Björnout

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Wo gehts'n jetzt lang? Dieser Artikel behandelt das Problem einer Partei mit ihren Mitgliedern. Wollten Sie zur Seite Burnout, haben Sie sich verschrieben. Total verschrieben. Das kann kein Versehen gewesen sein.
Björnout im Endstadium.

Der Björnout ist eine akute Erkrankung einer deutschen Partei. Sie ist grundsätzlich heilbar, allerdings ist die Partei nach dem notwendigen chirurgischen Eingriff nicht mehr wiederzuerkennen. Es droht akuter Mitglieder- und Wählerverlust und kann bis zur Bedeutungslosigkeit führen.

Symptome[Bearbeiten]

Jede Partei hat etwas bescheuerte Mitglieder. Die SPD hat Thilo Sarrazin, die CSU hat Horst Seehofer und die AfD hat viel zu viele. Herausragend für alle ist jedoch, dass es einen Spitzenpolitiker gibt, um den sich alle sammeln. Jeder Misthaufen zieht nunmal Fliegen an. Bei der SPD sammeln sich irgendwelche Querschläger, bei der CSU ist es die gesamte Partei und bei der AfD...irgendwie auch, nur wollen sie es nicht zugeben. Björn Höcke, aktuelles Mitglied des Thüringer Landtags und nur aufgrund dessen noch nicht ausgeschlossen, weil er ansonsten in Hessen wieder Geschichte unterrichten müsste, ist die Spitze des Eisbergs der Alternativen. Durch geschickte Provokationen, ungeschickte Provokationen und Flankierung (vorzugsweise von rechts) ist es recht einfach, das Symptom zu identifizieren. Akute Nebensymptome können latenter Antisemitismus, übertriebene Melancholie und Überidentifikation mit "der Heimat" sein.

Behandlungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

„[…] und deshalb ist diese Erinnerungskultur eine Schande! Läuft die Kamera? Ach Mist, an die habe ich ja überhaupt nicht gedacht! Stell das sofort online, Alexander!“

Sollte ein Björnout diagnostiziert worden sein, ist es davon abhängig, wie weit fortgeschritten die Krankheit bereits ist.
Ähnlich wie bei einem Krebsgeschwür muss die Ursache ausgemacht werden, bevor sich die Krankheit in der Partei ausbreitet und andere, noch gesunde menschliche Zellen ansteckt. Besitzen die Menschen in der Partei nicht besonders viele Zellen, darf man an der geistigen Gesundheit der Partei insgesamt zweifeln. Es wird der Krankheit dann aber auch extrem einfach gemacht, um sich zu greifen.
Eine vielversprechende, aber nicht immer erfolgreiche Methode ist eine Art parteiinterne Chemotherapie. Dabei wird die Person, die der Grund für den Björnout ist, in den Vorstand gewählt, um ihn öffentlich zu entlarven. Die Person dreht dann irgendwelche YouTube-Videos, auf denen rein zufällig eine Rede der Person zu sehen ist, wie sie völlig abgestumpften Schwachfug labert. Man empört sich dann in der Partei und das Maritim-Hotel gibt daraufhin ein unbegrenztes Hausverbot in all ihren Niederlassungen, hofiert die betroffene Partei aber weiterhin in einer großen deutschen Millionenstadt. Oh. Die Chemotherapie ist wohl doch nicht so gut.
Alternativ ist ein chirurgischer Eingriff denkbar, der der Krankheit den eigentlichen Namen gab. Hierbei wird die Person (Björn) aus der Partei entfernt (out) und darf auch nicht wieder rein (Bleib weg, sonst bekommst du eine auf die Zwölf). Es ist nur problematisch, wenn sich die Krankheit bereits in der Partei so stark ausgebreitet hat, dass die Ursache als Aushängeschild der Partei agiert und für diese entweder für jenen Teil der Mitglieder oder aber gar für die Partei als Ganzes spricht. Die Mitglieder, die sich hinter das Übel stellen, werden alles versuchen, damit die „Partei so bleibt, wie sie ist“. Alle anderen sind doch einfach nur Gutmenschen und generell schwachsinnig.

Folgen[Bearbeiten]

Möglicherweise zerfleischt sich die Partei infolge eines Björnouts selbst: Flügel gegen Flügel, Parteikader gegen Parteikader, rechts gegen noch weiter rechts. Die Endlösung, die die Partei danach zu suchen versucht, ist dabei nach außen hin so angelegt, dass der Friede gewahrt werden soll. Letztlich wirft jedoch irgendjemand entnervt das Handtuch, wird öffentlichkeitswirksam gestürzt oder wird schwanger und müsste sich eigentlich dem eigenen Parteiprogramm stellen und zurück nach Hause, sich um die Kinder kümmern, und es geht von vorne los, danach aber mit einem noch viel rechteren Flügel als vorher schon.
Die potenziellen Wählerinnen und Wähler bekommen den Zwist in der Partei durchaus mit, verleugnen aber, dass es so schlimm ist. Die ganze Lügenpresse stellt ja eh alles falsch dar und unter Hitler hätte man solche Lügenerzähler ja noch vergast. Trotzdem wundern sie sich, wenn die Partei nicht wie Schmitz’ Katz’ abgeht und bei der nächsten Bundestagswahl 100% plus X holt: Innerhalb ihrer Filterbubble seien doch so viele gegen Merkel und der Streit in der Partei sei doch gar nicht so heftig gewesen! Und es beginnt: Ein neuer Björnout.