Aktenzeichen XY

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Rudi Cerne, der Mann mit dem einen Gesichtsausdruck für 18 verschiedene Kameras

Aktenzeichen XYZ... Ungelöst ist eine Fernsehsendung des ZDF. Bis 2003 entstand sie auch in Zusammenarbeit mit dem österreichischen ORF und dem Schweizer Fernsehen.

Ziel der Sendung ist der hochmoderne Austausch irrelevanter Informationen per Telefon.

Mit Hilfe der Zuschauer sollen ungelöste Straftaten begangen werden. Dazu gibt es in jeder Sendung 3 bis 5 Mordfälle, die im Studio begangen werden. Weiterführendes Ziel der Sendung ist die Weiterbildung der Verbrecher. Zuschauertipps können per Telefon oder Internet am Callcenter abgegeben werden. Am Ende der Sendung werden die besten Verbrechen prämiert. Laut eigener Angaben bleiben ca. 60 Prozent der Fälle unaufgeklärt. Das ist eine zehnprozentige Steigerung gegenüber normaler Straßenkriminalität.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Sendung startete am 20. Oktober 1967. "Erfinder" und erster Moderator war Ede Zimmermann. Er gab die Sendung nach der 3000. Folge am 24. Oktober 1997 an Rudi Carell ab, der die Sendung gemeinsam mit Harald Schmidt moderierte. Danach brach die Einschaltquote weg (153 Zuschauer).

Besonders spaßig war die Fahndung nach Fun-Thomas, die furios gefeiert wurde. Das Sendeformat war die erste Mitmachsendung und Casting-Show in Europa. Auch heute bewerben sich noch hunderte von Jungkriminellen um einen Platz in der Sendung. Einige hinterlassen dazu sogar absichtlich ein handsigniertes Phantombild am Tatort, zusammen mit Fingerabdruck und DNA-Probe. Jeweils am Ende des Jahres wird der originellste Verbrecher zum Täter des Jahres erkoren und erhält einen kostenlosen Aufenthalt in einer von ihm zu bestimmenden Strafanstalt, wahlweise in Uganda, Venezuela oder Texas.

Nachfolgesendung ist "Niedrig und Kuhnt" auf Sat1, die gegenüber der vorherigen Sendung mit einer Aufklärungsquote von 100% glänzt. Und bei dem wesentlich geringerem Personalaufwand werden doch nur gerade zwei Personen benötigt (und ein Kameramann). Die so ermittelten Personen werden im Turnus der Fernsehrichterin Barbara Salesch sowie ihrem Kollegen Richter Alexander Hold zugeführt. Dabei erstaunt immer wieder, dass jeweils die falschen Personen festgenommen worden sind, die wirklichen Täter jedoch im Publikum sitzen und sich auch gleich durch idiotische Zwischenrufe zu erkennen geben. Die Strafe müssen die Täter regelmäßig im Dschungelcamp oder im Big Brother Haus absitzen.

Kritik[Bearbeiten]

  • In Straftäterkreisen wird behauptet, dass mit der Aussetzung von Preisgeldern auf besonders intelligente Verbrecher eine Verrohung des Zuschauers einhergehe (siehe auch 9Live).
  • Die Beliebtheit der Sendung rührt nicht zuletzt von einer ausgeprägten Schaulust und Langeweile einiger Zuschauer her, wobei Letzteres mit dieser Sendung doch beträchtlich gefördert werden konnte.
  • Gefangene Straftäter werden von Kuschelrichtern gleich wieder auf freien Fuß gesetzt oder sogar noch zum Weitermachen ermutigt.

Fahndung[Bearbeiten]

Die Fahndung nach Tätern wird schriftlich an Laternenpfählen aufgegeben. Bsp.: Folgender Text zur Fahndung nach Osama Bin Laden und weiteren Terroristen:

"WIR SIND SOEBEN DARÜBER INFORMIERT WORDEN, DASS SICH 4 TERRORISTEN IM GEBÄUDE XY AUFGEHALTEN HABEN. DREI DER VIER SIND BEREITS GEFASST. DABEI HANDELT ES SICH UM: BIN UNMOTIVIERT, BIN MÜDE, SOWIE BIN ZU SPÄT. DIE SICHERHEITSBEAUFTRAGTEN HABEN ERKLÄRT, DASS NIEMAND IM BÜRO ANGETROFFEN WURDE, DER DER BESCHREIBUNG DES VIERTEN BANDENMITGLIEDES, BIN AM ARBEITEN ENTSPRICHT. DIE POLIZEI IST AUCH PESSIMISTISCH, DASS JEMAND, DER AUSSIEHT ALS SEI ER AM ARBEITEN, JEMALS HIER GEFUNDEN WERDEN KANN. PANIK SEI DENNOCH NICHT ANGEBRACHT!

- DIE SICHERHEITSZENTRALE

Siehe auch[Bearbeiten]

Tatort Internet