Bisamratte

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Bisamratte
Bisasam.jpg
Systematik
Klasse: Zeichentrick
Ordnung: Anime
Familie: Pokémon
Gattung: Rafflesiengewächse, Reptil
Art: Bisamratte
Wissenschaftlicher Name
Bisa bisa

(Professor Eich)

Die Bisamratte ist eine in Japan endemische Tierart, die vor allem durch ihre enge Symbiose mit einer auf bzw. im Körper wachsenden Pflanzenart bekannt ist. Spektakulärste Konsequenz dieser Tier-Pflanze-Beziehung ist ein sehr starker Altersdimorphismus, für dessen verschiedene Ausprägungen im Japanischen die drei Begriffe Bisasam (不思議だね), Bisaknosp (不思議そう) und Bisaflor (不思議ばな) verwendet werden.

Biologie[Bearbeiten]

Bei dem Begriff „Bisamratte“ handelt es sich um eine Fehlübersetzung aus dem Japanischen, denn das Tier weist keinerlei Verwandschaft zu herkömmlichen Ratten auf. Die Bisamratte ist nämlich kein Säugetier, sondern ein Reptil. Sowohl ihr Genom als auch ihre Morphologie weisen auf eine hohe Ähnlichkeit zur Saurierfamilie der Kannesangria auf, sodass die Bisamratte heute allgemein als lebendes Fossil gilt. Die aktuelle Forschung geht davon aus, dass die Beziehung zwischen Bisamratte und Pflanze älter als 90 Millionen Jahre ist und die Art das Massenaussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren überleben ließ.

Die Pflanze stellt eine eigene Art (Rafflesia bisa) innerhalb der Familie der Rafflesiengewächse dar. Wie ihre Verwandten ist sie eigenständig nicht lebensfähig, bildet im Gegensatz zu ihnen jedoch keine Lebensgemeinschaft mit anderen Pflanzen, sondern eben einem Tier. Die Rafflesie versorgt die Bisamratte mit zusätzlichen Kohlenhydraten, die sie aus der Photosynthese gewinnt. Im Gegenzug muss sie ihren Bedarf an mineralischen Nährstoffen (speziell Stickstoff) und Wasser weitgehend über das Tier decken. Aus diesem Grund ist die Bisamratte auf helle und feuchte Lebensräume angewiesen.

Lebensweise[Bearbeiten]

...Bisaknosp...

Jedes Jahr Anfang Mai öffnet sich bei den Bisamratten, die das Bisaflor-Stadium erreicht haben, die jeweils einzelne Blüte der Bisa-Rafflesie. Zu dieser Zeit versammeln sich die Tiere, die ansonsten in Gruppen von 40 bis 60 Individuen leben, massenhaft an traditionellen Treffpunkten wie beispielsweise der Gegend um Alabastia im südwestlichen Kanto, sodass eine gegenseitige Bestäubung durch Schmeißfliegen (die vom penetranten Aasgestank der Blüten angelockt werden) sichergestellt wird. Erst wenn die Bestäubung erfolgt und die Samenreifung der Rafflesie eingeleitet ist, sendet die Pflanze Botenstoffe aus, die die Bisamratten paarungsbereit werden lassen. Jedes Tier paart sich nur einmal pro Jahr; die beiden Eltern bleiben in diesem Zeitraum zusammen.

Sobald die Eizelle befruchtet ist und sich der tierische Embryo zu entwickeln beginnt, setzt ein biochemisch-genetisches Zusammenspiel ein, das zu den komplexesten überhaupt in der Natur gehört: Die Pflanze lässt ihre nur wenige Millimeter großen Samen längs durch den Stamm wandern, bis sie an einer Schnittstelle zwischen spezialisiertem Wurzelgewebe und Gebärmutter in den Uterus des Bisamratten-Weibchens eindringen. Vermittelt durch die Interaktion von hochspezifischen Oberflächenproteinen wird genau einer von ca. 20 bis 30 im Fruchtwasser befindlichen Samen in den Embryo eingelagert (die zukünftige Pflanze hat dabei stets das gleiche Geschlecht wie das Tier). Die restlichen Samen werden daraufhin abgebaut und dienen als Nährstoffe für die heranwachsenden Embryonen von Bisamratte und Rafflesie, die im weiteren Verlauf der Schwangerschaft sowohl von Muttertier als auch Mutterpflanze ernährt werden. Nach ungefähr 120 Tagen, also Mitte September, bringt das lebendgebärende Bisamrattenweibchen genau ein ca. 30 cm großes Junges zur Welt.

