2 x 2 Bronzeauszeichnungen von Neuerfan1 und JanSimba

Atomstopp

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Als "Atomstopp" werden die Versuche der Menschheit bezeichnet, eine Naturkatastrophe (oder generell die Natur) aufzuhalten, indem einfach eine Atomwaffe hineingeschmissen wird. Diese Versuche überschreiten selten das Hypothesen-Stadium, meistens weil jene Idioten Individuen glücklicherweise nicht über solche eine Bewaffnung verfügen, oder schlicht gar nicht auf solche Ideen kommen.
Die geläufigsten Theorien sind hierbei: "Kann man einen Wirbelsturm/Vulkanausbruch stoppen, indem man eine Atombombe hineinwirft"

Szenario: Vulkanausbruch[Bearbeiten]

Atombombe[Bearbeiten]

  • Frage: "Wäre es möglich, einen Vulkanausbruch zu stoppen, indem man eine Vakuum- oder Atombombe unter der Oberfläche des Vulkans platziert ?"


Nein!
Nun gut, etwas ausführlicher kann man es dann doch erläutern...


Geschehnisse im Detail: Wenn unser hypothetischer Trottel eine Atombombe unterhalb der Oberfläche des Vulkans platziert, würde folgendes geschehen:

  • Phase 1: Die Bombe wird gezündet:

Kurz vor dem Ausbruch entschließt sich unser hypothetischer Nuklearwaffenbesitzer dazu, seine Bombe platzen zu lassen. Sofern der Untergrund durchlässig genug ist (also nicht mit einer dicken Betonschicht zugepflastert wurde), würde die Druckwelle teile des Gesteins wegreißen und die nachfolgende Hitze übriges Geröll verdampfen lassen. Die expandierende Druckwelle würde durch das in den Berg gerissene Loch durchschießen, das Magma des Vulkans nach oben katapultieren und dabei so viel Druck ausüben, dass es den kompletten Vulkan sprengen würde.

Zwischenstand: Bombe detoniert, Vulkan mit größerer Wucht ausgebrochen.

  • Phase 2: Sekunden nach der Explosion:

Unverdampftes Gestein wird durch die Wucht des Ausbruchs und der Bombe sehr viel weiter geschleudert, als normal und wird, sofern es nicht in die Umlaufbahn geschossen wurde oder beim Rückweg verdampft, als Meteoritehagel großflächige Zerstörung anrichten, das wird jedoch ein paar Minuten dauern. Bevor das geschieht, ist noch ein Detail zur Druckwelle hinzuzufügen. Magma verhält sich ähnlich wie Wasser und ist kaum komprimierbar. Wenn nun die Druckwelle in den Vulkan hineinfährt, wird sie das Maga nicht nur nach oben schleudern, sondern auch seitlich aus dem explodierendem Berg heraus sprengen. Steht der Flugbahn des Magmas nichts im Weg rum, wird es rasch abkühlen und verhärten, innerlich kann es jedoch heiß bleiben und beim Aufprall diese Hitze freisetzen. Die Atombombe ist ebenfalls fleißig und pumpt die gesamte Umgebung mit radioaktiver Strahlung voll. Durch die Druckwelle wird auch Magma zurück geschoben (nach unten in den Vulkan), aber das geht nicht gut aus und instabilere Oberflächen werden einstürzen oder als Druckventil für das Magma fungieren und wie ein Geysir die Lava nach oben schießen.

Zwischenstand: Großflächige Zerstörung und Verseuchung, kleinere und größere Erdbeben, außerdem ein ausradierter Landstrich mit einem offenem Lavapool

  • Phase 3: Nachwirkungen:

Durch die nach oben katapultierte Asche- und Gesteinswolke, wird eine verstärke Sonnenverfinsterung eintreten, die den Pflanzen Probleme beim wachsen bereiten und den globalen Stromverbrauch erheblich senken wird. Die radioaktive Strahlung wird sich durch die Luft- und Windveränderungen besser verbreiten können und ein größeres Gebiet verseuchen. Die Gesteinsbrocken, die groß genug sind, um nicht zu verglühen, werden auch am anderen Ende der Welt einschlagen. Falls der Vulkan relativ klein gewesen wäre, könnte die globale Vernetzung möglicherweise sogar erhalten bleiben, sollte es ein gewaltiger Vulkan gewesen sein, wird ein Großteil der Menschheit durch die Verdunklung der Sonne sterben.

