2 x 2 Goldauszeichnungen von Meister ProperGanda und Belarusfan

Antideutsch

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Als angeblich Antideutsch bezeichnet sich eine bestimmte Strömung „innerhalb“ der deutschen Linken. Die Absurdität antideutscher Positionen ist inzwischen ebenso legendär, wie der sprichwörtliche Selbsthass der Deutschen auf sich selbst bzw. Andere.

German Angst[Bearbeiten]

Ende der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die Fronten innerhalb der deutschen Linken klar gesteckt. Die Plena drehten sich mehr darum, ob es ein sexistischer Übergriff ist, wenn dicke Männer in der Hafenstraße ihre Brustbehaarung machomäßig in die Sonne strecken. Ansonsten galt striktes „Amis saudoof - Palis saugut“. Zum Glück beschloss man damals, die Osthorden wieder heim ins Reich zu holen. Ein offen-revanchistischer Fauxpas der deutschen Bundesregierung, der ungeahnte neue Möglichkeiten einer Revolution für jedermann/frau beherbergte. Innerhalb der neuen Ideologie musste man sich nun nicht mehr ungefragt von ein Paar verschmierten Rastatussis und diesen mürrisch-resigniert-gescheiterten Alt-Politniks, die man aus den AZs was von Antifaschismus raunen hörte, seinen eigenen Aufstand erklären lassen. Es war allen Aktivisten von rechts nach links ohnehin klar, dass sich Deutschland zum größten Flächenstaat in Mitteleuropa entwickeln würde und die alte Angst ging wieder um, vor der widerrechtlichen Okkupation der „Polenfrage“ im öffentlichen Diskurs.

Deutschland verrecke![Bearbeiten]

Street Art: Antideutscher macht per Riesen-Stencil-Post-It mit seiner ungebildeten Freund/in Schluss.
Englischkenntnisse

Von Kritikern wurde damals bemängelt, dass einem geklatschen Fidschi mit, die Wiedervereinigung Deutschlands in den Dreck zerrenden, Defätismen wohl kaum geholfen ist, wenn er in den Straßen von Lichtenhagen und Hoyerswerda Zigaretten verkaufen muss. Der Hauptkritikpunkt war jedoch damals wie heute, die Antideutsche habe kein Gefühl für die Menschenrechtsverletzungen in Terrassia und den angrenzenden Ost-Gebieten und focussiere sich statt dessen auf die Partikularinteressen fremder Völker, die − das müsse man echt mal sagen dürfen − keine Ahnung von Siedlungsbau und Grundstücksrecht hatten.
Die Antideutsche selbst wollte in dieser Phase ihrer beginnenden Metamorphose allerdings nur friedlich warnen - nicht wohnen. In der Masse war es für die Nationen der Welt sowieso unerheblich ob Deutsche in der ganzen Welt vor sich warnten. Da die Antideutsche immer noch zu 99% aus Deutschen bestand war klar das die Politavantgarde in ihrer Außenwahrnehmung etwas befangen wirkte. Sie bestand zu dieser Zeit aber noch nicht aus desperaten Studenten und berufsjugendlichen Wirrköpfen, den Kader bildeten echte Denk-Radikale.
1992 wurde die antideutsche These in einem Underground-Schmähblatt erstmals konkret formuliert: „Weg vom direkten Deutschland-Bashing hin zum [heutigen] offenen, verkopften Deutschland-Hass“. Nach jahrelanger Selbstkritik wurde nun harte Kohlkritik geübt. V.i.S.d.P. war ein Brillenträger, der nach allgemeiner Auffassung so langweilig nach Realschullehrer roch, dass viele glaubten die Revolutionären Zellen wären wieder auferstanden.
Dieser übersah jedoch das sich anbahnende antideutsche Schisma und skandierte lieber stark angetrunken Hasspredigten über

...die Juden, die diese irakischen Kameltreiber im Zweifelsfall ganz klar verga mit, selbstverständlich inexistenten, Atombomben zur Räson bringen sollten. Die Araber sind noch viel schlimmer als ihr doofer bekackter Kumpel Deutschland. Und als semitophil-marxistisch/stalinistischer Adorno-Demokrat/Irgendwas mit Eigenheim, der beim Essen und auch sonst sehr mäkelig ist, ist man ab jetzt gefälligst endlich mal mit den USA dicke bevor man sich irgendwann noch ins tote Meer treiben lassen muss oder es gibt gleich intellektuellen Genozid auf's Maul!

