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Binnen-I

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Fettsack oder Fettsäckin? FettsackIn!

Als Binnen-I bezeichnet man den Buchstaben I, wenn er sich innerhalb eines Wortes als Großbuchstabe zwischen Kleinbuchstaben einschleicht. Das Binnen-I soll bei Bezeichnungen von Personengruppen explizit sowohl weibliche als auch männliche oder tuntige Gruppenangehörige erkennbar machen, ohne alle ausschreiben oder nur das Maskulinum verwenden zu müssen; beispielsweise in der Form "ProfifußballerInnen" statt "Profifußballerinnen und Profifußballer".

Entwicklung[Bearbeiten]

Entwickelt hat sich das Binnen-I aus dem Schrägstrich (/). So wurde aus "Gewichtheber/-innen" durch die Erwachsenwerdung des "/" ein gerader Strich (|) der sich schließlich zum großen "I" emanzipierte.

Verwandt mit dem Binnen-I: Der Binnen-Irrsinn. Auch dem erklärten Feindbild gegenüber darf der moderne Linke natürlich keinesfalls politisch inkorrekt werden.

Pro und Contra Binnen-I[Bearbeiten]

Pro[Bearbeiten]

Die maskuline Form schließt nach Meinung vieler FeministInnen die Frauen in bestimmten Formulierungen aus. So ist zum Beispiel der Satz "Frauen sind die schöneren Menschen" nach gängiger Sprachauffassung korrekt, da das Wort "Menschen" Frauen und Männer beinhaltet . FrauenrechtlerInnen hingegen argumentieren, dass die maskuline Form "Menschen" Frauen ausschließt (nach Kant auch „feministischer Imperativ“ genannt: "Bezeichne nie eine Frau, einschließlich dir selbst, mit einem grammatischen Maskulinum.") Daher darf das Wort "Menschen" nur für männliche Mitglieder der Spezies benutzt werden. Der Satz "Frauen sind die schöneren Menscheninnen" wäre allerdings auch abzulehnen, da hierbei die Männer als Vergleichsgruppe wegfallen. Richtig muss es also heißen: "Frauen sind die schöneren Menscheninnen, als Männer Menschen sind". Da dieser Satz im alltäglichen Sprachgebrauch umständlich erscheint, liefert das Binnen-I eine elegante und praktische Lösung. Es muss also richtig heißen: "Frauen sind die schöneren MenschInnen".

Contra[Bearbeiten]

Die verbohrten Gegner dieser wunderbaren Erfindung (meist männliche Machos) führen meist unhaltbare Argumente ins Feld die zumeist nur der Verballhornung dieses ernsten Problems dienen sollen:

  • Das Binnen-I sei aus der gesprochenen Sprache nicht herauszuhören.
  • Wörter deren maskuline Form nicht der femininen entspricht bereiten Probleme (Beispiel: "SchwulIn" wäre falsch, weil des Femininum "Lesbe" lautet; "LesbierIn" sei aber auch falsch, weil es keinen "Lesbier" sondern nur einen (oder zunehmend viele) "Schwule" gibt. Also wäre es unrichtig zu sagen: "Liebe Lesben und Lesbinnen" aber auch "Liebe LesbierInnen". Verwirrend!)
  • Ein weiteres Problem entstünde bei zusammengesetzten Hauptwörtern: Beim Wort "Bundeskanzlerkandidat" zum Beispiel müsste bei konsequenter Umsetzung (da es ja sowohl Bundeskanzlerinnen als auch Kandidatinnen gibt) die politisch korrekte Form "BundeskanzlerInnenkandidatIn" lauten.
  • Da der Queer-Theorie zufolge in jedem Mann eine Frau schlummert und umgekehrt und wir nur durch unsere sozio-kulturelle Prägung in die Geschlechterrollen gedrängt werden, ist die Unterscheidung hinfällig. D.h., man kann auf den ganzen Feminismus und Machoismus getrost verzichten, da wir alle gleiche Teile eines großen Ganzen sind.

Contra-Contra[Bearbeiten]

Gerade das Beispiel der "BundeskanzlerInnenkandidatIn" kann auch andererseits als ein wichtiges Argument für das Binnen-I verwendet werden. So stellt diese Konstruktion nicht nur klar, dass es sowohl Kandidaten als auch Kandidatinnen sowie Bundeskanzlerinnen und Bundeskanzler gibt. Des weiteren illustriert es auch wunderschön, in einer ansonsten äußerst verklemmten Gesellschaft, dass auch eine Kandidatin Bundeskanzler werden kann, beziehungsweise ein Kandidat Kanzlerin. Hier werden (endlich, so muss man sagen!) die Grenzen des Geschlechts transzendiert, erstmals scheint der Wechsel vom "Geschlecht" zum "Gegut" geglückt und alles wird möglich!

Verwendung[Bearbeiten]

Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich das Binnen-I noch nicht gänzlich durchgesetzt. Nach der neuen dt. Rechtsschreibung kann aber sowieso jeder machen, was er will, wodurch die (Nicht-)Benutzung der persönlichen Vorliebe freigestellt bleibt.

Siehe auch[Bearbeiten]