrabasisch). Subsaure Werte komme durch Gemische aus Bier mit kondensierten Brüderdämpfen zustande. Falls darunter ein Parkettboden liegt (lag), ist dieser als solcher nicht mehr erkennbar. Die Entstehung ultrabasischer Werte ist nicht gänzlich geklärt, es wird jedoch vermutet, dass der Grund in der Benutzung des Teppichs als Badehandtuch liegt.