Endresultat: So ziemlich alles in der Nähe kaputt oder beschädigt, globale Verdunklung und Abkühlung ausgelöst, 30 % der Teenager vom PC weggelockt.

Szenario: Wirbelsturm[Bearbeiten]

"Sind sie sich ganz sicher, dass sie genau treffen, Sergeant ?" "Ja Klar"

Frage: Wenn man im Zentrum eines Wirbelsturms eine Atombombe zündet, verdampft die Unwetterzelle dann sofort ?" Das zweitbeliebteste Atomstopp-Szenario und eine oftgestellte Frage. Um genau zu sein, wird diese Frage dermaßen oft gestellt, dass sogar eine US-Regierungs-Einrichtung entnervt dazu Stellung gab, auch wenn in diesem Artikel [1] der letzte Satz des ersten Absatzes völlig ausreicht: "Es braucht wohl nicht extra betont zu werden, dass es keine gute Idee ist"

Geschehnisse im Detail:

  • Phase 1: Die Bombe wird gezündet:

Wie durch ein Wunder haben die Menschen und der hypothetische Zündler die vorige Katastrophe überlebt, aber nichts aus dem Fiasko gelernt und wollen sofort wieder eine Atombombe auf das nächstbeste Ziel, diesmal ein Wirbelsturm, schmeißen. Wirbelstürme haben die Angewohnheit, sich unvorhergesehen fortzubewegen, folglich kommt ein Bombardement nicht infrage und man muss erstmal jemanden finden, der dumm genug ist, mit einer Ladung Atomsprengköpfe in das Auge eines Wirbelsturms hineinzufliegen und diese dann noch zu zünden. Falls das geschehen sollte, wäre die voraussichtliche Reaktion ungefähr die gleiche, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt. Alles rennt voll Panik schreiend durch die Stadt, aber dem Sack Reis (oder unserem Wirbelsturm) ist das ziemlich egal.

Zwischenstand: Atombombe gezündet, Flugzeug samt Insassen verdampft, Wirbelsturm fliegt fröhlich weiter.

  • Phase 2: Nachwirkungen:

Der Hurricane wirbelt weiter fröhlich durch das Land, verteilt aber sehr viel besser die radioaktive Strahlung und da Wirbelstürme einen Großteil ihres Lebens über Wasser verbringen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Sturm über dem Meer bombardiert wird und so die Ozeane und deren Lebewesen verstrahlt. Ein voll entwickelter Wirbelsturm erzeugt 20 mal 1013 Watt und konvertiert gerade mal 10% davon in seine Bewegungsenergie, was in etwa einer 10-Megatonnen Atombombe gleichkommt, die alle 20 Minuten explodiert. Deshalb sollte es niemanden überraschen, dass eine einzelne Atombombe gar nicht genug Energie erzeugen kann, um den Sturm verdampfen zu lassen. Die Schockwelle der Explosion lässt auch den Druck unverändert, durchquert einfach den Sturm und verwüstete alles, an das der Sturm nicht herankommt oder das er übersehen hat. Der Sturm profitiert von dieser One-Night-Symbiose mehr, als diejenigen, die die Bombe abwerfen.

Endresultat: Sturm unverändert, Großteil der betroffenen Hemisphäre radioaktiv verseucht, aber einen guten Effekt hätte das ganze. Angler haben nun keine Probleme mehr, Fische zu fangen, denn durch die Strahlendusche lassen diese sich nun ganz einfach im Dunkeln finden, ausserdem würden sich durch solche "Fisch-Lampen" auch wunderbar die Strompreise senken. Man sollte es sich überlegen.