Bombs over Belgrad[Bearbeiten]

Ihren endgültigen Bekanntheits-Peak erlitt die Antideutsche während des Balkanfeldzugs 1999. Ohne antideutsche Aktivisten wäre die Welt noch immer im Unklaren über die revanchistische Politik des vierten Reichs gesamtdeutscher Nation.
Während man sich im Gut-Europa über die bösen Serben mokierte bzw. kaputt lachte wie diese, gesengten Säuen gleich, durch die Straßen von Belgrad rumorten, blieb der Antideutschen nur die Druckerpresse in ihrem schmierigen Luftschutzbunker. Außer der Antideutschen bemerkte damals niemand, wie Deutschland die Vereinigten Staaten von Amerika klammheimlich und wider deren Willen in den schmutzigen Bombenkrieg gegen die nette Familie Milosevic hineinzog. Für die Antideutsche eine große Zäsur weg vom echten Murxismus, hin zum US-amerikanischen Staatskommunismus. Durch einige ideologische "Versehen" und weil man diese ganzen doofen, langen Texte nur aus Zusammenfassungen kannte, war man solchen Pauschalisierungen naturgemäß hilflos ausgeliefert.
Heute ist die Antideutsche vollständig in der jüdischen Volksseele aufgegangen, zumindest aus Sicht der antideutschen Volksidealisten.

Räumliche Verortung[Bearbeiten]

Wer soll das bezahlen? Wenn man dem Proleten situationistisch einfach eine klebt, braucht sich nachher keiner darüber wundern, dass man Studiengebühren zahlen muss.

Da die Antideutsche kaum noch beachtet wird, gibt man sich, zumindest unter sich, sehr zeigefreudig - wenn der Raum dazu da ist. Räume sind sowieso das wichtigste für Antideutsche. Das man in der Antideutschen (vielleicht zu Recht) total genervt ist, wenn man am Studienort im örtlichen Anarchoschuppen mit „Eey gucke ma, hier kommt de Mossad“ und einem Faustschlag begrüßt wird, sieht man oft als Grund für die quälende antideutsche Kaderstimmung. Die psychosozialen Räume können dabei innere wie auch äußere Struktur haben, was besonders wichtig ist, da die Selbstwerdung von Kindheit an ein frommes Nachinnengehen ist, aus diesem Grund lehnt die Antideutsche jegliche innerliche Regression, speziell in der Gender-Frage, vordergründig strikt ab. Antideutsch sein ist das Signifikantenregime des Aussichherausgehens und das geht natürlich besser von umbauten Orten aus als von der Pultkante des Hörsaals.

Bis in die späten Mittagsstunden verorten sie sich von daher zwischen Raumbegrenzung und Schreibtisch auf einem rasch zusammen gescharrten Nest. Wenn sie von leidigen und entfremdenden anthropologischen Konstanten geweckt werden, treibt es sie in den Supermarkt wo sie zwei Flaschen Bier erwerben.
Durch die kalte Verortung im kapitalistischen Warenkreislauf jetzt völlig deprimiert, verortet sich die/der Antideutsche nun am besten erst mal zum Murx-Lesekreis ins antideutsche Kulturzentrum (meist ein abbruchreifes Uni-Gebäude, das der Universitätsleitung besetzterweise gut zu Gesicht steht, weil sie damit ihre Weltoffenheit beweisen kann, während der restliche Campus für unmatrikulierte Bildungswillige gesperrt ist). Besonders bevorzugt werden solche Treffen meist von Studenten der Philosophie, Judaistik und verhuscht androgyn wirkenden Design-Studenten, die die Deko machen. Es wird Marihuana konsumiert und das Bier aus dem Supermarkt getrunken. Dann hört man sich nur so zum selbstreferenziellen Spaß das aktuelle Bandbreite-Album an.

