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Arabischer Frühling

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Ein herkömmlicher Wetterfahn. An ihm erkennt man Windstärke und Richtung.
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Der Arabische Frühling ist auf den Klimawandel im arabischen Raum zurückzuführen und ein von Dezember 2010 bis Mai 2011 anhaltendes Wetter-Phänomen. Außerhalb des arabischen Raumes gab es nur in Schottland über einen so langen Zeitraum die gleiche Jahreszeit, nämlich Regen. Dieses Phänomen ist dabei nicht mit der politischen Eiszeit zu verwechseln, in der sich Politiker gegenseitig den Flutschfinger zeigen. Der Arabische Frühling sorgt für Kugelhagelschauer, durch heiße VW-Passatwinde aus dem Süden kommt es zudem zu Autobombenexplosionen. Der Meteorologe spricht von einer Invasionswetterlage, zu der unter anderem Temperaturanstiege und Herrscherstürze beigetragen haben. Ein großes Problem für viele Zivilisten in den betroffenen Gebieten ist zudem der Treibauseffekt, welcher viele von ihnen zu Flucht in mildere, europäische Klimazonen veranlasst. Doch noch hat sich der Frühling als Jahreszeit nicht durchgesetzt - Eine Chronik der Ereignisse.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Die Diktaturen im arabischen Raum locken jährlich Millionen von Touristen an, die im Sommerurlaub entspannen wollen. Einmal nicht an all das Leid zu Hause denken! Doch die Bewohner vor Ort leiden unter den autoritären Herrschern und vor allem unter den hohen Temperaturen, die diese anordnen. Seit Jahrzehnten herrscht im gesamten arabischen Raum Sommer. Jahr für Jahr werden somit Touristen und damit das Geld ins Land geholt. Frühling, Herbst und Winter sind verboten, Widersachern droht die Steinigung. Die eingenommenen Taler werden von den Diktatoren in immer größere und immer schönere Klimaanlagen investiert - die Bevölkerung bekommt keinen Lufthauch des Reichtums zu spüren. Viele Bewohner kennen andere Jahreszeiten nur noch aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern.

Dezember 2010 - Der Anfang[Bearbeiten]

Ein Frauenmarkt - Geburtsstunde der Revolution.

Der arabische Frühling beginnt zu einer Zeit, in der in Europa Winter herrscht. Doch in den arabischen Ländern ist es Sommer - wie immer. In einem Akt des Protestes zündet sich der Gemüsehändler Mohamed Bouazizi am 17. Dezember in Sidi Bouzid selbst an, eher ein Groteskakt. Doch die Verzweiflung treibt ihn soweit, dass er sein Leben für nicht mehr lebenswert hält und mit seinem Abgang ein deutliches Zeichen gegen den diktatorisch vorgegebenen Sommer setzen will. Er erliegt später auf der Bethlehemer Straße, Höhe Freiheitsallee, vor den Augen zahlreicher Passanten, seinen Verbrennungen. Seine letzten Worte hallen noch Tage später durch die Straßen der tunesischen Metropole: „Januar, Februar, März, April - die Jahreszeit steht niemals still.“. Später hört man die Leute sagen, Bouazizi sei für das Volk an der Kreuzung gestorben. Für ihn selber ist es lediglich ein verfrühter Tod, der seiner Familie Kosten für einen Sarg erspart. Für das tunesische Volk jedoch ist es der Beginn einer Protestwelle, die sich bald auf den gesamten arabischen Raum ausweitet. Durch das tunesische Volk geht ein Ruck - man will andere Jahreszeiten! Noch am 17. Dezember bildet sich die Tunesische Volksfront, die für die Jahreszeit Frühling kämpft. Zwei Tage später gründen Bauarbeiter die Volksfront von Tunesien, die eher zur herbstlichen Fraktion gehört.

