1 x 1 Silberauszeichnung von Burschenmann I.

Barsch

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Barsch
Barsch.jpg
Barsch in Verteidigungspose
Systematik
Klasse: Fisch
Unterklasse: Dingsflosser
Ordnung: artige Barsche
Unterordnung: unartige Barsche
Familie: Reale Barsche
Unterfamilie: Reale Bedrohungen
Verbreitung: gefährliche Untiefen
Ernährung: Allesfresser
Wissenschaftlicher Name
Percidae

(Jacques Cousteaus Großcousin, 1814)

Barsch in Angriffspose

Der Barsch (pl. Bärsche) ist ein Fisch aus der Ordnung barschartigen Fische.

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff "Barsch" stammt aus dem Niederunterdeutschen "Barsch" (um 1107) und hat sich seither nicht geändert.

Anatomie[Bearbeiten]

Bärsche verfügen neben mit messerscharfen Zahnreihen auf Ober- und Unterkiefer bestückten Gebissen über äußerst robuste, panzerartige Körper und sind im Drill kampfstark, aggressiv, dumm und gefährlich. Der gemeine Flußbarsch (Perca brutalis) verfügt zudem über effektive Waffen, wie einer seitlich abstehenden Schwertflosse (der sogenannte "Büchsenöffner") und den bösen Blick. Bei Körpergrößen von bis zu mehreren dutzend fischereispezifischer "Maß" (in Elbe und Wümme) und Lebendgewichten von einer Tonne Biomasse pro 200 Kubikhektoliter Lebensraum (Wasser) gilt der Barsch als launischer Kampfkoloss unter den primitiven Raubfischen.

Vorkommen[Bearbeiten]

Der Urbarsch (Perca antica) hat sich im Laufe der Kreidezeit vom afroasiatischen Mittelmeerraum, entlang der Galappagos-Inseln und der Küste Madagaskars bis zur Ost- und Nordsee und von dort in die europäischen Flusssysteme vorgekämpft und durch Umstellung der Reißgewohnheiten zur heutigen Brachialform entwickelt.

Kindheit und Jugend[Bearbeiten]

Nachdem der Mutterbarsch bis zu 100.000 Eier pro Kilogramm Körpergewicht gelegt hat, entschlüpfen die Jungbärsche nach ein bis zwei Tagen und entwickeln sich bereits wenige Stunden nach der Schlupf zu kannibalisch äsenden Allesfressern. Grobschlächtig und blitzschnell reißt der gefräßige Räuber Rochen und Wels, zertrampelt mutwillig und stupide die Laichgründe von Hecht, Hai und Kranich. Die Nahrung der Barsche besteht in den ersten Tagen ausschliesslich aus künstlichen Ködern wie Spinner der Grösse 1 - 2 und Blinker, Wobbler und Gummifische in der Länge bis 5 cm. Im Laufe der Zeit steigen sie dann auf Angelkoffer und Hot Fish um, wobei sie sich aus ihrem Versteck auf ihre am Ufer lauernde Beute stürzen.

Fischerei[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer massiven Erscheinung sind Bärsche gefürchtete Angelfische, die versehentlich beim Ansitz auf Wal oder Riesenoktopus als unliebsamer Beifang gehakt werden. Nimmt ein Barsch den Köder, wird empfohlen, sofort die Angel ins Gewässer zu werfen, da der Barsch sich andernfalls schnell an der Angelschnur hochfrisst und zur Bedrohung von Leib und Leben des Sportfischers zu werden droht. Wird hingegen gezielt auf Barsch geangelt, sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen (Stahlkappenschuhe, Warnweste, Sturzhelm, Badehose) und barschspezifisches Gerät zur waidgerechten Tötung am Mann zu führen (Machete, Kettensäge, Axt). Im deutschen Fischereirecht nimmt der Barsch eine Sonderrolle ein und darf als einziger Fisch mit Dynamit befischt werden. In der Berufsfischerei hingegen spielt er eine untergeordnete Rolle, da er sich als Einzelkämpfer durchboxt und demnach nicht im Schwarm gefangen werden kann.

Zubereitung[Bearbeiten]

Artgerecht wird der getötete und ausgeblutete Barsch erst mehrere Stunden in einem Stück gekocht, bevor er entschuppt, ausgenommen und filetiert werden kann. Traditionell werden Bärsche an Eierlikörsauce zu einem Bier serviert.

Behördliche Auflagen[Bearbeiten]

Bärsche, die in Gartenteichen, Pools und Aquarien gehalten werden, sind in Deutschland anzuleinen und von außen gut sichtbar als gefährlich zu kennzeichnen. (Siehe Kennzeichnungsverordnung für in Deutschland als Gefahrgut kennzeichnungspflichtige Fischarten)

Trivia[Bearbeiten]

  • Im Mittelalter wurden lebendige Bärsche von abergläubischen Nonnen zum Fernhalten des Teufels über die Kirchentore genagelt.
  • Barsch war ein beliebter männlicher Vorname in den 1990er Jahren.
  • Der Barsch ist bekannt aus den Redewendungen: "Einen Barsch ins Gesicht bekommen" und "Besser garnichts als einen Barsch".
  • Wenn jemand an seine Scheibe schreibt, dass er Barsch verkauft, wird oft das "B" abgekratzt.
Fisch
noch´n Fisch