Intellektuell/Ideologische Verortung[Bearbeiten]

Cool, Schwul, Leder. Henryk M. Broder auf der verzweifelten Suche nach Deutschland.

Genauere Analysen der Antideutschen Theorie sind bis heute fehl geschlagen, da selbst die immunsten Hermeneutiker vor dem Ungeist des kruden Pol./His./Soz.-Eklektizismus antideutscher Färbung verstört zurückwichen. Noch heute beherbergen antideutsch geführte Infoläden mehrere hermetisch von einander abgeschlossene Bibliotheken mit strikt getrenntem Bestand, Gesichtskontrolle und Dresscode. Ideologisch verortet sich der/die Antideutsche gerne bei verkifften Studienabbrechern auf dem nach Bongwasser müffelnden Sofa. Dies erscheint Außenstehenden oft als billiger Eskapismus, da Antideutsche in der Regel von Haus aus durchaus in der Lage wären, sich eine eigene Wohnung zu nehmen. Durch die permanente Restbreitheit kommen Antideutsche meist auf sehr widersprüchliche „Gedanken“, die interessanterweise nur für Nicht-Antideutsche zum Horrortrip werden.
Im Grunde sind Antideutsche stramme Kommunisten, wobei klar gesagt werden muss, dass hier im Alltag klare Abstriche unvermeidlich sind. Die konsumischen und sexuellen Freiheiten der westlichen Welt können nur durch den Kapitalismus aufrecht gehalten werden. Globalisierungskritik ist hierbei der ekelhafteste Ausdruck antisemitischen Hasses in der Welt. Wahre Freiheit kann nur von den USA kommen, auch und gerade im Kommunismus.

Intellektuell verortet sich die Antideutsche hierzu ganz klar irgendwie-irgendwo zwischen Marx, Dershowitz, Adorno, Stalin und Horkheimer, und dem, unter dem Regal mit den Werken von Freud untergebrachten Kotzeimer - den die ohnehin schon völlig überforderten antiautoritären Eltern in Form eines handelsüblichen Ikea-Papierkorbs als zaunpfahlwinkendes Einzugsgeschenk in die Studentenbude eingebracht haben.

Die Antideutsche ist selbst relativ friedlich, scheut jedoch nicht davor zurück, den ganzen bildungsunwilligen Dreckspöbel in den Auslandseinsatz zu schicken. Auf ideologischer Ebene ist Pazifismus und Koran das Hinterletzte für alle Antideutschen − eine Irrlehre, die höchstens noch von deutschen Faschos und revanchistischen ‎autonomen Spinnern vertreten wird.
Wie ein falsch verstanden-vereinnahmter Geisteswissenschaftler einmal treffend bemerkte, gibt es „... kein richtiges Leben im Falschen...“ und daher ist auch keine Zeit für Pazifismus, solange nicht der letzte regressive Kameltreiber eine anständige Sexualerziehung bekommt und damit auch anal etwas offener wird. Ein Thema, bei dem gerade weibliche Antideutsche gerne Mal den Finger in die offene Wunde legen...


Was und Wen die Antideutsche voll cool findet

Was und Wen die Antideutsche voll doof findet

  • Martin Walser
  • Dixie Chicks
  • Zuckermann
  • Gregor Gysi
  • Finkelstein (tot und/oder lebendig)
  • Tarek Al Wazir
  • King Kool Savas
  • Spee
  • Wahlkabine
  • Chomsky

Siehe auch
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Occupy - Henryk M. Broder - Ideenweitwurf - Politically Impotent


Sind sie Antideutsch oder AntiImp?


*Achtung: Dieser Text ist zu 100% frei von Antisemitismus, durch die unberechtigte Benutzung des Wortes "Jude" soll niemand verhöhnt werden.

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