„Jeder sollte das machen dürfen, was er möchte, außer der Koran bietet irgendeine Interpretationsmöglichkeit, dies als verboten anzusehen.“
Karim Menazi, Vorsitzender der Tunesischen Volksfront

Tunesische Volksfront - Die Tunesische Volksfront gründet sich während einer friedlichen Massenvergewaltigung in einer Shisha-Bar in Tunis. Sie besteht zunächst aus 14 Männern und sechs Kamelen. Noch am ersten Abend wird bei Feigenwein, Kümmelbrot und mundgezapfter Kamelmilch eine Satzung beschlossen, die aus 16 Punkten besteht. So fordert die Tunesische Volksfront beispielsweise, dass Frauen ihre Schnurrbärte nur noch in ungeraden Wochen stutzen dürfen und weibliche Tiere Burkas tragen müssen. Die wichtigste Forderung ist jedoch der Sturz des Sommer-Regimes und der Beginn einer Frühlings-Ära.
Volksfront von Tunesien - Die Volksfront von Tunesien hingegen versucht eine Sommer-Ablösung durch den Herbst durchzusetzen, so wäre es schließlich der korrekte Ablauf. Die Mitglieder stammen aus ärmlicheren Verhältnissen, dennoch zeigen sie sich überraschend modern und weltoffen. In eigens formulierten Geboten, fordert die Volksfront von Tunesien beispielsweise eine gesetzliche vorgeschriebene Frauenquote bei Steinigungen. Zudem sollen auch die Sodomie-Partnerschaften auf gleichgeschlechtlicher Ebene legalisiert werden.
Die Volksfronten rufen zu gemeinsam Demonstrationen auf. Der Arabische Frühling beginnt!

Januar 2011[Bearbeiten]

  • Die Schreckensbilanz des tunesischen Horror-Regimes liest sich fatal: 32 Grad Durchschnittstemperatur, 6,7 Millionen Touristen jährlich, 130.000 Demonstranten. Ziel der landesweiten Demonstrationen ist es, die Regierung zu stürzen und sich an die Macht zu setzen, um die Jahreszeit zu ändern. Die Volksfronten halten bei den Protesten zusammen, auch wenn ihre Ziele eigentlich unterschiedliche Jahreszeiten sind.
  • Die Protestwelle schwappt nach Libyen über, wo der Urlaubsdiktator Gaddafi, bekannt als „der Gorilla mit der Sonnenbrille“, seit Jahrzehnten die Machtgeschicke in dem grünflaggigen Land lenkt.
  • Gleichzeitig schaffen es die Tunesier, ihren Herrscher Ben Ali zu vertreiben, welcher über- aber nicht gestürzt im letzten Moment mit außer Land flieht. Er schafft es einen der wertvollsten Bodenschätze außer Land zu bringen - biologisch produzierte Sonnenmilch. Jahrzehntelange Sonnencreme-Produktion, das flüssige Gold des Tourismus, haben aus dem - vermutlich in Sibirien weilenden - Diktator einen reichen Mann gemacht, sodass er sich im Privatjet absetzen konnte.

Februar 2011[Bearbeiten]

Die Proteste schwappen in andere Länder über. Das auswärtige Amt gibt eine Reisewarnung für die entsprechenden Gebiete raus, da die Temperaturen vor Ort unter 25 Grad fallen könnten und der Sommerurlaub somit gefährdet wäre.

Ziehende F16-Maschinen über Libyen

Die in Tunesien „im Sinne des Volkes“ installierte Rebellenregierung entdeckt die Vorzüge einer Diktatur (Paläste, Frauen, Gold, Reichtum, mediale Beachtung, Folterkeller) und ruht sich auf der neuen Macht aus. Versprochene Reformen werden nicht umgesetzt.
Der Sommer bleibt im arabischen Raum - und das lockt Zugvögel an, die aus kalten Wintergebieten in Amerika in ihre Winterquartiere ziehen. Zur Revolutions-Unterstützung schicken Frankreich und Italien 85 weitere Vogelschwärme und Deutschland 700 ARD-Korrespondenten. Im arabischen Raum brandet Jubel auf. Das westliche Feindbild eilt zur unverhofften Rettung.
Doch schon bald stellt sich heraus, dass die USA versuchen, der arabischen Bevölkerung den Winter aufzudrücken, obwohl die Bevölkerung Frühling oder Herbst will. Seitens der USA gibt es allerdings keine Kompromisse. Konsequent töten sie ein paar unbeteiligte Zivilisten. Der Winter wird mit brutaler Waffengewalt gegenüber Aufständischen und Zivilisten durchzusetzen versucht. So etwas nennt sich dann Friedensmission. Die Volksfronten der einzelnen Länder bemerken den zusätzlichen Feind und gleichzeitig, dass sie eine neue Jahreszeit nur in einem großen Kampf erzwingen können.