...und Bisaflor.

Die junge Bisamratte, Bisasam genannt, wird bis zum nächsten Frühling von beiden Elterntieren versorgt. In diesem Zeitraum wächst sie auf ca. 70 cm an, während die Rafflesie ihre ersten Blätter entfaltet. Danach lebt das Jungtier mehrere Jahre lang im Rudel, bis es kräftig genug ist, sich selbst fortzupflanzen. Zu diesem Zeitpunkt wächst der Stamm in die Höhe und die Blütenknospe zeigt sich; nun spricht man von einem Bisaknosp. In diesem Stadium kommt es vor, dass die Tiere weite Wanderungen durch ganz Japan unternehmen, um neue Partner zu finden. Im nächsten oder übernächsten Jahr öffnet sich die Blüte und das Bisaknosp wird zu einem Bisaflor. Diese lange Entwicklungsdauer ist notwendig, da sich die bis zu 1,80 m große Rafflesienblüte nur einmal im Leben entfaltet und sich in den darauffolgenden Jahren im geöffneten Zustand immer wieder regeneriert. Ein ausgewachsenes Bisaflor kann eine Größe von bis zu 2,40 m erreichen.

Ökologie[Bearbeiten]

Trotz ihres schwerfälligen Körperbaus und ihrem so komplexen wie empfindlichen Entwicklungszyklus hat die Bisamratte keine natürlichen Feinde. Der Hauptgrund dafür liegt wohl darin, dass sie im Laufe der Evolution eine ganze Reihe an hochwirksamen Verteidigungsmethoden entwickelt hat, die sie unattraktiv für jeden potenziellen Fraßfeind machen: So entwickelt die Pflanze u.a. spezialisierte Ranken, die normalerweise in Hauttaschen verborgen sind, bei Gefahr aber unter willkürlicher Muskelkontrolle einem Angreifer entgegengeschleudert werden können. Diese wie eine Peitsche funktionierenden Rankenhiebe können unter Umständen sogar für einen Menschen tödlich sein. Weitere Abwehrstrategien der Bisamratte beinhalten die Entwicklung von rasiermesserscharfen Blattkanten und der Ausstoß von giftigem Puder bei Bedrohung.

Erforschung[Bearbeiten]

Der junge Samuel Eich

Der Forscher Prof. Samuel Eich, der ab 1964 an der Universität von Saffronia City forschte, leistete – neben vielen weiteren Erkenntnissen über die faszinierende japanische Tierwelt – den größten Beitrag zur Erforschung der Bisamratte. Seine Aufklärung des komplexen Bisamratten-Lebenszyklus lieferte auch für die menschliche Entwicklungsbiologie wichtige Anstöße. Aus diesem Grund erhielt er 1995 für „seine wegweisenden Studien an der Bisamratte“ den Nobelpreis in Medizin.

Nachdem er sich mit dem Preisgeld in Alabastia zur Ruhe gesetzt hatte, kam es aber 1998 zum Skandal, als international bekannt wurde, dass Eich durch seine Studien die natürliche Bisamratten-Population beinahe ausgerottet hatte. Allein in seiner Privatwohnung fanden sich über 1000 Bisamratten-Präparate, während der Bestand in freier Wildbahn auf unter 200 Tiere geschätzt wurde. Im Laufe der Ermittlungen kam es zu weiterem Aufruhr, als sich herausstellte, dass Eich Wildtiere (u.a. Bisamratten) an 10-jährige Kinder verteilte mit dem Auftrag, ohne elterliche Begleitung durch das Land zu ziehen und die Tiere zum Kampf gegeneinander abzurichten. Nur durch eine persönliche Intervention des japanischen Kaisers und einer hohen Geldspende Eichs wurde eine Gerichtsverhandlung im letzten Moment abgewendet. Durch umfangreiche Schutzmaßnahmen und Nachzüchtungen konnte der Bisamratten-Bestand in der Folgezeit wieder weitgehend auf seine natürliche Größe gebracht werden.

Literatur[Bearbeiten]

  • S. Eich: The life of the bisam rat. In: Annual Review in Animal Dissection. Band 69, 1996, S. 333-666.
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