April 2011[Bearbeiten]

Küken der US-amerikanischen Flugvögel während einer Schneeballschlacht. Das runde Objekt ist kein Meisenknödel.

Libyens Diktator Gaddafi ist tot - man findet ihn in einem Rohr, wo er verstarb, als der einschneiende Winter seine kalten Finger um seine Kehle legte. Doch der Kampf in anderen Ländern eskaliert. 34 geformte Volksfronten und die USA bewerfen sich gegenseitig mit Schneebällen, setzen zu gefährlichen Pollenflügen an und immer wieder versterben Zivilisten an Sonnenstichwunden. Ein Massaker, ein Attentat, man schaufelt sein eigenes Massengrab. In einem Schauprozess versucht die Volksarmee Marokkos den Sommer zu kreuzigen. Eine Lösung ist nicht in Sicht - bis die UN vorschlägt, Jörg Kachelmann auf eine Schlichtermission in den arabischen Raum zu schicken, um einen Kompromiss zu finden.
Ein Hoffnungsschimmer? Nein! Die Verhandlungen zwischen Staatschefs und den USA scheitern, auch weil Araber mehrmals versuchen, Obamas Sekretärin gegen zwei Kamele zu tauschen. Warmer Schnee ist kein Kompromiss“, wettert die siebte libyschen Regierung seit Gaddafi.

Mai 2011 - Das Ende[Bearbeiten]

Jörg Kachelmann schließt die Schlichter-Gespräche mit einer alten Psychologenweisheit: „Die Sitzungen haben uns zwar nicht vorangebracht, aber es war wichtig, dass wir darüber gesprochen haben.“ - dieser Satz verkörpert die mehrmonatige Revolutionsphase perfekt.
Seit nunmehr vier Monaten konnte sich der arabische Raum für keine einheitliche Jahreszeit entscheiden. Zwar schien es lange Zeit so, als ob der Frühling sich durchsetzen könnte, doch die USA durchkreuzten dieses Vorhaben mit temporärer Winterinstallation und Erkältungsviren. Andere Naturkatastrophen, wie Hurrikans, Taifune oder die Hochzeit der Royals, rückten in den Fokus der Medien. Die ganz großen Proteste ebbten ab, das Tief über dem arabischen Raum ist in die Türkei oder nach Syrien weitergezogen. Der Arabische Frühling 2011 sollte für Veränderungen sorgen, doch auf lange Zeit hat sich der Sommer wieder durchsetzen können, wie Experten es im 14-Tage-Trend auf wetter.de vermuten lassen. Immerhin heißt die Staatsform jetzt Demokratie. Viele Probleme bleiben, neue Probleme werden hinzukommen. Hunderte Sonnenstudio-Inhaber, die Anfang des Jahres 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hatten, bangen um ihre Existenz. Doch wie heißt es so schön in einer Bauernweisheit? Besteigt der Hahn ein Schwein ganz ungeniert, war das Korn wohl genmanipuliert. Es war wichtig, dass wir unsere Probleme in einer gemeinsamen Revolution zu klären versucht haben. Und günstig war die Therapie-Revolution auch noch, die Kosten betrugen schließlich maximal 20.500 Tote. Auf ein Neues!

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2. Platz beim 30. Stupid Contest

Arabischer Frühling ist ein Gewinner des 30. Stupid Contests.

Für dieses Werk erhält Sky den silbernen Stupidedia-Stern am Band.

Gezeichnet, die Jury

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Gelungen

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